Nintendo Switch Online – Metroid Fusion kommt nächste Woche

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Nintendo kündigt an, dass die Klassiker-Sektion von Nintendo Switch Online am 9. März um den GBA-Titel Metroid Fusion ergänzt wird. Ein Trailer frischt unsere Erinnerungen an das Action-Adventure mit Samus Aran wieder auf.

Nintendo Switch Online ist seit 18. September 2018 verfügbar. Das Expansion Pack folgte am 25. Oktober 2021.

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genpei tomate
9. März 2023 18:12

Ja, fürchterlich, die Entwicklung. Hier gibt es auch eine Arcade, und zwar die erste seit Langem, die geschichtlich sogar ne Erwähnung wert wäre, da die erste in DE in der auch Kinder rein dürfen…wenn diese Raw Thrills nicht wären und der Unverschämtheit, selbst bei ( relativ) biederem Gameplay auch noch so viel Geld fürs zocken äh..abzuzocken!
Mit der Lizenz für Cruisin blast haben sie wahrscheinlich ihren besten Fang gemacht, aber der Rest, der hier in der “Planet Arcade” aufgestellt ist, kann m.M.n. null mit dem Flair von damals mithalten und wirkt ein wenig “billig”, mangels Begriffe.
Traurig und eine verpasste Chance, die Arcade Spielothek-Kultur neu zu beleben, zumal in Japan nach wie vor ein paar interessante Sachen anzutreffen sind, aber mittlerweile geht mir der Trend dort zu sehr in Richtung VR, was nicht schlimm sein muss, nur mein Magen macht bei so was, weder zu Hause noch inne Spielo besonders gut mit. 😉
Um deine Worte als Inspiration zu nehmen: Heute bekommst in der Arcade Sachen, die du zu Hause gar nicht spielen willst! :-O

Kikko-Man
9. März 2023 16:19

Genauso seh ich es auch. Ob 2D oder 3D ist wurscht, entscheidend ist, dass der kuenstlerische Stil zum Spiel passt.
Bezueglich Heim/Arcade-Diskrepanz: War wiederum klasse, dass man in der Arcade fuer sein Geld was bekam, was es zu Hause nicht gab. Alle Speilautomaten, die ich jetzt sehe, sind von Raw Thrills und deren Stil kann ich nix abgewinnen. Da hatten schon Naomi-Board-Spiele einen kuenstlerischen besseren Stil, meiner Meinung nach.

genpei tomate
9. März 2023 16:02

Sie haben nicht nur die Optik der Kiste verschandelt, sondern dank “Verhässlichungspolitik” es auch noch geschafft, die gruseligen Genesis Covers zu toppen!
Zu Flach oder Polygonal:
ich hatte keine Probleme, und zwar noch nie, weder mit 3D noch mit 2D weil es mir immer auf die Spiele ankommt und auf meine Stimmung, etwas bestimmtes spielen zu wollen.
“Diskussionen”..mhmm…als die Playstation raus kam war ich Anfang 20J und “nebenan” in der Spielo wurde Daytona, Sega rally und co. gezockt, heißt, es hat meiner damaligen Zocker-Clique nie an Realitäts-Bezug gefehlt, was die heimischen Kisten leisten konnten und dem Abstand an Technik, die Arcades boten.
Wenn dann war ich geradezu sauer auf die “neue Mode” auch noch Shmups in 3D rendern zu wollen, denn kein Thunderforce 5, Raystorm und co. haben es je geschafft, dass ich ihrem Look je etwas abgewinnen konnte, und zwar bis heute!
Die Ernüchterung kam dennoch auch beim üblichen 3D-Gebahren seitens der Entwickler recht früh, da weder Sonys 32 Bitter noch Nintendos 64 Bit Nebelmachine je die “Sehnsucht stillten”, damalige Arcade Tech 1:1 zu kriegen, trotz im Nachhinein fantastischen Launch Titeln wie Ridge Racer und Mario 64/Waverace.
Klar, dass es Mumpitz meinerseits war, solche Tech Sprünge/Qualität für zu Hause zu erwarten und natürlich zum sehr günstigen Preis, fettes “Aber!!”… 😛
Berechtigte Frage deinerseits, ob Hudson die 3D Ära hätten mit-stemmen können, übrigens.
Bei dem spärlichen Material, das es im Internet zu bestaunen gibt, sage ich ganz vorsichtig “Ja, es hätte gut klappen können”, das sagt aber der Fan in mir und die Realität sah/sieht nun mal ganz anders aus und Hudson Soft leben mittlerweile in der Erinnerung derer, die ihre Werke auf 8/16bit Basis schätzen-gelernt haben und “was-wäre-wenn” funktioniert mangels Anhaltspunkte leider nicht.
Zu Third Strike: Wer so was behauptet hat, hat garantiert auch übersehen, wie viele Animationen beim ur-Street-Fighter 2 auf dem Snes weg gelassen wurden… 😉

