NeoGeo X Gold

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Das lange Warten ist vorüber – angeblich. Denn laut offizieller Pressemeldung ist das NeoGeo X Gold, die Neuauflage der legendären Modul-Spielhallen-Konsole mitsamt 20 Spielen, ab heute in den USA und Europa erhältlich! Sogar einen Launch-Trailer bekam das Gerät spendiert, den Ihr unten bewundern könnt.

Wieso schreiben wir aber “angeblich” und “theoretisch”? Weil wir zwar besagte Meldung erhalten haben, aber zumindest auf unserem Kontinent noch keine verlässliche Bezugsquelle aufspüren konnten. So heißt es zwar “teilnehmende Händler” hätten es im Angebot, für Europa scheint das gegenwärtig nur Blaze Funstock in Großbritannien zu sein – und die haben als Termin gegebnwärtig immer noch das ominöse “TBC” dranstehen. Aber vielleicht ändert sich das ja unmittelbar… wir drücken potenziellen Käufern die Daumen!

Mass Effect 3 – im Test (Wii U)

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Es fühlt sich komisch an, dass das Schlusskapitel einer epischen, storylastigen Trilogie auf einer Konsole erscheint, für die die Vorgänger nicht verfügbar sind. Das raubt Euch die auf Xbox 360 – und mit Abstrichen auf PS3 (ME 1 erschien erst kürzlich als Teil der ME Trilogy für PS3) – vorhandene Möglichkeit, Euren Charakter zu importieren. Damit verbunden sind einschneidende Entscheidungen, die starken Einfluss auf die in Teil 3 auftretenden Personen und das Ende haben. Dieses große Manko schwächt die Special Edition mit einer ca. 30-minütigen Story-Rekapitulation ab – dort holt Ihr die oben genannten Entscheidungen nach und frischt Euer Gedächtnis super auf doch wer die Vorgänger nicht kennt, ist aufgeschmissen.

Davon abgesehen wartet ein dramatisches Action-RPG mit reichlich druckvollen Echtzeit-Third-Person-Ballereien, grandios gezeichneten Figuren und starken Dialogen der Rollenspiel-Faktor schwand nach Teil 2 aber weiter. Neu in der grafisch nahezu identischen Wii-U-Fassung sind drei Touchscreen-Gimmicks: Ihr seht dort jederzeit eine große Karte (nett), könnt zahlreiche Fähigkeiten per Daumendruck wählen (praktisch) und Euren Buddies per Wischer Laufbefehle erteilen (fummelig).

Matthias Schmid meint: Wunschlos glücklich macht mich auch die Special Edition nicht – die Mankos (Ballereien sind ’nur’ gut, Nötigung zum Online-Spiel für bestes Ende, weniger RPG als in Teil 1) sind nach wie vor vorhanden. Auch hätte ich mir gewünscht, dass alle DLC-Inhalte dabei sind dafür erhalten Wii-U-Käufer gleich den Extended Cut mit dem erheblich befriedigenderen Ende. Eine Wucht sind noch immer die grandiosen Charaktermodelle und die epische Geschichte. Während die Touchscreen-Features nur nett ausfallen, finde ich die Option, auf dem kleinen Schirm zocken zu können, klasse.

+ inklusive ”Aus der Asche”-DLC und (verbessertem) Extended-Cut-Ende
+ auch auf GamePad-Schirm spielbar
+ epische Geschichte mit dramatischem Finale
+ Schießereien nochmals besser und knackiger als in Teil 2

– wieder weniger lustige Dialoge und Nebenbeschäftigungen als im ersten Teil
– ohne ”Leviathan”- und ”Omega”-DLC – die kommen auch in Zukunft nicht
– kein Wendecover mit weiblichem Shepard (gab’s auf Xbox 360 &amp PS3)

Der Abschluss der Sci-Fi-Saga ist auf Wii U grafisch gleichwertig und hat ein paar nette Zusatzfeatures; ohne Vorkenntnisse ist die Story aber weniger packend.

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Multiplayer
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The Cave

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Joystiq hatte in der vergangenen Woche die Möglichkeit, die Wi-U-Version von The Cave ausgiebig zu begutachten. Dabei fiel ihnen zunächst auf, dass der Touchscreen des GamePads Charakterauswahl und Einstellung der Kamera vereinfacht.

