A.I.
Ist nicht das offizielle Kürzel für Anemonenfisch Intelligenz. Auch, wenn man das gegebenenfalls nach Betrachtung einer bestimmten Spielepräsentation vermuten könnte.
Ok, der war mau, aber ich konnte es mir irgendwie nicht verkneifen, Entschuldigung. A.I. oder zu Deutsch K.I. ist natürlich künstliche Intelligenz. Spätestens seit Vorstellung der Playstation 2 und ihrer Emotion Engine versprechen Entwickler in Bezug auf K.I. gerne das Blaue vom Himmel.
Emotionale Reaktionen, das ist eine solche Sache, die seit zwei Konsolengenerationen gerne mal versprochen wird.
Menschenähnliche Reaktionen oder sogar menschenähnliche Intelligenz sind ein anderes Versprechen.
In der Praxis können solche Behauptungen nie aufrechterhalten werden und trotzdem entwickelt sich KI in Spielen kontinuierlich weiter. Gegner, die früher einfach feuernd auf Gegner zu rannten gehen heute in Deckung, flankieren oder ziehen sich zurück. NPC´s können einen Tagesablauf haben. Vor allem aber ist erheblich mehr gleichzeitig möglich.
Die neuen Konsolen bieten hier mit weit größeren Ressourcen wieder neue Möglichkeiten. Echte Massenschlachten mit Gegner auf Killzone Niveau? Denkbar wär´s. Komplexere, abwechslungsreichere Tagesabläufe und vielschichtigere Reaktionen beim nächsten Fallout oder Elder Scrolls? Sollte auch machbar sein. Auch bei einem Next Gen Assassin´s Creed könnten NPC´s sich weit weniger schematisch verhalten als bisher, viel mehr individuelle Verhaltensweisen an den Tag legen. Gerade belebte Szenarien könnten also davon profitieren, ob nun volle Pisten beim Rennspiel, Massenschlacht oder belebtes Cyberpunk-RPG wäre erst mal nebensächlich.
Wartet ein Spiel mit weniger virtuellen Lebewesen auf bestünde natürlich auch einfach die Möglichkeit, sie cleverer und variantenreicher agieren zu lassen, als jetzt schon bei manchen Titeln.
Deswegen muss allerdings noch nicht lange alles perfekt sein. Crytek hat z.B. 2004 eine nahezu fehlerfreie KI programmiert, scheint das aber seit Crysis nicht mehr ohne weiteres hinzubekommen. Das größte medizinische Problem durch Fremdeinwirkung in Himmelsrand lässt sich so auch nicht unbedingt aus der Welt schaffen. Wenn jeder zweite Wächter mal einen Pfeil ins Knie bekommen hat, dann liegt das auch daran, wie viele Dialogvarianten eingebaut werden, die aber alle auch als Sprachaufnahme vorliegen müssen. Mehr Platz, also größere Datenträger und eben größerer Arbeitsspeicher könnten hier zwar helfen, Dialogaufnahmen sind aber auch ein Kostenfaktor.
Schließlich und endlich, wer vorher keine gescheite K.I. auf die Reihe bekommen hat, der muss es in der nächsten Generation nicht unbedingt besser machen. Auch wenn manche Studios, die für saublöde Gegner bekannt sind, Werbung mit klugen Fischen machen.
Ich lass es ja.