In drei Wochen erscheint Deus Ex: Mankind Divided, in gut zwei Wochen F1 2016 und in einer Woche sogar schon No Man’s Sky. Vermutlich werden diese Titel die Verkaufs-Charts im August dominieren. Mein spielerischer Höhepunkt des Monats, ja vielleicht sogar des Jahres erscheint aber schon heute: ABZÛ.
Am vergangenen Wochenende hab’ ich das PS4-Downloadspiel in einem Rutsch durchgespielt. Zugegeben: Besagter Rutsch dauerte nur knapp vier Stunden, dafür war er umso intensiver. Zunächst: Was ist ABZÛ? Es ist das erste Spiel des Indie-Studios Giant Squid, das von Matt Nava gegründet wurde. Matt Nava wiederum war als Art Director mitverantwortlich für die Downloadspiel-Hits Flower und Journey. Vor allem das poetische Abenteuer Journey begeisterte uns und viele PlayStation-Zocker extrem und jetzt knüpft Nava mit ABZÛ direkt an den Esprit und das Spielgefühl von Journey an. Einfallslos finden wir das übrigens keineswegs, es gibt schließlich jedes Jahr etliche ähnliche Shooter oder Rollenspiele da darf ruhig nach vier Jahren Pause ein Titel erscheinen, der in die Fußstapfen dieser Spieleperle tritt.

In ABZÛ verkörpert Ihr einen namenlosen Taucher, der durch die Wunderwelten unter der Wasseroberfläche zischt. Ohne Sauerstoff-Begrenzung, Kompass oder Tiefenmesser stattdessen mit flottem Flossenschlag zieht Ihr Eure Bahnen im Meer. Die Steuerung ist elegant und flüssig, aufgrund der 360-Grad-Bewegungsfreiheit kann es aber schon mal vorkommen, dass Ihr die Kamera versehentlich in die falsche Richtung dreht. Weil Euch in ABZÛ aber nichts zustoßen kann, resultiert daraus kein Bildschirmtod, sondern höchstens eine schräge Sicht auf die Dinge. Was gibt es unter Wasser zu tun bzw. zu entdecken? Eine Menge. Ihr erkundet verlassene Gemäuer, bestaunt mysteriöse Statuen und Tempel, findet bunte Wandmosaike und legt gelegentlich ein paar Schalter um.