
Dieser Artikel stammt aus der M! 340 (Januar 2022).
MANCHESTER • Als Game- und Weltenschöpfer will Chris Roberts seit jeher hoch hinaus, scheut Multimedia-Megalomanie nicht. Er produziert Wing Commander, die audiovisuell und technisch anspruchsvollste Spielereihe der frühen 1990er, Sci-Fi-Opern, die nur auf leistungsfähigsten PCs optimal laufen. Teil 3 und 4 dreht er als konkurrenzlos budgetierte Interactive Movies (mit Mark Hamill, Malcolm McDowell, Ex-Pornostar Ginger Lynn) und erfüllt sich 1999 den Traum eines Wing Commander-Spielfilms. Sein größtes Ding lanciert Roberts 2011 mit Star Citizen, einem Online-Universum für Piloten, Krieger und Händler.
Dessen Schwarmfinanzierung läuft bis heute: Auf Kickstarter & Co. sammelte Roberts bisher ca. 450 Millionen US-Dollar. Seine Firma Cloud Imperium least im April 3.000 m2 Arbeitsfläche in Frankfurt und kündigt jetzt die Aufstockung der englischen Mannschaft an, die bislang 400 der 700 CI-Mitarbeiter ausmacht: ”Über 1.000 neue Jobs” will CI ab Mai 2022 in Manchesters neuem IT- und Medien-Cluster ”Enterprise City” schaffen und so die Niederlassungen in L.A., Texas und Frankfurt verstärken. Wann Star Citizen oder der Soloflug Squadron 42 fertig werden, verrät Roberts nicht: Längst die teuerste Game-Produktion aller Zeiten, ist Star Citizen noch ein geschlossener Spaß für gut 3 Millionen Schwarminvestoren.









Darin sehe ich auch kein Problem bzw. wäre es eins, was mich betrifft, wäre dem nicht so, andere Meinungen akzeptieren zu können.
@ghostdog83
Das hast du leider falsch interpretiert, wenn ich selber bereits schrieb:
und
Da vermische ich nix, redete nur nicht über DLC’s die “echte” später hinzugefügte “Erweiterungen” bekamen, welche eher aufgrund der großen Beliebtheit des Spiels programmiert wurden. Wenn dann legst du es also nur so aus, vielleicht weil du dich mit dem ist-Zustand bereits arrangiert hast. Es gibt genug Spiele wo mehr als offensichlicht war das dort Dinge beabsichtigt rausgeschnitten wurden, um nochmal Kasse zu machen. Die Liste ist gar lang und fängt nicht erst bei Assassin’s Creed 2 an, wo ein Blinder sehen konnte das (im SP!) dort die Sequenzen 12 und 13 einfach vor Release entfernt wurden.
Wobei es heute ja bereits zum guten Ton gehört ein Game zu releasen und direkt zum Start noch ‘nen DLC nebenbei gleichzeitig zu verkaufen — und die Spieler frohlocken. Das wird einem dann mitunter als “Live-Service”, im Volkmund eher als Bananenware, verkauft. Im Grunde sinds aber nur Early Access Titel zum Vollpreis, inkl. Nachpreis.
Aber wie gesagt, ich schrieb doch danach selbst das die Sache mit DLC’s nich ma so nahe daran kommt wie es eben die Episoden-Formate sind. Somit auch nix vermischt.