Kikko-Man
9. März 2023 7:11

Ich denke das Problem in den USA war einfach, dass die TurboGrafx kurz nach dem Genesis rauskam. Und SegaUSA war marketingtechnisch so verdammt erfolgreich, da haben wohl die wenigsten Kaufhauskaeufer was von der TurboGrafx mitbekommen. Dazu wurde das amerkanische Gehaeusedesign sowas von vergeigt – die haben eine der schoensten Konsolen in eine der haesslichsten verwandelt.
Wegen der Revisionen: klar hinterher ist man immer schlauer, aber klassische PC-Engine mit Karts, dann SuperCD-ROMROM und anschliessend ein richtiger Nachfolger mit ungebremster Hudson-Power waere wohl das beste gewesen. Wobei: Ob Hudson den Sprung zu 3D Mitte der 90er richtig hinbekommen haette ist wohl unwahrscheinlich. Und es musste ja alles unbedigt 3D sein. Du hattest damals bestimmt auch Diskussionen gehabt und Leute versuchten Dich zu ueberzeugen, dass 3D IMMER besser ist, oder? Kann mich noch erinnern, dass zu mir einer meinte Third Strike sieht aus wie ein SNES-Spiel.

genpei tomate
9. März 2023 6:44

Na ja, da ich die ganzen “Revisionen” live miterlebt habe, erschien einiges an Hardware, die Nec herausbrachte relativ logisch, aber natürlich nicht alles. Da wenn man die Kosmetik von Core ( war vom Design her an die CDRom unit “super CD rom” angepasst), holte ich mir mit dem unglaublichen “Gates of Thunder”), Shuttle etc. außen vor läßt, waren die CD Rom Add ons immer davon abhängig, welche Spiele sie konvertieren wollten, speziell die Neo Geo Sachen mampften einiges mehr an Ram als herkömmliche Arcade Umsetzungen, dumm nur, dass sie mit den System Cards nicht mehr hinterher kamen, ihre Ram Lücken zu stopfen und selbst spätere Modelle diese teure Erweiterungen brauchten, obwohl Duo und co. bereits “revidiert” waren.
Ansonsten war es vielleicht meine aufregendste Zeit mit Games, da man nie wusste, womit Hersteller als nächstes kamen. Von Nintendo hat man zu Snes Zeiten hierzulande auch nichts mitbekommen, wie sie im Grunde schon die ersten “Dlcs” heraus brachten ( BS F-Zero Gp 2) und mit dem Satellaview Neuland betraten.

Ich bin bei der “Duo” stehen geblieben mit Super System Card ( Sapphire und so) und habe mit dem LT und GT “in echt” gezockt und bedaure, dass Nec in den Staaten keinen Fuß fassen konnte, denn dann wäre eventuell einiges anders gelaufen und würden heute vielleicht von einem echten Konkurrenten sprechen.
Dass sie im Selben Zeitraum ( Herbst/Winter 1994) mit der äh—außegewöhnlichen PcFx plötzlich mit der PS1 konkurrieren mussten, die eher traditionell ausgerichtet war und technisch unglaublich ausfiel ( Wegen RR haben wir uns die Ps1 eigenhändig importiert!) sei ihnen zwar verziehen, aber das war der Todesstoß, sen sie sich selbst verpasst haben, Marketing-Harakiri sozusagen…
Die Kiste, also die ur-Engine war zu japanisch, an sich ein Traum für Zocker wie ich ( bis heute) aber anscheinend zu exotisch für die Zeit, was verwunderlich ist, denn sie hatte alles, was die anderen auch boten und auch viel mehr.

