SCEA-Ex-Boss Jack Tretton spricht über die Gründe seines Rücktritts

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Über 19 Jahre leitete er die Geschicke der PlayStation in den USA, bevor er Ende März von seinem Posten als Präsident und CEO von Sony Computer Entertainment America überraschend zurücktrat: Jack Tretton (wir berichteten). Über die Gründe seines Rücktritts sprach er jetzt mit GamesIndustry:

“Ich wollte auf dem Höhepunkt gehen”, erklärte er in seinem ersten Interview nach dem Fortgang von Sony. Er half maßgeblich dabei, die PlayStation am US-Konsolenmarkt zu etablieren und später gar zum Marktführer zu machen, nur noch übertroffen von der PS2. Seine “größte Herausforderung” sei dabei die PS3-Einführung (mitsamt der BluRay-Technologie) gewesen, die auch “finanzielle Herausforderungen” stellte, wie er verriet. Der PS4-Start lief wiederum sehr gut (“PS4 was such a great redemption” – wobei man “Redemption” ebenso als “Ablösung”/”Wiedergutmachung” als auch als “Rettung” übersetzen kann), weshalb nun für ihn der rechte Zeitpunkt gekommen war, Sony “mit gutem Gefühl” zu verlassen.

Vor Microsoft und Nintendo habe er “gewaltigen Respekt”, lobte er selbst die Konkurrenz. Doch obwohl er auch zu Microsoft gute Beziehungen hatte, heuerte er dort nicht an, sondern entschied sich Ende Mai für ein junges Start-Up-Unternehmen namens Genotaur, das sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt (mehr dazu hier). Auch wenn er jetzt nicht mehr für einen Konsolenhersteller arbeitet, glaubt er doch an die Zukunft der Spielemaschinen: “Ich denke, im Wohnzimmer wird es immer einen Platz für Konsolen-artige Geräte geben.”

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HajimenoIppo-09
11. Juni 2014 13:34

alles gute für die zukunft jack. man sollte aufhören, wenn es bekanntlich am schönsten ist. eine sehr vorausschauende und kluge entscheidung von tretton.

Fuffelpups
3. Juni 2014 15:09

Schade das er gegangen ist. Sony ist nun nicht meien Lieblingsfirma aber fand ihn als Sprecher auf der E3 immer super.