Laut Chris Remo von Entwickler Double Fine soll es das dann aber auch in Bezug auf Unterschiede zu PS3 und Xbox 360 schon gewesen sein. Man habe hart daran gearbeitet, alle drei Versionen auf Augenhöhe zu halten. So werde es etwa auch kein Downscaling geben.

Electronic Arts

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Wie MCV mit Berufung auf den alljährlichen NASDAQ-100-Report vermeldet, ist Electronic Arts aus dem Index gestrichen worden. Außerdem erwischte es noch Netflix und Blackberry-Anfertiger RIM.

Gleichzeitig wird natürlich über die Gründe dafür nachgedacht und zu dem Fazit gekommen, dass der 40-prozentige Kursrutsch im letzten Sommer dafür verantwortlich ist. Schuld daran war der MMO-Flop Star Wars: The Old Republic, der kürzlich sogar in ein Free-to-Play-Modell umgewandelt werden musste.

Ein weiteres Problem bestand mit Medal of Honor: Warfighter, das einerseits von der Presse weitestgehend negativ bewertet wurde und andererseits durch eine teils geschmnacklose Werbekampagne auf sich aufmerksam zu machen versuchte. Einige Analysten sehen darin sogar den Sargnagel für die einst ruhmreiche Serie.

Anfang des Jahres lag der Kurs der EA-Aktie bei etwas mehr als 21 Dollar, fiel in den Sommermonaten auf rund zwölf und ist aktuell bei etwa 15 Dollar.

Saints Row: The Third

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Stolz vermeldete THQ-Präsident Jason Rubin nun via Twitter, dass inzwischen 5,5 Millionen Leute Saints Row: The Third gespielt hätten. Er ließ dabei jedoch offen, ob es sich um die verschifften oder die tatsächlich verkauften Exemplare (im November war hier noch von rund fünf Millionen die Rede) handelt.

Ausgenommen waren hiervon die Humble-Bundle-Verkäufe, denn dann wären es 6,3 Millionen Exemplare gewesen, die vom “Hit, von dem niemand realisierte, dass es ein Hit war” (O-Ton von Rubin) durchverkauft wurden.

Nintendo Land – im Test (Wii U)

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Stellt Euch einen Vergnügungspark vor, in dem Ihr bekannte Nintendo-Welten vorfindet und mit Freunden Minispiele absolviert – willkommen im Nintendo Land! Macht mit uns einen Rundgang durch den Themenpark und lernt die Attraktionen kennen.

Zuerst geht es zu den Solospielen, denn der Park hat auch für Einzelgänger einiges zu bieten. Wir beginnen mit einer Runde ”Yoshis Früchtewagen“. Der grüne Dino mutiert hier zu einem kleinen Gefährt, mit welchem Ihr auf dem Spielfeld Früchte sammeln müsst. Die Route zeichnet Ihr auf dem GamePad ein, die Früchte hingegen seht Ihr nur auf dem TV-Schirm. Nehmt das Obst in der richtigen Reihenfolge auf, umfahrt Hindernisse und erreicht dann den Ausgang. Nach dieser eher entspannten Beschäftigung schwingen wir beim ”Tanz des Kraken“ das Bein. Es gilt dabei, die Bewegungen eines Roboter-Tänzers nachzuahmen. Dazu drückt Ihr die beiden Analogsticks in die angezeigte Richtung. Lassen wir es nun wieder etwas ruhiger angehen, denn anders kommen wir bei ”Donkey Kongs Crashkurs” auch nicht weit. Ein Vehikel soll mittels Kippbewegungen des GamePad durch einen Parcours gelotst werden, der an die Stages des alten Automaten erinnert. Beschleunigen, gegenlenken, Schalter via Schultertaste umlegen – zwischendurch durchfahrt Ihr Checkpoints, an denen Ihr nach einem Crash erneut starten dürft.