Jedoch ist deine Aussage:
..halt auch nur deine Aussage. Ich sehe das nicht so. Und der “Pöbel” der sich in manchen Kommentaren auf Newsseiten dazu geäußert hat wohl auch nicht. 😉 Meine Aussage darauf und meine Einstellung dazu beruhte wiederum nur auf der Aussage von Square, die damals angaben das sie das Episoden-Format nur deswegen wählten weil das alles zu remaken ja soooviel Arbeit macht, und unmengen an Kosten hat, dass ihnen im Grunde garkeine andere Wahl bliebe. Nur… war es nicht viel mehr Aufwand soviel neues zu erfinden, zu zeichnen, zu baun, zu programmieren, was bald mehr ausmachte als der Teil vom Original? Und das alles.. nochmal für alle weiteren Episoden? ..als Füller. Und dann auf dem Cover nich einmal zu schreiben “Hey, vorsicht, ist nur der 1’ste von X Teilen”? Tja, das kannst du gerne anders sehen als ich.
da mich dieser comic lookvon no mansky etwas abschreckt wär ich sehr dabei mal bei star citizen reinzuschauen…hab aber kein potenten pc dafür und mir ist es so nochschlicht zu teuer für ein early access. sieht super aus das spiel, funktioniert sicher wie ein eve online oder ff14 das es von deinen eigens gesteckten zielen lebt, das spiel wird dir viele möglichkeiten bieten dir aber die wahl lassen was man nu genau macht….find so ein spielprinzip sehr gut dadurch wird die leere welt lebendig….weil jeder seiner tätigkeit nachgeht….verfolge mit spannung die neusten sachen aus der ecke, momentan gibts ja wirklich heftige kritik auch seitens der community. für mich ist DAS to go weltrauspiel immer noch eve. das topt so schnell erstmal nix allein die teuer manche schiffe bei star citizen sind….da fässt man sich schon an kopp das es menschen gibt die für ein schiff tausende von euros hinlegen…..die kaufen das spiel und müssen noch schiffe mit echtgeld bezahlen….tolles konzept für die firma und kohle zu machen….der kunde wird hier in alle nbereichen geprellt imo.
Ich schnüffel gerne am Kleister von Square Enix.
@RYU
Du wirfst hier viele Dinge in einen Topf und vereinfachst sie.
DLC zu Spielen, wo über den weiteren Inhalt die Handlung weitererzählt wird, unterscheiden sich von denen anderer Spiele, wo die Handlung des Hauptspiels für sich betrachtet als abgeschlossen gilt, DLC nur dazu dienen, dem Spieler ein mehr an Inhalten zu geben, wenn sie noch nicht genug davon bekommen haben, ohne sie für das Gesamterlebnis als voraussetzend darzustellen.
Du kritisierst das Geschäftsmodell von FF7R, dass der Kunde am Ende das 3-4-fache eines Einzeltitels bezahlt, gleichzeitig die neuen Inhalte (“zugekleistert”), ohne zu berücksichtigen, dass der Aufwand den SE in diese und das Spiel selbst investiert, den Vollpreis für andere Kunden rechtfertigen, die neuen Inhalte nicht als Zukleistern sehen, sondern als vollwertige Ergänzungen zu einem Gesamtwerk, dessen Umfang am Ende den eines Einzeltitels bei Weitem übersteigt.
Die Frage die ich mir stelle,wie stellt man sich das vor den Übergang von der “Beta” zum fertigen Spiel Fangen die 3 Millionen “Investoren” die das schon jahrelang zocken dann neu an oder hopsen die dann mit Raumschiff Galactica rum und ich beginne mit einer Nußschale.
Das finde ich so frustrierend an dem Onlinekram wenn du nicht jeden Tag 12h zocken kannst bist du eher ein Klotz am Bein und mußt bei “Raids” auf die Geduld der “Profis” hoffen.
Die Frage ist doch eher was passiert wenn das alles immer weiter Schule macht. Wenn Games nur noch “begonnen” werden und man garnicht abschätzen kann ob man jemals ein fertiges Spiel zu Gesicht bekommt.
Croudfounding ist an sich eine gute Sache, und wie viele Dinge war die Idee dahinter sehr gut; nur sollte es in meinen Augen aber wohl doch nicht jedem zur Verfügung stehen. Eine Idee mit Hilfe von Fans oder generellen Geldgebern zu finanzieren ist prima. Über Jahre die Gläubigen viele, viele Millionen Dollar auszuquetschen und immer nur Steckziele zu servieren, ohne das man weiß ob das fertige Produkt überhaupt ein Ziel oder Datum hat, weniger.
