Harry Holmwood, CEA der Europa-Abteilung von Marvelous AQL, hat bei einem Vortrag auf der Develop Konferenz die These in den Raum gestellt, dass westliche und japanische Entwickler immer noch voneinander lernen können.
Denn es sei zu einfach, sich japanische Spiele anzuschauen und für seltsam und somit nicht weiter beachtenswert zu halten. Er sei davon überzeugt, dass es viele Sachen gäbe, die in Japan gerade passieren, die im Westen erst in fünf bis zehn Jahren erfolgreich aufgegriffen werden. Als Paradebeispiele sieht er Spielhallenautomaten, die später erfolgreiche Entwicklungen inspiriert haben, wie etwa Peggle, das unverkennbar Anleihen bei den Pachinko-Glücksspielen borgt.
In Japan würden Konsolen immer noch hauptsächlich als Spielemaschinen gesehen, weshalb z.B. Headset-Hersteller sich schwerer tun, beim Publikum anzukommen, auch bei Tablets und Smartphones hat der Westen mehr Erfahrung. Um in Fernost anzukommen, brauche es trotzdem besonderer Leistung, die z.b. Candy Crush Saga mit einer guten Übersetzung und einem einfachen Konzept geleistet habe.
Was im Westen mehr verinnerlicht werden müsste, ist das Auffassung von Spielen als eine Dienstleistung: So seien bei Marvelous AQL 15-20 Leute bei einem Spiel dauerhaft damit beschäftigt, dies auch weiterhin zu betreuen und den Kontakt mit den Spielern zu halten.
Und als Beispiel für positiv wahrnehmbare Monetarisierung sieht Holmwood das Gacha-Prinzip an, also Sammelfiguren oder Sticker in Tütchen aus Automaten – wie bei uns u.a. Fußballsammelbilder. Denn dafür Geeld auszugeben, machen den Spieler Freude und werde weniger als Hindernis wahrgenommen.









[quote=Walldorf]
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[/quote]Unglaublich. 😀 Bin mal gespannt, ob es so “”gut”” wird wie Ride to Hell: Retribution^^
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Harry Holmwood hat vollkommen recht, genauso wie alt und jung voneinander lernen können, sollten japanische und westliche Spiele entwickler ebenso voneinander kulturtechnisch profitieren können.Eines der vernünftigsten und tolerantesten Argumente von Entwicklerseite in der letzten Zeit. Bravo !!!!!!Das Wort des Tages !
Irgendwas muss ja mal passieren, den ewiggleichen Gameplays täte mal ein Paradigmenwechsel gut. Das kann durchaus Vorteile haben, wenn man sich mal austauschen würde. Hat doch früher zwischen Nintendo und Rare ja auch prima funktioniert würde ich meinen. Der Support damals bei den DKC-Spielen seitens Nintendo wurde ja von Rare immer wieder lobend erwähnt. Und einige Japan-Entwickler könnten auch mal ein paar westliche Gedankenanstösse vertragen, gerade in einer dermassen globalisierten Welt, stehen wir doch noch am Anfang, multikultureller Zusammenarbeit.