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| Spiel: | James Bond 007: Blood Stone |
| Publisher: | Activision |
| Developer: | Bizarre Creations |
| Genre: | Action |
| Getestet für: | 360, PS3 |
| Erhältlich für: | 360, PS3 |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: | 1 / 2011 |
James Bond macht aufgrund von Geldnöten der Filmfirma eine Leinwandpause und erlebt sein nächstes Abenteuer exklusiv als Videospiel. Anders als der für Wii erschienene Markenkollege GoldenEye 007 setzt Entwickler Bizarre Creations für seinen PS3- und Xbox-360-Agenten nicht auf das Ego-Shooter-Konzept. Stattdessen seid Ihr mit 007 in Third-Person-Abschnitten unterwegs oder schnappt Euch das Lenkrad bei rasanten Fahrmissionen, die etwa ein Drittel der 17 Levels ausmachen.
Die ballerlastigen Zu-Fuß–Einsätze bedienen sich bei Vorbildern wie Splinter Cell Conviction oder Batman: Arkham Asylum: Sam Fisher steuert Nahkampfattacken bei, durch die Ihr ’Fokus’-Angriffe gewinnt. Aktiviert Ihr diese per Tastendruck, wird der anvisierte Feind garantiert mit einem Treffer niedergestreckt. Vom Fledermaus-Detektiv könnte Bonds Smartphone stammen, das die Umgebung mit einem digitalen Filter überzieht, der jederzeit den Weg zum nächsten Checkpoint und die Position aller Gegner anzeigt. Wenig überraschend könnt Ihr an allen möglichen Objekten in Deckung gehen und von dort aus Feinde anpeilen, was die in der Regel nicht weiter stört: Die Schurken sind in Blood Stone taktisch nicht sonderlich versiert und stehen deshalb gerne unbeteiligt herum oder reagieren wenig intelligent auf Eure Angriffe. Auch grafisch sind die Zu-Fuß-Abschnitte nüchtern in Szene gesetzt, nur vereinzelt fallen etwa am Schauplatz Monaco mehr grafische Details ins Auge. Bond und Chefin M überzeugen mit ihren Originalstimmen, die Mimik ihrer Polygon-Ebenbilder fiel dagegen etwas steif aus.
Am dynamischsten sind die Fahrsequenzen, in denen Ihr mit Sportflitzer oder Schnellboot meist einem fliehenden Bösewicht auf den Fersen bleiben müsst. Hier kracht und scheppert es laufend, schicke Wetter- und Wassereffekte und ein hohes Tempo machen Eindruck – angesichts Bizarres Project Gotham Racing-Erfahrung kein Wunder. Dafür hält sich der spielerische Tiefgang in engen Grenzen, da alle Ereignisse vorbestimmt sind und Ihr durch Auswendiglernen der Route am besten vorankommt. Letztlich entpuppt sich Blood Stone als Action-Happen für Hobby-Agenten ohne große Ansprüche, der nicht zuletzt wegen der kurzen Spielzeit keinen bleibenden Eindruck hinterlässt – daran ändern auch die (wenig originellen) Online-Schießereien nichts.











Das Spiel habe ich vor 2 Wochen nochmal angefangen, da ich es als sehr spaßiges Actiongame mit reichlich Bond-Flair in Erinnerung hatte.
Der Eindruck bestätigte sich dann und ich hab‘ die ersten paar Levels in einer Rutsche durchgezockt. Durch den Classic-Test zur passenden Zeit erinnert, geht es dann wohl heute Abend weiter😊
Der eigens für das Game gemachte Bond-Song von Joss Stone ist richtig gut und hätte einem Bond-Film auch gut zu Gesicht gestanden, ebenso der obligatorische Titelvorspann, da wurde tolle Arbeit geleistet.
Die Original-Charaktere sowie ihre deutschen Synchronstimmen aus den Filmen (Bond, M) tragen viel zur tollen 007-Atmo bei, auch wenn M im Auftakt klingt, als hätte sie das schlafwandelnd eingesprochen, da fehlte die gewohnte Schärfe, ich frage mich echt, was da schief gelaufen ist…
Der Ablauf entspricht relativ exakt dem typischen Bondfilm-Schema: Actionsequenz, Titelvorspann, Briefing durch M, dreimal um die Welt, Enthüllung der ganzen „Wahrheit“, Showdown. Ist echt so, als hätte man einen Film versoftet, der nur länger dauert, da man die Actionlevels selbst spielt.
Test und Wertung gehen objektiv betrachtet so in Ordnung, begeisterungsfähige Bondfans (wie ich) würden vermutlich großzügig auf 80 Punkte aufrunden.
Zumal ich die Story tatsächlich besser fand‘ als in etlichen der Filme. Gebe Ulrich recht, besser als „Quantum Trost“, aber schlechter als „Casino Royale“ -aber welcher Bondfilm (außer mglw. noch Skyfall“) ist schon besser als „Casino Royale“? Der schlägt sogar „Goldfinger“ um Längen. Und ich liebe „Goldfinger“.
Die „Blood Stone“-Storyline ist im Kern total klassischer Bond-Stoff, der sich aber inhaltlich nicht in Albernheiten verliert wie zB „Diamantenfieber“ oder „Moonraker“ (die ich persönlich für die schlechtesten Bond-Filme halte😇😊)
Kann ich also jedem Bond-Fan empfehlen.