Patricia Vance, Präsidentin des ESRB (quasi die amerikanische Variante der USK, nur ohne gesetzliche Relevanz), hat mit Gamasutra über generelle Probleme bei Altersfreigaben von Videospielen und der Umgang der Politik mit dem Medium gesprochen. Dabei kamen durchaus interessante Positionen zum Vorschein, die wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollen.
Hauptproblem sei dabei zunächst, dass die Freigabe “Adults Only” (abgekürzt AO; mit dem deutschen Pendant “Keine Jugendfreigabe” vergleichbar) von der Öffentlichkeit stets mit sexuellen Inhalten assoziiert wird, was die Wahrnehmung eines Titels natürlich beeinflusse. Konsequenz sei, dass viele Hersteller versuchten, auch bei eigentlich dafür ‘passenden’ Gewaltspielen eine AO-Bewertung durch Schnitte zu umgehen. Wenn sich dieses Bild wandeln würde, wäre das gut für das gesamte System.
Kontraproduktiv seien dabei jedoch Klagen oder Gesetzesvorhaben der Politik, da sie letztlich nur Steuergelder verschwendeten und zu nichts führten. Es sei hingegen sehr gut, dass etwa der Supreme Court auf ihrer Seite stünde und auch für Videospiele das “Recht der freien Meinungsäußerung” anwende. Dasselbe gelte auch für die Federal Trade Commission, die sogar jährlich einen entsprechenden Lagebericht für den Kongress anfertige, was auch in Zukunft so bleiben werde. Folglich sei eine Kontrollinstanz bereits vorhanden.
Am Ende verleiht Patricia Vance ihren Worten Nachdruck, indem sie nochmal ihre Hoffnung betont, dass der Supreme Court bestimmte Gesetze gegen Videospiele bald abschafft oder zumindest keine neuen mehr zulässt. Die ersten Schritte in diese Richtung seien ja bereits getätigt worden.