Als Nächstes wartet ”Takamarus Ninja-Festung“ darauf, von bösen Ninja-Schergen befreit zu werden. Um das zu schaffen, haltet Ihr das GamePad hochkant und schleudert per Wischbewegung Wurfsterne gen Fernseher. Eure Feinde tauchen mal einzeln, mal in Gruppen auf und greifen mit Rauchbomben, Schwertern und Wurfsternen an. Steigern wir das Tempo mit der nächsten Attraktion weiter: ”Captain Falcons rasantes Rennen“ führt Euch über futuristische Rennstrecken, wo Ihr verschiedene Abschnitte innerhalb eines Zeitlimits absolvieren und dabei jeder Menge Fallen ausweichen müsst – zusätzliches Tempo nehmt Ihr über Beschleunigungsfelder auf. Unsere letzte Station ist ”Ballonausflug bei steifer Brise“. Eure Mii-Figur hängt hier an drei Ballons, mit deren Hilfe sie durch die Levels fliegt. Steuert sie mittels Touchpad-Bewegungen vorbei an Stachelballons und aggressiven Vögeln bis zur nächsten Landeplattform, Treffer rauben Euch dabei jeweils einen Ballon. Auf Wunsch unterstützt Euch ein zweiter Spieler bei allen Einzelspieler-Aufgaben mit unsichtbarer Hand – so kann er bei ”Yoshis Früchtewagen“ etwa Obst aufnehmen.

Wir setzen unseren Parkrundgang mit den Attraktionen für bis zu fünf Spieler fort. Einer davon spielt mit dem GamePad, die anderen nutzen je eine Wii-Remote. Wer lieber weiter allein unterwegs sein möchte, darf die folgenden drei Spiele auch ohne Begleitung erleben. Wir starten mit ”The Legend of Zelda – Herausforderung zum Kampf“. Hier schlüpfen die Avatare in Link-Outfits und kämpfen sich an Gegnern vorbei zum Triforce. Der GamePad-Spieler verschießt mit einem Bogen Pfeile, die anderen Helden ziehen mit Schwert und Schild in den Kampf. Die Figuren bewegen sich selbstständig, lediglich bei den Auseinandersetzungen ist Euer Können gefragt. Bogenschützen nutzen das GamePad zum Zielen, Schwertkämpfer schwingen die Remote. Nächster Halt: das ”Pikmin Abenteuer“. Als Tablet-Spieler schlüpft Ihr in die Rolle von Captain Olimar. Bewegt den Astronauten mit den Analogsticks und kommandiert via Touchscreen die Pikmin. Werft die kleinen Wesen auf Feinde und Gegenstände, um durch die bunten Levels zu Eurer Rakete zu gelangen. Wer zur Remote greift, schlüpft mit seinem Mii in ein Pikmin-Kostüm und darf auf Tastendruck Gegner angreifen. Gespielt wird sowohl kooperativ als auch gegeneinander – letztere Variante hetzt Olimar und Pikmin gegeneinander auf. ”Metroid Schießerei“ setzt Euch bei Wahl des GamePads in Samus’ Raumschiff und lässt Euch in einer großen Arena auf die anrückenden Gegner feuern. Die anderen Spieler unterstützen die Schlacht vom Boden aus im bekannten Metroid-Kampfanzug. Absolviert darüber hinaus gemeinsam Spezialmissionen oder kämpft gegeneinander in einer ’Luft vs. Boden’-Schlacht.

Die letzten drei Stationen unseres Parkrundgangs sind für 2 bis 4 Besucher ausgelegt. Wir beginnen mit ”Jagd auf Mario“: Hier übernimmt der Spieler mit GamePad die Kontrolle über einen Mii im Mario-Kostüm und versucht, bis zum Ablauf eines Zeitlimits vor seinen Häschern zu flüchten. Auf dem kleinen Screen sieht er das ganze Level sowie die Position seiner Verfolger – diese werden von den anderen Spielern gesteuert. Nächster Halt: ”Luigis Geistervilla“. Greift zum GamePad und jagt als Geist Eure Kontrahenten. Deren Bewegungen verfolgt Ihr auf dem Touchscreen. Die anderen Spieler sind mit Taschenlampen bewaffnet und versuchen, den unsichtbaren Geist aufzuspüren – achtet auf die Vibration der Remote. Die letzte Station unseres Ausflugs führt zu ”Animal Crossing: Ein süßer Tag“. Mittels GamePad-Sticks steuert Ihr zwei mit Messer und Gabel bewaffnete Jäger, welche versuchen, die anderen Figuren am Sammeln von Süßigkeiten zu hindern.

Grafisch präsentiert sich Nintendo Land bunt und scharf gezeichnet, aber etwas detailarm. Musikalisch gibt es vor allem passende Interpretationen bekannter Nintendo-Melodien. Die Reise in den Vergnügungspark könnt Ihr übrigens auf zwei Arten antreten: Kauft entweder das Wii U Premium Pack inklusive Spiel oder erwerbt das Game einzeln.

