Mehr Mut, weniger Sequels

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Vor rund zwei Wochen gab David Cage, Macher von Heavy Rain und Fahrenheit, ein Interview, in dem er von der Industrie mehr Mut zur Innovation forderte (wir berichteten). In die gleiche Kerbe schlägt nun Viktor Antonov, Visual Design Director bei ZeniMax, in einem Gepräch mit Eurogamer. Darin bezeichnet er die letzten fünf Videospiel-Jahre in Bezug auf neuartige Erzählansätze als “armselig”.

Antonov ist grundsätzlich der Meinung, dass es zuviele Sequels und etablierte Marken gebe. Die meisten davon wären Kriegsspiele, die durchaus großartige Projekte seien und gelungenes Entertainment böten, aber letztlich sei es doch zu einheitlich. Ein Vergleich mit dem Western-Genre in den 40er Jahren könne dafür in etwa herangezogen werden. Abseits von BioShock und Dishonored gebe es keine Titel, die einen historisch realistischen Platz simulierten, er sei hingegen davon ausgegangen, dass in diesem Zeitraum mindestens 20 erscheinen würden.

Er möchte sich jetzt sicher nicht als Oberkritiker aufspielen, aber es sei unbestreitbar, dass die technischen Möglichkeiten von Konsolen immer weiter zunähmen, was aber nicht proportional zu der dargebotenen Welt geschehe. Vor zehn Jahren habe es dafür vielleicht technische Gründe gegeben, aber heute zähle dieses Argument für ihn nicht mehr.

Abschließend bringt Antonov nochmal seine Forderungen auf den Punkt: “Lasst uns in Richtung Intensität und Qualität schreiten”

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16 Million Shades of Colour
21. Juli 2012 8:20

Sequels und etablierte Marken sind nicht das Problem. Das sind alles nur Etiketten. Auf den Inhalt kommt es an!

puma
20. Juli 2012 12:11

@barbarezaber die deutsche sprachausgabe ist nicht erhalten. schade. ich hätte sofort zugeschlagen.

Barbarez82
20. Juli 2012 10:51

@tetsuo: spec ops gibts diese Woche für. ~18€ bei Play asia im weekly Special. Unbedingt zugreifen. Was Story und gezeigte Bilder angeht würde ich es als sehr mutig bezeichnen. Mein Geheimtipp des Jahres.

captain carot
19. Juli 2012 20:54

Wenn ich das richtig im Kopf hab ist Antonov nicht Design Director bei Zenimax als ganzes sondern bei Arkane für Dishonored un DMoMM, allerdings als freier Mitarbeiter..

Napalus
19. Juli 2012 16:57

@beebermanSagte das die Erzählstruktur echt gut ist. Damit ist ja auch das Storytelling gemeint.;-)

tetsuo01
19. Juli 2012 16:44

Also gegen ein elder scrolls onlione gamespricht eigentlich nichts. Wenn die bewährte Spielbarkeit erhalten bleibt. Und vor allem stell dir mal vor, du hast eine riesige Spielwelt wie Tamriel in der alle Dinge enthalten sind der bisherigen Spielreihe. Ich für meinen Teil freue mich schon darauf endlich durch Vvardenfell HD zu laufen…

Oliver Gruener
19. Juli 2012 16:28

Und gerade Zenimax (Bethesda) bringt mit Elder Scrolls Online eine auf Massenmarkt gestreamte und glattgebügelte Version ihrer Erfolgsreihe, das in dieser Form kein Fan will, weil es gerade so “”in”” zu sein scheint.

