
Ein Report von Superdata zeigt jetzt, dass die Absage der diesjährigen E3 den meisten Publishern keinesfalls geschadet hat. So wurde etwa Ubisoft Forward im Juli von mehr Leuten angesehen als vergleichbare Veranstaltungen in den Vorjahren.
Auch Sonys PS5-Event im Monat davor hatte mit 1,51 Millionen Zuchauern pro Minute mehr Aufmerksamkeit als z.B. die Game Wards 2019 oder Nintendos Direct-Präsentation zur letztjährigen E3 (wobei der Vergleich hier vielleicht etwas hinkt, da in diesem Fall die neue Konsole des Marktführers ausführlich gezeigt wurde und es in den anderen Fällen “nur” neue Software zu sehen gab).
Grundsätzlich ist jetzt jedenfalls zu verstehen, warum immer mehr Hersteller, wie etwa Sony, der E3 den Rücken gekehrt haben und lieber eigene Präsentationen abhalten. Der gestiegene Zuspruch zu besagten separaten Veranstaltungen gibt ihnen nämlich recht.
Die E3 soll trotz allem 2021 wieder abgehalten werden.


















@JACK POINT Die Nachfrage nach dem traditionellen E3-Format ist dennoch immens bei den Konsumenten, wenn man sich die zurückliegenden Besucherzahlen der letzten Jahre ansieht. Gerade auch Indie-Entwickler können sich mit dem “08/15”-Veranstaltungsrahmen Gehör verschaffen.
Die Chance ist höher, dass sich Publisher Platzhalter auf der E3 einigen präsentieren kann, als dass diese Besucher spontan im Internet auf PublisherPlatzhalter.com gezielt gehen. Ich würde es dem ein oder anderem verlorenen Studio auch gönnen, mit der E3 wieder unter den Lebenden zu wandeln. Zu deinem letzten Beitrag: da scheinst du mich falsch verstanden zu haben, professionell seriöse Formate wie die M!-Games sind doch Medien, die gezielt auf einen Schlag alles wissenswerte (und Extra-Know-How) anbieten. Da bekommt der Konsument News zu Publikationen, die die Welt beschäftigen (Triple-A) und aber auch das ein oder andere wertvolle Juwel. Dementsprechend denke ich durchaus, dass die M!-Games das E3- Themenfeld immer abdeckt/abdeckte. Und das finde ich persönlich, hat der “anspruchsvolle” Medieninteressierte nicht bei den Anbietern im Netz, die meinen, jeden Tag aufs Neue irgendeine Neuigkeit zu besprechen, ohne auf ein Fazit zu kommen.
Beispiel: netzwelt, tom’s guide und derlei Seiten behandeln so oft unansprechende Dinge und unseriöse Bezugsquellen, bei deren Lesen ich nach 5 Minuten nichts an Informationen zugelernt habe. Wenn ich dann wieder lese, an dem Termin soll das und das starten, und nach zwei Seiten kommt die Redaktion zu dem Schluss, das man dem nicht trauen kann oder der Leaker so zuverlässig war, dass man ihm/ihr trauen kann… was hab ich davon? Verschwendete Zeit im Internet. Ich bin genauso schlau wie vorher. Fällt für mich auch schon unter Clickbaiting. Hauptsache ne Schlagzeile ins Netz gestellt und geködert, obwohl es nichts neues gab.
Lange Rede, kurzer Sinn: Traditionelle Formate wie die E3 laden zu einem Ort ein, unter Gleichgesinnten das Thema der Videospiele hautnah zu erleben, mit dem Luxus, den Publisher meiner Wahl aufzusuchen und aber auch andere Publisher fürs “Entdecken und Forschen” an einem Platz zu haben. Ohne mich durchs Netz zu wühlen und abzuwarten, wann der nächste Termin ansteht. Und sollte ich nicht die E3 besuchen können, hab ich immer noch mein informatives Hochglanzheftchen namens M!-Games.
Da schließ ich mich Euch nur bedingt an, da es ja zuvor bereits viele Absagen für die E3 gegeben hatte und das zieht sich ja seit Jahren schon so hin. Klar, die Zahlen für die diesjährigen Events als einzige Bestätigung wäre Schwachsinn, da dieses Jahr ja total aus der Reihe fällt, aber es gab doch die letzten Jahre genügend Events, die extra oder nur etwas zur Zeit der E3 stattfanden, sodass man sie nur gedanklich dazuzählte.
Das richtige E3-Gefühl ist schon seit ein paar Jahren verloren gegangen. Aber gut, die Show könnte ja eigentlich für Hersteller wie THQ Nordic, 505 Games, Koch Media usw. heute mehr wert sein, da ihnen die Großen nicht die Show stehlen, aber ob das so viele anzieht?
Es ist der E3 dieses Jahr zumindest eher eine noch kleinere eigene Show erspart geblieben.
@kenneth-hp
Also ich weiß nicht, wie Du das früher gemacht hast, aber ich hätte mir immer eine einzige Quelle gewunschen, wo ich wirklich alle Inhalte der E3 erhalten hätte, aber das war ja auch alles andere als der Fall.
Da gab´s ja von zig Stellen Infos, mal von dem das exklusiv, mal was Anderes an anderer Stelle. Da hatte ich immer das egal, dass egal welche Zeitschrift ich lese oder bei welcher Online-Seite ich reinschaue, ich immer viel verpasse und so war es auch.
Stimme da meinen Vorkommentatoren zu. Ich würde eher davon ausgehen, dass durch Corona den Menschen ja nichts anderes blieb, als für ihr Lieblingshobby auf das Internet zuzugreifen. Ergo gab es einen Zuwachs an Zuschauern für E-Events. Wenn ich E3-Besucher gewesen wäre, hätte ich dennoch das Event dieses Jahr vermisst, da doch erst solche Ereignisse einen perfekten zusammenfassenden und zentralen Überblick bieten. Man möge mich für altmodisch halten, aber ich hasse es, extra bei Ubi, Microsoft, Sony, Square und Co. überall reinschauen zu müssen und mir Termine zu setzen, um kreuz und quer durchs Internet zu wandern… so kommt doch auch gar kein “Event”-Feeling auf. Suchen wir uns nicht auch gerade solche Veranstaltungen aus, weil man unter die Leute kommt, hautnah dabei ist und die Eindrücke intensiver und prägender sind? Und weil der Mensch doch auch seine soziale Komponente ausbilden muss. Daran sollte Sony auch mal denken.
So auch mein Verfahren mit der M!-Games. Ich würde das Printmedium so vermissen, da ich auf einen Blick zahlreiche Infos habe, die ich sonst nirgendwo bekomme oder wenn dann nur Stuss à la t3 oder tom’s guide (wie sie eben heißen). Es ist einprägender, konformer, übersichtlicher, informativer, seriöser und eben… griffiger.
Der Vergleich hinkt gewaltig und recht gibt er schon mal gar nicht.
Zur Zeit sitzen viele Leute schlicht Zuhause mehr oder weniger fest. Haben Home Office oder Kurzarbeit. Reisen und Urlaub ist auch kaum möglich weswegen viele drauf verzichten.
Also haben die Leute auch mehr Zeit sich Medien im Internet und Fernsehen zu widmen.
Ich hab die E3 vermisst und fand diese zeitlich total zerstückelten Veranstaltungen doof. Und dann waren die auch noch größtenteils langweilig (EA, Ubi) oder überhyped (Sony, MS).
Wenn das Virus unter Kontrolle ist.