Sascha Göddenhoff meint: Im ”Nintendo Land“ lässt sich viel erleben. Der Umfang ist groß und die Spiele fallen abwechslungsreich aus. Die Auswahl der bekannten Nintendo-Themen finde ich gelungen, allerdings vermisse ich eine Kirby-Attraktion – die hätte in Sachen Stil super gepasst. Als Solo-Besucher kann mich ”Nintendo Land” nicht lange unterhalten, es mangelt mir einfach an Anspruch. Mit mehreren Gästen entfaltet der virtuelle Themenpark jedoch seine volle Spielspaß-Wirkung. Die Steuerung ist simpel und schnell begriffen, weshalb jede Altersgruppe mitmachen kann. Die Möglichkeiten des GamePad werden letztlich aber nur angerissen – was die Peripherie wirklich zu leisten imstande ist, müssen andere Spiele zeigen. Auf jeden Fall bekommt Ihr eine kompetente Minispiel-Sammlung mit einer großen Portion Nintendo-Charme.

  • 12 Minispiele in bekannten Nintendo-Bereichen
  • zweiter Spieler kann per Wii-Remote im Solo-Spiel unterstützen
  • erspielt Items für den Plaza

Sehr gute Minispiel-Sammlung mit großem Umfang, die im Mehrspieler-Modus zur Hochform aufläuft.

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Multiplayer
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Pikmin

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Mit dem britischen GamesMaster-Magazin hat Nintendo-Ikone Shigeru Miyamoto über über die Entstehung und ursprünge der Pikmin-Serie geplaudert.

So gebe es bei Nintendo keine vorgegebene Methode der Spielentwicklung, manchmal habe man zu Beginn schon genau definierte Ziele, manchmal nur vage Vorstellung, was letztlich dabei rauskommen wird.

Das erste Pikmin fiel offenbar in zweitere Kategorie, denn “unsere Ursprungsidee war, dass es nett sein müsste, wenn man einem Haufen kleiner Kreature dabei zusieht, wie sie irgendwas tun. Zum Beispiel, dass sie ihr Dorf beschützen und gleichzeitig versuchen, es zu erweitern.”

Captain Olimar kam erst hinterher dazu: “Dass der Spieler als Charakter auftaucht, haben wir später hinzugefügt. Anfangs dachte ich, es wäre nicht interessant genug, denn ursprünglich wurden die Pikmin als eine Art von Waffen verwendet, die der Spieler selbst abfeuern konnte.”

Klingt irgendwie seltsam, und zum Glück hat sich diese Idee nicht durchgesetzt, weshalb Pikmin 3 im 2. Quartal für Wii U erscheint und das Konzept der beidem GameCube-Teile weitgehend aufrecht erhält.

Ninja Gaiden Sigma 2 Plus

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Wie VG247 vermeldet, wird Ninja Gaiden Sigma 2 Plus am 1. März 2013 in unseren Gefilden erscheinen. Die USA sind drei Tage vorher an der Reihe.

Die aufgemotzte Umsetzung der PS3-Version enthält zusätzlich einen vereinfachten “Hero”-Modus mit Touchscreen-Steuerung sowie eine “Ninja Race”- und “Tag Mission”-Variante.

UK-Charts

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Diese Spiele wurden auf der Insel in der vergangenen Woche am meisten gekauft:

  1. Call of Duty: Black Ops II (360)
  2. Just Dance 4 (Wii)
  3. Call of Duty: Black Ops II (PS3)
  4. Hitman: Absolution (360)
  5. Halo 4 (360)
  6. Hitman: Absolution (PS3)
  7. FIFA 13 (360)
  8. Far Cry 3 (360)
  9. Assassin’s Creed III (360)
  10. FIFA 13 (PS3)
  11. WWE ’13 (360)
  12. Far Cry 3 (PS3)
  13. Assassin’s Creed III (PS3)
  14. Need for Speed: Most Wanted (PS3)
  15. Need for Speed: Most Wanted (360)
  16. Lego Der Herr der Ringe (360)
  17. The Elder Scrolls V: Skyrim (360)
  18. Football Manager 2013 (PC)
  19. WWE ’13 (PS3)
  20. Forza Horizon (360)
  21. New Super Mario Bros. 2 (3DS)
  22. Forza Motorsport 4 (360)
  23. Wonderbook: Book of Spells (PS3)
  24. Moshi Monsters: Moshling Theme Park (DS)
  25. Skylanders Giants (Wii)