Kikko-Man
9. März 2023 2:38

Ne, auf keinen Fall neidisch, aber zutiefst beeindruckt, welche Konsolen Du alles hast. Ich musste vieles in Deutschland bei meinem Umzug in die Staaten zuruecklassen. “Offiziell” befinden sich die Sachen aber noch in meinem Besitz. Aber so viel Kram wie Du hatte ich nie.
Novastorm sagt mir was, da es auch ne PC-Version gab. Psygnosis hatte ja damals als einer der ersten europaeischen Entwickler in CDs investiert (um Microcosm gab es damals ja so einen kleinen Hype) und wurde genau deshalb von Sony geschnappt.

Zur PC-Engine: ist schon ein Hammmer-Teil. Ich versteh aber bis heute nicht, wie man soviele Versionen einer Hardware raushaut. Das kann ja nur zur Verunsicherung der Kunden und Entwickler fuehren. Sechs verschiedene Spiele-Medien ist doch wahnsinnig (original Karten, SuperGrafx-Karten, Karten die zu beiden kompatible sind, original CD-ROMs, Super CD-ROMs, ArcadeCD-ROMs). Dannn noch die Speicherkarten fuers Aufruesten der verschiedenen CD-Laufwerke. Sowas wuerde sich heutzutage kein Konsolenhersteller trauen.
PC-FX war ja dann zum scheitern verurteilt. Auf der Engine hat Hudson einen Knaller nach dem anderen rausgehauen und auf der PC-FX durften sie das nicht so wiederholen, da NEC andere Plaene hatte.

genpei tomate
8. März 2023 19:55

Ich hatte das Glück bis auf die Pippin ( Apple) alle deine genannten kaufen zu können oder anzutesten, und die meisten habe ich heute noch an meinem Fernseher dran hängen.
Am schlimmsten hat mich das mit der PcFX erwischt: Die Enttäuschung, nachdem ich als glühender Verehrer der Nec Vorgänger meine Erwartungen nieder-geschmettert sah, beim “Konzept” der Konsole ( mehr Full Motion Gedöns, als Gameplay im konventionellen sinne…), also, da hast du nichts verpasst. Das Star-Blade Ähnliche Star Soldier wurde nie fertig gestellt und das etwas traditionellen Kuma Soldier ( von dem es ein kurzes Video Schnipsel gibt) noch weniger um wenigstens zwei zu nennen, auf die ich mich gefreut hätte.
Vor der Ps1 habe ich verdammt viel 3Do gezockt. die kiste hat ein Freund von mir behalten, aber funktioniert nicht mehr. Weit ihrer Zeit voraus und mit ein paar netten Games, Crash n Burn mag ich z.B. ganz gerne.

