James Bond 007: Blood Stone – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Screenshot von James Bond 007: Blood Stone
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James Bond macht aufgrund von Geldnöten der ­Filmfirma eine Leinwandpause und erlebt sein nächstes Abenteuer exklusiv als Video­spiel. Anders als der für Wii erschienene Markenkollege Golden­Eye 007 setzt Entwickler Bizarre Creations für seinen PS3- und Xbox-360-Agenten nicht auf das Ego-Shooter-Konzept. Stattdessen seid Ihr mit 007 in Third-Person-Abschnitten unterwegs oder schnappt Euch das Lenkrad bei rasanten Fahrmissionen, die etwa ein Drittel der 17 Levels ausmachen.

Die ballerlastigen Zu-Fuß–Einsätze bedienen sich bei Vorbildern wie Splinter Cell Conviction oder Batman: Arkham Asylum: Sam Fisher steuert Nahkampfattacken bei, durch die Ihr ’Fokus’-Angriffe gewinnt. ­Aktiviert Ihr diese per Tastendruck, wird der anvisierte Feind garantiert mit einem Treffer niedergestreckt. Vom Fledermaus-Detektiv könnte Bonds Smartphone stammen, das die Umgebung mit einem digitalen Filter überzieht, der jederzeit den Weg zum nächsten Checkpoint und die Position aller Gegner anzeigt. Wenig überraschend könnt Ihr an allen möglichen Objekten in Deckung gehen und von dort aus Feinde anpeilen, was die in der Regel nicht weiter stört: Die Schurken sind in Blood Stone taktisch nicht sonderlich versiert und stehen deshalb ­gerne unbeteiligt herum oder reagieren wenig intelligent auf Eure Angriffe. Auch grafisch sind die ­Zu-Fuß-Abschnitte nüchtern in Szene ­gesetzt, nur vereinzelt fallen etwa am Schauplatz Monaco mehr grafische Details ins Auge. Bond und Chefin M überzeugen mit ihren Originalstimmen, die Mimik ihrer Polygon-Ebenbilder fiel dagegen etwas steif aus.

Am dynamischsten sind die Fahr­sequenzen, in denen Ihr mit Sportflitzer oder Schnellboot meist einem fliehenden Bösewicht auf den Fersen bleiben müsst. Hier kracht und scheppert es laufend, schicke Wetter- und Wassereffekte und ein hohes Tempo machen Eindruck – angesichts Bizarres Project Gotham Racing-Erfahrung kein Wunder. Dafür hält sich der spielerische Tiefgang in engen Grenzen, da alle Ereignisse vorbestimmt sind und Ihr durch Auswendiglernen der Route am besten vorankommt. Letztlich entpuppt sich Blood Stone als Action-Happen für Hobby-Agenten ohne große Ansprüche, der nicht zuletzt wegen der kurzen Spielzeit keinen bleibenden Eindruck hinterlässt – daran ändern auch die (wenig originellen) Online-Schießereien nichts.

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