Wächter von Mittelerde – im Test (PS3)

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Spiel:
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Wer nur selten über den Tellerrand der Konsolenwelt blickt, dem werden Begriffe wie ”MOBA” oder League of Legends nur wenig sagen. Nachdem vor einigen Monaten bereits Awesomenauts leidlich erfolgreich Interesse dafür entfachen wollte, ist nun der nächste Versuch von Monolith mit einem massentauglichen Lizenz-Zugpferd dran.

Auf den ersten Blick sind sich Wächter von Mittelerde und Awesomenauts recht ähnlich: Zwei Gruppen treten gegeneinander an, um die Basis des Gegners zu zerstören. Bei den Tolkien-Schlachten bilden jeweils fünf Wächter ein Team, dabei kämpfen schon mal z.B. Gandalf und Sauron Seite an Seite. Die Wächter wählt Ihr aus fünf Klassen aus: Taktiker, Zauberer, Verteidiger, Angreifer und Krieger. Das Angebot fällt mit über 20 Charakteren zufriedenstellend aus, zudem spielen sich die Helden und Schurken aufgrund individueller Bewaffnung und Spezial-Attacken angenehm unterschiedlich.

Habt Ihr Euch für einen Wächter entschieden, geht es an die Vorbereitung auf die Schlacht: Hier entfaltet das MOBA seine spielerische Tiefe. Erstellt bis zu zehn benutzerdefinierte Ausrüstungssets: Stattet den Wächter mit Tränken und erlernten Spezial-Kommandos aus. Bestückt den Gürtel Eures Charakters mit allerlei Relikten und Juwelen, die dauerhafte Boni auf Attribute wie Stärke oder Gesundheit gewähren. Das Experimentieren mit vielfältigen Ausrüstungsmöglichkeiten in Kombination mit der Vielzahl der Wächter macht einen Großteil des Reizes von Wächter von Mittelerde aus, denn auf dem Schlachtfeld selbst überzeugt das MOBA nicht so recht.

Zwar wirkt das Geschehen durch auflevelbare Geschütztürme und Kasernen, die in regelmäßigen Abständen Soldaten ausspucken, weitaus dynamischer als in Awesomenauts. Da Ihr Euren Wächter allerdings zu Beginn jeder Schlacht neu
aufleveln müsst, nehmen die Kämpfe oft nur langsam Fahrt auf. Habt Ihr Euch nach einigen Runden daran gewöhnt, müsst Ihr den nächsten Klops der Entwickler verdauen: So findet der Kampf um Mittelerde auf gerade einmal zwei Karten (eine große und eine kleine Variante) statt. Verschiedene Spiel-Modi sucht Ihr ebenfalls vergeblich, es gibt nur einfache Schlachten.

Auch solltet Ihr stets ein paar Freunde zur Hand haben: Denn falls Ihr Eure Taktik für die Schlacht nicht mit Mitstreitern besprecht, verkommen die Schlachten schnell zur Geduldsprobe, was auch am teilweise schlechten Balancing der Wächter und dem noch sehr zähen Matchmaking liegt.

Stefan Stöckmann meint: Da mich Awesomenauts nicht faszinierte, war ich gespannt, ob es Monolith gelingen würde, mich für MOBAs zu begeistern. Nach den ersten Spielminuten sah es danach aus: Die Präsentation ist stimmig, die vielen Möglichkeiten, einen der zahlreichen Wächter zu individualisieren, überzeugten. Doch nachdem die ersten Schlachten geschlagen waren, folgte die Ernüchterung: Für 15 Euro bekomme ich gerade einmal zwei Karten und einen Spielmodus – Frechheit! Gerade bei einem Titel, der seinen Schwerpunkt auf Online-Schlachten setzt, grenzt das an Abzocke, nicht zuletzt angesichts der bald erscheinenden, kostenpflichtigen DLCs bzw. der 30 Euro teuren PS3-Komplettbbox.

Spielerisch interessante, aber im Umfang arg limitierte Action-Strategie.

Singleplayer7
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