Angry Birds-Entwickler Rovio hat bekannt gegeben, rund 16 Prozent seiner Angestellten zu entlassen.
Das entspricht ca. 130 Mitarbeitern in Finnland, wie Geschäftsführer Mikael Hed auf seinem Blog der Öffentlichkeit mitteilte. Grund für die Entlassungen sei das zu langsame Wachstum der Firma – trotz der immer noch über 200 Millionen aktiven Angry Birds-Spieler. Die Zukunftsvision der Firma wäre auf Ziele ausgelegt worden, die ein schnelleres Wachstum erfordert hätten. Da diesem nicht nachgekommen werden konnte, müsse man nun handeln und die Ausrichtung des Entwicklers neu fokussieren. So möchte sich Rovio in Zukunft nur noch auf die drei Abteilungen Spiele, Medien und Konsum-Produkte spezialisieren, da diese laut Hed das größte Wachstumspotenzial bieten würden.
“Es ist nie einfach, Veränderungen dieser Art zu machen”, sagt Mikael Hed. “Doch es ist besser, früher als später zu handeln, vor allem wenn wir an einem Punkt innerhalb der Firma sind, an dem das Wachstum noch einmal neu entfacht werden kann. Unser Ziel war es schon immer, unsere Fans zufrieden stellen zu können: Dieses Jahr haben wir mehr frische Spiele und Neuigkeiten anstehen als je zuvor. Trotz dieser traurigen Maßnahmen, die wir intern vornehmen müssen, versuchen wir immer noch, für unsere Fans da zu sein und mit den Produkten, die sie lieben, zu begeistern.
Rovio berichtete 2013 von Verkaufserlösen in Höhe von 156 Millionen Euro. Die Firma sprach gleichzeitig jedoch von einer Halbierung des Gewinns von 55,5 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 26,9 Millionen Euro im Jahr 2013. Grund für die Verluste seien die Ausgaben an der Zeichentrick-Serie “ToonsTV” und dem 2016 erscheinenden Angry Birds-Spielfilm. 2013 hatte der Entwickler noch knapp 300 Personen neu eingestellt, was die Mitarbeiterzahl letztendlich auf ca. 800 Angestellte erhöhte.
Mikael Hed hat bekanntgegeben, Ende 2014 vom ehemaligen Marketing Executive von Nokia, Pekka Rantala, abgelöst zu werden. Er selbst wolle dann die Animations-Abteilung innerhalb des Entwickler-Teams von Rovio übernehmen.