Angry-Birds-Macher: “Piraterie ist nicht immer schlecht fürs Business!”

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Mikael Hed, seines Zeichens Chefentwickler von Rovivo (Angry Birds), hat laut Guardian auf der Midem-Konferenz in Cannes der Videogame-Industrie seine Weisheiten mitgegeben und sagt, dass man zukünftig noch mehr den Konsumenten im Fokus haben muss. Als ein Negativbeispiel führt er die Musikindustrie auf, welche ja bekanntlich schwer zu kämpfen hat.

“Wir können eine Menge von der Musikindustrie lernen, insbesondere deren ineffektive Maßnahmen zur Bekämpfung illegaler Kopien. Außerdem müssen wir aufgehören, die Konsumenten als reine Nutzer zu betrachten, sondern sie wie Fans behandeln. Verlieren wir diese Basis, geht das GEschäft den Bach hinunter – erweitern wir die Zielgruppe, werden wir wachsen.”

Hed stellt klar, dass die Bekämpfung von Piraterie eher vergeblich ist und tausende von möglichen “Fans” abschreckt, die sonst womöglich später Geld ausgeben würde.

Deshalb spricht er sich offen für Kopien aus, da diese ein verstecktes Potenzial wecken könnten. Selbstverständlich sei er aber gegen eine räuberische Piraterie, die dem Image des Unternehmens oder den Kunden etwa durch schlechte Nachahmungen Schaden zufügt. 

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WNxKraid
5. Februar 2012 12:01

Da muss ich zustimmen, ich habe schon auf so manches PC Spiel verzichtet Aufgrund von Kopierschutzmaßnahmen wie SecuRom.

Triforce-Finder
1. Februar 2012 20:59

@ 8-Bit-Ninja.deDie aussage bezieht sich weniger auf Piraterie, sondern auf die Bloß-nicht-kopieren-Mentalität der Industrie, die zu kaum erträglichen Zuständen für die User führt.Was die Merchandise-Kopien angeht, glaube ich, dass die meisten, die bereit

8bit-ninja.de
1. Februar 2012 20:29

Wenn mann Casual-Spielchen herstellt, die entweder sowieso gratis sind (Werbefinanziert) oder 0,79 Cent kosten und in geschätzen 3 Mannwochen entwickelt wuden, kann man vielleicht solche Sprüche klopfen. Zudem ist mir nicht ganz klar, was das “”keine User sondern Fans”” Gefasel mit Piraterie zu tun hat. Echte Fans sind nämlich durchaus gewillt, Geld auszugeben.Allgemein geht mir die großkotzige Art von Rovivo, die anscheinend aufgrund eines Zufallsmegaerfolgs die Gameindustrieweisheit mit Löffeln gefressen haben, auf die Nerven. Erinnert mich stark an Phenomedia, deren Erfolg auch auf Casualvögeln beruhte ;-)Ob die auch so liberal in Bezug auf nicht lizensierte China-Billigkopien der Merchandise sind, die vermutlich inzwischen ein Großteil der Einnahmen ausmachen?

Triforce-Finder
1. Februar 2012 19:31

An dem Artikel ist was dran. Sieht man sich meine Musiksammlung mal an, existiert zu nahezu allen MP3s die entsprechende CD, wenn möglich, limitierte Editionen. Einige sind auch mal von Freunden kopiert, aber selbst dann hole ich mir noch das Album, wenn es mir gefällt. [quote=Remo]Wenn ich das immer lese kommt mir das so vor als wenn die Spieler dankbar sein müssten ihre Spiele überhaupt spielen zu dürfen. Dabei ist es genau umgekehrt. Die Hersteller müssen dankbar sein das wir Ihre Spiele zocken bzw. kaufen.[/quote] Das ist mal ein Wort, besser kann man es kaum sagen.@ FelixMarketing, das trifft es. Dafür gehen Millionen drauf, während im Musikgeschäft das Weitergeben von Musik an Freunde den Löwenanteil der Bekanntheit einbringt.Ich denke, der Unterschied liegt größtenteils im Angebotsspektrum und der Wertigkeit. Selbst wer genügend Geld hat, kann nie alles hören, was an guter Musik erscheint, während man durchaus alle Top-Titel spielen kann, die erscheinen. Klar, einen guten Song kann man in ein paar Stunden schreiben, wenn man Inspiration findet, ein Top-Spiel zu planen nimmt Monate in Anspruch.