Diese generelle Entwicklung gibt es ja nicht nur bei Star Citizen. Spiele erst via DLC’s zu erweitern oder gar erst zu vervollständigen, ist ein weiterer Bereich. Zumindest sollte es hier ein vollumfängliches Produkt am/mit Release geben. Games aber in einem Episoden-Format zu veröffentlichen kommt der Coundfounding Geschichte schon sehr viel näher, gerade wenn es keine Berichte gibt wie viele Episoden man denn letztendlich kaufen “muss” – wenn man den wahren Abspann sehen will.
Ein Final Fantasy 7 Remake schätze ich auf insgesamt 3-4 Episoden, wenn sie am Umfang (der orig. Story) weitermachen. Ein Spiel, zerstückelt, mit vielen neuen Nebenbeschäftigungen zugekleistert, wird jeder Teil zum Vollpreis verkauft, bis der Fan letztendlich das 3-4-fache eines einzelnen Games bezahlt hätte. Und auch diese bekommen dann noch Dinge wie DLC’s. Muss man nicht schlecht finden, denn wenn man sich diesem aufgeschlossen gegenüber steht, hat auch die erste Episode natürlich irgendwo den Content eines eigenständigen Spiels. Dieses wurde jedoch vor zwei Jahren released, ohne das man es wirklich zu ende spielen konnte!
Geht hier die Entwicklung so weiter sieht man den wahren Abspann erst nach einem Jahrzehnt. Was für viele sicher irgendwo auch kein Problem darstellt, bekommt man hier schließlich immer neues Futter. Aber ist dem so? Was ist wenn sich die nächste Episode bei einem Episodenspiel schlecht verkauft? Was passiert mit einem Star Citizen wenn die Leute keinen Pfennig mehr darin weiter investieren? Auf Shenmue 3 mussten wir 18 Jahre warten, damit es mit viel wohlwollen irgendiwie doch noch veröffentlich wurde.
Wenn es denn ein fertiges Produkt gäbe ? grundsätzlich machen deine verlinkten Clips aber tatsächlich Lust auf mehr, auch wenn ich bei der Art der Entwicklung nicht so recht an ein Ende der Produktion glaube. Game as Service Next Level quasi
Zumindest mit Blick auf Squadron 42 würde ich eine Konsolenumsetzung nicht ausschließen.
Eine Umsetzung wurde bislang hauptsächlich aufgrund der zu schwachen Hardware nicht in Betracht gezogen, um den PC als Leadplattform in seinen Möglichkeiten nicht auszubremsen. Aber je länger die Entwicklung dauert, desto kleiner wird die Hürde werden.
Das Projekt hat mittlerweile drei Konsolengenrationen miterlebt. Xbox 360, PS3, XO(X), PS4(Pro) waren zu schwach, die aktuelle Generation sollte dazu imstande sein, die Voraussetzungen für eine Umsetzung zu erfüllen, mit mehr oder weniger großen Abstrichen.
Die Artikel von Winnie thematisieren primär Firmenkäufe und -verkäufe und die Entwicklung der Branche, die Titel der Studios sind nur Randnotizen und im Falle eines PC-only-Titels für die Seite ja im Grunde auch recht egal ?
Atmosphärischer Eintritt und Planetenlandung
https://www.youtube.com/watch?v=g9jIxXHwiJw
Das sehe ich genauso. In dem Video gibt es zudem einige Sackgassen, die zu nichts führen. Hier muss noch viel an Arbeit investiert werden, um die Leere mit Inhalt zu füllen.
Ja, da kommt bei mir ein gewisses Blade Runner Feeling auf. Ist halt die Frage ob das Herumlaufen nach dem 10ten Mal noch Spaß macht… bzw besser ausgedrückt ob es auch möglich ist bestimmte Quests oder ähnliches in den Raumstationen etc zu erledigen.