Die zweite Enttäuschung war die Marty nicht gekauft zu haben, die hätte ich mir mit einer Art Mitarbeiter Bonus im Import-Geschäft noch kaufen können, aber so weitsichtig war ich damals nicht, die Kiste ist heute noch teurer, als als die läppischen 3000 Dm die ich damals auf den Tresen hätte klatschen müssen…
Gezockt habe ich auf der Marty Novastorm, falls dir das was sagt, gefreut hätte ich mich heute hingegen auf die bis heute einzige haptische Version von Toaplans Meisterwerk “Tatsujin-ho/Truxton 2”.
Der Virtual Boy ist ZU anstrengend gewesen. Vielleicht vom netten 3D Effekt abgesehen, schon eine Kuriosität, aber da hast du den Kopf davor halten müssen ( ist auf Dauer Sportlich) aber dieses Rote Spektrum der Optik…ich weiß nicht, ob das so gesund ist…
Dass man bis heute nicht über die paar Spiele spricht, die es dafür gab, sollte man als Indiz nehmen, dass ihre Qualität nicht mit der sonstigen mithalten kann, wofür in-Hous Titel des Herstellers berühmt sind…
Der Jaguar hatte ganz gute Fps, auch wenn Alien vs Predator weder spielerisch noch technisch das gehalten hat, was es hätte sein können, aber die Atmo dort ist ne Wucht!
Schade um die verkorkste Steuerungseinheit ( die mit der art Tastatur und den schlimmsten Steuerkreuz, den man sich vorstellen kann)
Also, am Ende ziehe ich nen kurzen Fazit und sage, das einzige, worauf du neidisch sein brauchst, ist meine PcE/PCe-CD-Rom An-Sammlung! 😉

Kikko-Man
7. März 2023 8:15

Das ist wieder ein anderes Thema fuer sich. All die mehr oder weniger gefloppten Konsolen, die zwischen SNES und Saturn/PS1 rauskamen. Was war das alles? Jaguar, 3DO, Virtual Boy, Amiga CD32, der PC-Engine Nachfolger PC-FX, FM-Town Marty, diese Konsole von Apple, dessen Name mir gerade nicht einfaellt. Keine Ahnung was noch. Man koennte noch das Neo Geo CD dazunehmen und die zig Updates fuer die PC-Engine.

genpei tomate
6. März 2023 19:48

Gern geschehen, Gespräche unter Fans sind immer unterhaltsam, aber wenn du so weit bist und die 68k Schiene befahren bist, schau dir dann die Fujitsu Fm-town Welt an! 😉

Kikko-Man
6. März 2023 19:17

Klasse. Ich hab von dem X68000 erst sehr spaet erfahren – mit dem Erscheinen des X68000-Castlevanias fuer die PS1. Ist ne Wissenluecke, die ich gerne schliessen will. Da ist so ein kleiner Shmup-Exkurs von Dir sehr hilfreich. Vielen Dank.

genpei tomate
6. März 2023 18:40

Cho ren sha 68k ist fantastisch!
Vor zig Jahren hat es mich sogar dazu veranlasst, es im Thread “Shmup Thread” im Forum zu huldigen, das ist aber ein klassischer Hi-Score Jäger wofür ich in Stimmung sein muss und stellen-weise ganz schön knackig, vom Schwierigkeitsgrad her.
Aber die Kiste von Sharp müsste eher für die zig Umsetzungen aller bekannten Arcade-Shooters n Traum gewesen sein, da sie “perfect” waren und bis in die späteren Neunzigern unterstützt wurde.
Persönlich finde es als Fan witzig, dass es ein “Gradius 2/Nemesis 94” bekommen hat, das nicht das bekannte Gradius 2/Vulcan Venture ist, das man kennt, dann Last Battallion, eine Version für den X68000 von Data East/Stings Pc-Engine Großtat “Mission code: Override” .
Und skurriles, wie Image Fight 3800, das nichts mit Irems Baller-Werke gemein hat und die Entdeckung, dass die Super Famicom/Snes Semi-Gurke Phalanx als Original X68000er Version ein gutes Spiel ist.
Alle anderen unbekannten haben leider nicht soo den Eindruck bei mir hinterlassen, bis auf ein paar Ausnahmen, darunter das sehr gute Hellhound, das sowohl Gradius als auch R-Type huldigt und hier und da eigene Akzente setzt.