Beeberman
1. Februar 2012 17:39

jab du hast vollkommen recht nur, dass ich mir einen solchen Crash nicht wünsche :).Ich finde es einfach total weltfremd und unverschämt, dass versucht wird den Gebrauchtspielemarkt zu unterbinden… das ist einfach nur eine krasse Frechheit der gr

Transparenz Kubus
1. Februar 2012 17:24

ui, ganz schön viele Rechtschreibfehler in dem Artikel.

Remo
1. Februar 2012 16:00

Meiner Meinung nach hat er im Bezug auf “”Kunde zu Fans machen”” vollkommen recht. Ehrlich gesagt kenne ich keine Branche die so unfreundlich gegenüber ihren Kunden ist wie es zurzeit die Videospielbranche ist. Da werden Gebrauchtspielkäufer offen als Kriminelle bezeichnet. Onlinepässe hier, Extrem verbuggte Spiele da. Und dazu noch diese ewige Prahlerei der Entwickler. Wenn ich das immer lese kommt mir das so vor als wenn die Spieler dankbar sein müssten ihre Spiele überhaupt spielen zu dürfen. Dabei ist es genau umgekehrt. Die Hersteller müssen dankbar sein das wir Ihre Spiele zocken bzw. kaufen. Manchmal wünsche ich mir das die Branche mal wieder so richtig den Bach runter geht. Wie zu den Zeiten als es den großen Videospielecrash gab. Nichts anderes hat der großteil der Branche zurzeit verdient.

Lofwyr
1. Februar 2012 15:56

Trotz der dummen Gängelung der Hersteller sind Kopierer immer noch Diebe. Das muss keiner schön reden.

Beeberman
1. Februar 2012 15:41

Ganz ehrlich der Mann hat recht!Früher waren es die Raubkopien und nachdem man die zumindestens auf der PS3 gut im Griff hat sind es jetzt eben die Gebrauchtkäufer…Um nochmal einen Bogen zur Musikindustrie zu spannen.Schaut euch die Ärzte an auf deren Alben sind aufdrucke mit “”wie immer ohne Kopierschutz”” und was glaubt ihr warum die sich das erlauben können? Weil sie eine gute Fanbindung haben das ist alles.

captain carot
1. Februar 2012 14:57

Leute, ihr vergesst eines, Rovio hat vorher schon massig Handygames produziert, die wenigsten davon waren überhaupt gewinnbringend und nur ein einiziges extrem lukrativ. Ganz ohne Raubkopien wären nach Industrierechenweise vllt. deutlich mehr Titel von denen einträglich gewesen.Das dürfte ihm auch klar sein. Wahrscheinlich ist ihm nur ebenso klar, dass die meisten Raubmordkopierer einfach kein Geld für die Spiele ausgegeben hätten.

Richie1982
1. Februar 2012 13:45

Lassen wir Herrn Mikael Hed doch mal ein Multi-Millionen-Projekt entwickeln!! Mal sehen, ober er dann auch noch solche Sprüche klopft. 😉

1. Februar 2012 13:36

‘Außerdem müssen wir aufhören, die Konsumenten als reine Nutzer zu betrachten, sondern sie wie Fans behandeln.’Da sieht man mal,dass jemand,der ein grenzdebiles Spielchen produziert,trotzdem ein ganz schön schlauer Kopf sein kann.Kudos und Chapeau für eine bahnbrechende Erkenntnis….

Danski-Anski
1. Februar 2012 13:35

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