Beeberman
19. Juli 2012 14:03

@napalusNaja in Sachen Storytelling ist David Cage schon sehr innovativ.Klar von der Spielmechanik nicht aber das komplette Erlebnis eines Heavy Rains mit solch gut gezeichneten Charakteren gibt es einfach sonst nicht.

tetsuo01
19. Juli 2012 13:39

Als bsp. möchte ich hier spec ops the line anführen. Hab mir gestern mal die Demo gezogen und finde es durchaus ansprechend. Grafik schön, Steuerung flüssig…leider ist es wieder nur so ein Deckungsshooter wie viele andere. Ich würde es zwar kaufen, aber wohl nicht zum Vollpreis. Und das ist der Punkt, wenn ich schon ein Spiel zum Vollpreis kaufe dann muss es mir auch ein mindestmass an Inovation bieten. Es kann von mir aus 1000 gleiche shooter geben, aber dann müssen sie auch billiger sein damit ich sie kaufe. Ich spiele zb auch gerne Fear, aber da weiss ich schon beim erscheinen das es nach 2 Monaten nur noch die Hälfte kostet. Irgendwie müssen die Fearspiele ja auch rentabel sein für die Hersteller, auch wenn sie so gut wie keiner zum Vollpreis kauft.

Christian xy
19. Juli 2012 13:29

Das Problem liegt auch daran das diejenigen, die Spiele machen auf Geldverdienen aus sind. Arbeit sollte Spaß machen. Wäre ich ein Entwickler, würd ich bestimmt kein Shooter machen. Natürlich wäre der Absatz der verkauften Spiele gering, aber darum sollte es nunmal nicht primär gehn.Wenn ich mein Ding durchziehe und nicht irgendwelche Kompromisse eingehe nur um der Allgemeinheit zu gefallen, dann werd ich auch mehr oder weniger erfolgreich sein.Bestes Beispiel war (find ich) Dead Space, nicht das Inovationswunder aber trotzdem mal was anderes. Das Spiel hatte seinen eigenen Flair, seine eigene Atmophäre. Statt dies weiter auszubauen, verlagert man die Entwicklung wieder auf die Geldschiene.Mir wäre es als Entwickler wichtiger sagen zu können, “”ich hab an Zelda mitgearbeitet””, “”wir haben Limbo gemacht””, “”Cell war meine Idee”” anstatt nur zu sagen “”ich hab an einem Shooter gearbeitet der sich gut verkauft hat””

19. Juli 2012 13:13

@ TheBoredHeroBrütal Legend war nicht nur sehr cool, ich persönlich fand es absolut grandios.Man, habe ich das Spiel gefeiert : )

TheBoredHero
19. Juli 2012 13:08

Warum muss ich da direkt an das arme Brütal Legends denken? Das Game war wirklich sehr cool und hat sich etwas von der Masse abgehoben aber leider leider komplett ohne Erfolg 🙁

Dragon29
19. Juli 2012 13:06

Diese Generation ist geprägt von Shootern, die nächste halt von einem anderem Genre, abwarten und Wodka saufen sage ich nur.

Napalus
19. Juli 2012 13:00

@GwydionIch stimme zu 100% zu. Dieser David Cage preist seine Spiele immer als so innovativ an. Um deine Worte zu benutzen “” interaktive Filmchen mit gelegentlichem Knöpfchendrücken””!!!Wenn das so neu und innovativ ist, dann frage ich mich ob der Herr Cag

Gwydion
19. Juli 2012 12:44

An erster Stelle steht für mich immer noch der Spielspaß und solange der stimmt, störe ich mich nicht an Fortsetzungen. “”Innovativ”” heißt eben nicht automatisch auch “”spaßig””. Und interaktiven Filmen mit gelegentlichem Knöpfchendrücken kann ich sowieso nichts abgewinnen.

Asaziel
19. Juli 2012 12:40

Und genug Qualitätsspiele werden von den Gamern ignoriert und verschwinden im Nichts, weil sich aus mir unverständlichen Gründen Medal of Duty 75.3 um Vieles besser verkauft.Das will mir nicht in den Kopf.

puma
19. Juli 2012 12:26

warum sehen mittlerweile fast alle shooter gleich aus. ganz logisch, weil wir sie kaufen. solange wir sie kaufen, wird es diese art von spielen auch geben. darum will auch niemand was neues machen. sie haben mit den jetzigen spielen soviel erfolg. alles andere wäre ein finanzielles risiko.

GaiusZero
19. Juli 2012 12:23

Und die Industrie antwortet mit schallendem Gelächter, während sie in den Millionen baden, die sie mit SpielXY Teil 100 gemacht haben.