Kikko-Man
6. März 2023 17:46

Muss man mal schauen welche Games dabei sind. Hab mich da noch nicht informiert. Wie geschrieben, hoffe auf nen weiteren Artikel. Amiga- und C64-Mini sind auch offen konzipiert und das Hinzufuegen von Games ist Feature, anders als die geschlossenen Mini-Konsolen. Mal sehen, wie es beim X68000 so ist.
Noch ne Frage, da Du Dich ja schon durch den Spielekatalog gewuehlt hast: Ist Cho Ren Sha so gut wie es angepriesen wird? So Hobbyprojekte koennten ja auf dem Mini auch drauf sein.

genpei tomate
6. März 2023 6:31

Also, ich habe mich vor einigen Jahren durch das gesamte Katalog vom x68000 durch-geballert und weiß, dass wir Shmup Fans definitiv was verpasst haben! 😉
Ich bin allen Konsolen prinzipiell offen und diese Minis sind eine gute Möglichkeit für Leute, die keine Originalen ( mehr) haben oder die Games schon immer spielen wollten, leider kränken sie an der Auswahl der Spiele, da die ganze rechtliche Sache geklärt werden muss.
Mit in-house Sachen haben es Nintendo und Sega natürlich einfacher, aber beim X68000 wäre ich sehr gespannt, bei den zig Firmen, die es aus der Zeit nicht mehr gibt, welche Spiele es letzten -endes auf so ne Mini landen.

Kikko-Man
6. März 2023 0:11

@genpei
Ja, waere cool mehr ueber MSX und X68000 zu lernen. Wuenschte, Thomas Nickel wuerde mal nen Artikel drueber schreiben. Wuerde sich bestimmt mit seinen persoenlichen Interessen ueberschneiden. MSX-Spiele gab es ja damals fuer die Virtual Console der Wii, nur leider nicht im Westen.
Vor ein paar Monaten gabs ja einen klitzekleinen Bericht ueber den angekuendigten X68000-Mini im Importteil der M!Games. Hoffe da kommt noch was, wenn der veroeffentlicht wird. Ist ja im Prinzip ein bischen das was der Amiga fuer Europa war fuer Japan, mit mehr Leistung (da spaeter erschienen) und mit FM Synthese-Sound, weshalb er ja aehnlich wie ein Mega Drive klingt.

genpei tomate
5. März 2023 15:21

Ja, das mit den unbekannten Vorlagen ist ein witziges Phänomen, ich erinnere mich an eine Geschichte aus “The untold Story of japanese Game Developers” ( höchst empfehlenswerte Bücher!) als der Hr. Szcepaniac, der extra Japans alternden Entwickler besucht hat, erstaunt war, wenn sie speziell bei Rollenspielen nie von Games gehört hatten, die im Westen ähnlich ausgefallen waren.
Aber ab einer bestimmten Formel, die die Technik oder Kultur von damals hergaben, kein Wunder, dass so was passiert. Witzig sind die Approaches bei Rpgs (vor allem) allemal und vor allem, wie Parallelen entstanden sind, trotz des spärlichen Austausches prä-Internet Ära.
Jrpgs fühlten sich immer “anders” an, als westliche und von dem Flair der Home-Computer Shmups will ich gar nicht erst reden.

captain carot
5. März 2023 14:32

Oh, es gibt schon einige West>Ost Beeinflussung. Die erste Generation japanischer Rollenspiele geht zum Beispiel komplett auf West Vorbilder (gerade auch Wizardry) bevor man sich davon emanzipiert. Und natürlich gibt es auch schlicht Parallele Entwicklungen. Finde ich btw bei manchem Interview in Retro Gamer und Konsorten interessant, wo einfach Ideen kopiert wurden aber auch wo vermeintliche Vorlagen gar nicht bekannt waren.