@JonnyRocket77
Ich bin gespannt, wie weit begehbar die Städte am Ende sein werden. Was bislang davon existiert, sieht zumindest von der Umgebung schon mal sehr stimmungsvoll aus:
https://www.youtube.com/watch?v=jr7vGqkM_fk
Vor ein paar Monaten (grob geschätzt) gab es da mal so etwas wie Free Play Days und mein Sohnemann hat es sich runtergeladen. Was wir da gesehen haben war schon beeindruckend..rein vom optischen Eindruck. Wir haben zwar wenig gemacht und die Einstiegshürde scheint recht hoch zu sein, aber ich kann mir schon vorstellen, dass man sich da als Scifi Fan ordentlich austoben kann. Einen recht potenten Rechner vorausgesetzt..unserer hat deutlich gestottert.
Ich verstehe die Aufregung hier überhaupt nicht.
Für uns Außenstehende ist das natürlich nur schwer nachvollziehbar, aber wenn man sich mal etwas näher mit dieser Community beschäftigt, wirst du merken, dass da sehr viel Leidenschaft mitschwingt, die sich bereits mit dem, was spielbar ist, zufriedengibt, der Verwirklichung eines Traumes entspricht.
Hier kann man auch den Eindruck gewinnen, der Weg wäre das Ziel. Mitzuerleben, wie ein Projekt live am Bildschirm zum selber Spielen wächst und gedeiht.
Was ich bislang zu sehen bekomme, ist beeindruckend, macht Lust, es selber einmal zu erleben, aber in letzter Konsequenz sehe ich mich dann immer noch als die Art von Kunde, der erst zuschlagen wird, wenn das fertige Produkt im Laden stehen wird – womit ich Squadron 42 meine, was ja ursprünglich das Ziel war (inhaltlich), nicht Star Citizen, welches wohl immer ein Projekt bleiben wird, welches sich beständig weiterentwickelt, solange das Geld auch weiterhin in Strömen fließt.
“Fenster auf, Geld raus, Fenster zu” wäre in diesem speziellen Fall eine Sparmaßnahme mit caritativem Ansatz.
Es soll auch Menschen in Deutschland geben die arbeiten gehen und andere sachen im kopf haben, als jeden Artikel der mgames?
Woran man erkennt, ob jemand das Heft liest oder nicht…
Liest sich wie eine Einleitung, fehlt hier irgendwie der “Weiter”-Button oder geht es nur um Meldung wegen der Aufstockung?
Ansonsten ein kreativer Windsack, der eindeutig zeigt, dass manchmal die harte Hand eines Publishers ganz gut ist, um auch mal was fertig zu bekommen.
@ghostdog83
die gleichen Gedanken gingen mir auch durch den Kopf..
Zusammen mit Elite Dangerous eventuell DAS Vorzeige Spiel für eine VR Erfahrung.
Danach gibt es keine Fragen mehr über die Megaloman-ische-Ambitionen der Herren Braben und Roberts! 😉
Der Artikel lässt mich ehrlich gesagt schon etwas ratlos zurück, weil über das Projekt so viel mehr zu schreiben gäbe, als nur einen kurzen Abriss zu zeichnen, dessen Informationen umfänglicher auch über frei zugängliche Internet-Enzyklopädien abrufbar wären.
Warum geht man bspw nicht der Frage nach, was diese Menschen antreibt, viel Geld und Zeit (spielbar ist es schließlich schon) in ein solches Projekt zu investieren, dessen Ausgang nach wie in weite Ferne gerückt ist. Interviews mit den Beteiligten darüber, wie sich das Projekt im Laufe der Zeit gewandelt hat, größer wurde, wie die weitere Zukunft aussieht.
Etwas Vergleichbares wie Star Citizen hat es in der Branche in der Größenordnung noch nie gegeben, um es nicht einer tiefergehenden Betrachtung zu unterziehen.