genpei tomate
5. März 2023 11:59

Alle Homecomputer Programmierer von der goldenen Zeit waren Arcade Freaks, dort gab es die “Inspiration” , zumindest für bestimmte Genres.
Filme/Bücher natürlich auch, siehe Starglider und Star Wars als seine Referenz.
Und da jeder mehr oder minder die eigen Suppe gekocht hat, ist es nicht auszuschließen, dass der/die eine oder andere auf ähnliche Ideen kamen, und je nach Inspiration, sogar fast zur selben Zeit.
Ich glaube kaum, dass zu unserer Europäischen Home Computer Zeit die Japaner groß was mitbekommen haben, woran ihre Westlichen Kollegen gewerkelt haben, eher dürften Eu/US Programmierer durch Jap. Arcade Games mehr Ideen bekommen haben, als anderes herum.
Vor allem im Jump-n-run/Shmup Sektor waren die Europäer sehr äh..inspiriert ( Katakis und Turricans Paten sind R-Type und Psycho nic Oskar, nur um zwei prominente zu erwähnen) und in Japan existieren Games, die bis heute kaum einer hier zu Gesicht bekommen hat, teilweise sogar mit Vorgängern-Spielen aus Serien ( u.A. Parodius, Thunderforce, Silpheed) die viel später auf Konsolen berühmt wurden und mit Games von namhaften Firmen ( Konamis Katalog auf Jap Computern ist unglaublich!) die nie eine West-Umsetzung sahen.
Persönlich hielt ich das erste Zelda eine Zeitlang für ein Clone von Namcos “Tower of Druaga” Super Mario Bros ( gesuchtet 1987 in der italienischen Bar als “Vs.” Version) als Abklatsch von Pac-Land und Star Fox als sehr dreiste Kopie von Starblade. Leider konnte mir Hr. Miyamoto bisher das nie bestätigen, ob das seine Quellen waren, worauf er sein Vermögen aufgebaut hat! 😛

captain carot
5. März 2023 8:43

Star Fox hat halt zwei Pluspunkte, Spielbarkeit durch den Rail Ansatz und dass Polygongrafik, vor allem solche, auf Konsolen nicht vertreten war. Aber klar, kannte man Starglider (II) schon war Star Fox tatsächlich weniger beeindruckend.

Der C64 konnte ja in den USA durchaus punkten, wenn auch nicht so wie in Europa. Aber Amstrad (Schneider) CPC, Dragon, die Acorn Maschinen wie der BBC Micro oder später Archimedes, dazu dann halt auch die viel kleineren und weniger professionellen Publisher während in den USA oder Japan längst ernsthaftes Business betrieben wurde.

Kikko-Man
5. März 2023 3:55

@genpei:
Ist halt wie in der Menschheitshistorie: Die Geschichte schreiben die Sieger. Oft bleiben die Innovationsbringer zurecht im gesellschaftlichen Bewusstsein haengen – siehe die Rolle von Gradius fuer Shoot’em Ups, GTA3 fuer Open World-Spiele oder Diablo fuer Action-RPGs, aber manchmal bleiben viele innovative Spiele, die wichtige Schritte fuer die grossen Hiits waren, auf der Strecke. Gaebe es GTA3 in dieser Form, wenn DMA Design vorher nicht mit Body Harvest geuebt haette? Oder waere das erste Elder Scrolls oder das erste King’s Field (und damit spaeter die Souls-Spiele) ohne Ultima Underworld entstanden?

@The Captain:
Wie Du schreibst, der Grund ist einfach, dass Spectrum und C64 keine Rolle in den USA gespielt haben. In den USA war nach dem Videospielcrash alles Apple II und dann spaeter NES, sonst gab es dort praktisch keinen weiteren Markt bis Sega Genesis, der Aufstieg des PCs und SNES kamen.
Um bei Deinen Beispielen zu bleiben: Der grosse Impact den Star Fox hatte, waere wohl viel kleiner gewesen, wenn die Leute damals wuessten was Jez San mit Starglider 2 schon auf Heimcomputern gemacht hatte – und das war nicht auf Rails, das war Space-Open World.

captain carot
5. März 2023 1:20

Dürfte tatsächlich so sein, dass europäische Frühwerke etwas unterrepräsentiert sind. Die Gründe sind viele. Der Markt war Anfang der Achtziger z.B. zergliederter, schon alleine durch etwa typisch britische oder typisch französische Homecomputer.

Entwickler waren nicht selten Teenager und die meisten Publisher waren vergleichsweise kleine Klitschen. Nur mal als Randnotiz, die Oliver Zwillinge sind z.B. Baujahr 69 und gehörten ab 1983 zu den britischen Entwickler Größen. Jez San ist AFAIR nicht viel älter. Schließlich und endlich waren zugegeben auch nicht wenige europäische Spiele in der Anfangszeit Kopien, was mit teils deutlich verspätetem US Release dann selbst bei originellen Titel für den Eindruck sorgen könnte, dass es Kopien sind.

genpei tomate
4. März 2023 21:58

Ach, das gute alte Thexder aus dem Jahr 1985 wird auch nirgends erwähnt, hat aber ein ähnliches Schicksal “erlitten”, wie dein ( mir unbekannt, übrigens) Antiriad.
Japaner scheinen auch zu vergessen…
Ich habe mich eher für die Japanische Games begeistert, da “Arcade” sozialisiert, aber Europäer hatten aber selbstverständlich ne Menge bahnbrechende Software zu bieten.
Warum manche Games, wie dein genanntes, oder Thexder ( habe es immer in der ASM bewundert), Xaind Sleena ( eines meiner All-time Faves, dem ich ne Menge Erfolg gewünscht habe, wurde aber nie für Konsolen umgesetzt), Psychonic-Oskar ( Inspiration für Turrican, hat aber fast keine Sau gespielt, ich aber schon inne Spielo), nie die Wertschätzung erfahren haben, wie die Games, die heute als “Referenz” herhalten?
Da spielen so viele Faktoren mit, selbst Metroid musste den Sprung vom Famicom-disk-System zum ( Massen-Phänomen-Nes-)-Modul vollziehen um das zu werden, wofür es heute gehalten wird ( das “Metroidvania” ist für mich immer ein “Metroid-Ähnliches” Genre gewesen) von daher kein Wunder, dass wenn jemand wie du oder ich, die sozialisationsbedingt Games “abgekriegt” haben, die fast keiner kennt, den Konsens akzeptieren müssen, welches Game prägend sein soll.
Und plötzlich merken, dass “eigentlich” nur die Software zählt, die am erfolgreichsten ist…
Die “alte” Software vergesse ich aber nicht.

Kikko-Man
4. März 2023 21:26

@genpei
Die Steuerung finde ich gar nicht schlecht. Der Screw Attack-Sprung ist halt etwas schwer zu kontrollieren, was die Fluchtsequenz nach dem Besiegen von Mother Brain sehr stressig machen kann, wenn man versucht das beste Ende zu erspielen.
Was auch nie lobend erwaehnt wird: Metroid 1 ist vermutlich das erste Game mit New Game+ Feature, da man alle Upgrades (ausser den Energie- und Raketen-Tanks) beibehaelt, nachdem man durch ist.

Ich teile Dein Lob bezueglich Metroid 1, aber was fast ueberall vergessen wird:
The Sacred Armour of Antiriad kam fast zeitgleich, mit aehnlichen Konzept raus. Scheint aber so, dass die Videospielgeschichtsscheibung sehr amerikanisch gepraegt ist (wo ja das NES ein Mega-Hit war) und die Errungenschaften der europaeischen Entwickler heute vergessen sind.
Das Genre sollte auf keinen Fall Metroidvania heissen. Auch wenn Synphony of the Night grossartig ist, hat es nichts genrepraegendes hinzugefuegt (die RPG-Elemente sind nicht Teil der Genredefinition). “MetRiad” als Genre-Begriff waere genauer – aber vermutlich kannten die amerikanischen Journalisten, die den Begriff Metroidvania erfunden hatten Antiriad gar nicht.

genpei tomate
4. März 2023 20:25

@Kikko man
Steuerungstechnisch wird dir Zero Mission eher zusagen, aber natürlich ist Teil 1 in der Hinsicht etwas freier von Kritik, da es nichts vergleichbares gab. Wer, so wie wir, mit Vergnügen diese alten Werke zockt, die nicht mal 8 Wege Steuerung boten, hat bei allem, was danach kam, nichts mehr zu fürchten. Oder kriegt die Krise ( ich) weil viiieel zu kompliziert. 🙂
Nichtsdestotrotz haben meine NES-Controller-Knochen bisher besser als als alle anderen, die danach kamen, die Jahrzehnte Zockerei prima überstanden und ich zocke heute noch damit.
Metroid kaufte ich mir 1988 im Glauben, es sei ein Spiel wie “Xaind Sleena/Solar soldier” aus der Spielothek. Enttäuscht wurde ich zwar nicht, als ich fest stellte, es ist ein gänzlich anderes Game, aber meine Begeisterung für Maps selber anfertigen wurde merklich weniger, als ich merkte, dass ich trotz gezeichneter Karte so was von “Lost” war… 😉
Bei Teil 1 haben sie so viele Abschnitte wiederholt, da ist es schon ne Kunst dort zu wissen, wo es halbwegs lang geht.

Kikko-Man
4. März 2023 20:12

“Vielleicht ja damals aber heute sicher nicht mehr.”

Frueher war es anders und anders ist weder besser noch schlechter.

Supermario6819
4. März 2023 20:05

Na ja dieses früher war alles besser ist ja hier weit verbreitet.
Ich finde die Grafik und den Sound eher furchtbar.
Und ich weiß auch gar nicht wo ich das Spiel schlecht geredet haben soll.

Kikko-Man
4. März 2023 20:03

@Supermario
Kann ja jeder gut und scheisse finden was er will, aber ohne Vorwissen ein Spiel schlechtzureden ist doch ziemlich kindisch, oder?
Was stoert Dich denn? Erscheinungsjahr? Pixelgrafik? 2D? GBA? Die Hoffnung, dass die “Wissenluecke” eh ein scheiss Spiel darstellt?

@genpei
Ich zock gerade das NES Metroid mal wieder. Die Anleitung weisst explizit darauf hin, dass man sich eine Karte von Hand zeichnen sollte. Ohne geht es einfach nicht. Das Plattforming und Ballern ist ja relativ einfach im Spiel, das Erforschen und Zeichnen ist die eigentlich Huerde. Man wird ja nicht wirklich bestraft durch den Tod, da man alle Upgrates behaelt. Was aber etwas nervig sein kann, ist dass das Auffuellen der Lebensenergie zu langsam ist und das Erkunden sich deshalb hinziehen kann, bevor man Varia Suit und Screw Attack gefunden hat. Danach macht es aber um so mehr Bock. Bin schon sehr gespannt wie sich Zero Mission im Vergleich spielt.

Eydrian
4. März 2023 19:24

Danke Ulrich, dass Du es ausgesprochen hast…

Steppberger
4. März 2023 11:43

“Und diese GBA Titel soll wirklich so gut sein?
Vielleicht ja damals aber heute sicher nicht mehr.”

Da wird mir sofort schwindelig vom Kopfschütteln über solche Aussagen.

genpei tomate
4. März 2023 11:10

“Zero Mission” ist ein Remake vom ersten Metroid , bei dem einige Areale hinzugekommen sind, da kann man sehen, wie visionär und verdammt gut Teil 1 auf dem Nes ist.
Allen, die bei Dread oder Metroid Prime frustriert sind wegen Backtracking und “Lost” gefühlt, sei Teil 1 wärmstens empfohlen: Keine Map, keine Hints und zig Abschnitte, die sich aufs Haar-genau gleichen! Danach sieht man die aktuellen Teile mit ganz anderen Augen! 🙂
Mit Fusion bin ich nie sonderlich warm geworden auch wenn ich es aus “historischen Gründen” durchgespielt habe und durchaus ein gutes “Metroid” ist, aber das relativ spät, da ich meine “GBA Zeit” erst später mit dem GBA/Gameboy Player des Gamecubes nachgeholt habe.

ChrisKong
4. März 2023 10:14

Zero Missions ist das etwas bessere Spiel, besonders was den Erkundungsfaktor betrifft. Atmosphärisch ist Fusion etwas stärker. Beides tolle Spiele, die auch heute noch zeitlos gut sind. Alles in Zero Missions zu holen erfordert aber einige Verrenkungen. Ohne einen Guide zu bemühen, wirds verdammt schwer.