Sid Meier: “Die Spieleindustrie wird wachsen und expandieren”

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Sid Meier gab IndustryGamers ein Interview, in welchem er sich bezüglich der Zukunft der Spieleindustrie äußerte. So sei der Markt aktuell breitgefächerter als noch vor einigen Jahren und würde mehr Leute ansprechen. Es gäbe neue Eingabegeräte und innovative Konzepte von unabhängigen Entwicklern. Zudem bestünden viele Wege, um mit Spielen zu interagieren und alle würden nebeneinander existieren. Besonders hoffnungsvoll zeigte sich Meier gegenüber Social Network Gaming, in dem er mit Civilization World aktuell versucht, Fuß zu fassen.

Grundsätzlich sind Meiers Äußerungen ja schön und richtig, aber er vergisst komplett den finanziellen Aspekt. So ist es natürlich löblich, dass in den letzten Jahren viele neue Videospieler gewonnen werden konnten, wenn diese allerdings kein Geld für ihre Spiele ausgeben müssen, ist der Industrie nicht gedient. Vor allem Nintendo bekommt dies gerade mit voller Härte zu spüren, da viele der von ihnen rekrutierten Gelegenheitsspieler inzwischen offenbar zu Facebook & Co. abgewandert sind. 

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Christian xy
4. August 2011 13:17

Am besten sind die Spiele die konsequent auf ein Spielgefühl hin entwickelt werden. Kein Vereinfachung für Gelegenheitsspieler, kein Veteranen-Mode für Coregamer einfach nur das Spiel so wie es am besten passt.Wo sind nur die Entwickler die ein Spiel des Spiels wegen erschaffen und nicht ein Spiel des Geldes wegen??(sicher nicht bei Activision)Bin auch der Meinung, um erfolgreich zu sein sollte man sein Produkt nicht auf alle Spielergruppen anpassen.

Chiefcommander
4. August 2011 11:40

Ich sehe das auch kritisch. Diese Ansicht, alle Spielkonzepte total vereinfachen und verwässern zu müssen damit auch ja jede “”Zielgruppe”” es versteht (kommt man sich ja schon fast für Dumm verkauft vor) und dann mit Niedlichgrafik über Facebook und Konsorten zu verteilen, sei ein Garant für bessere Umsätze, teile ich überhaupt nicht.Wer Civilization mag, will ein tiefgreifendes, umfangreiches Strategiespiel mit all seinen Facetten. Wirkliche Fans vergrault man sich mit diesen Light-Versionen und welcher Gelegenheitsspieler will denn bitte ein solches Genre als Spiel für zwischendurch?Wie sehr die “”richtigen”” Spieler nach fordernden, umfangreichen Programmen verlangen, zeigt für mich beispielsweise der große Erfolg von Demon’s Souls, ohne große Werbekampagne, Top Grafik, etc.

captain carot
4. August 2011 0:53

Um vermeintlich einen größeren Kundenkreis anzusprechen. Das gleiche bei den ganzen Social Games. Und natürlich in der Hoffnung, dass bei jedem Spiel ordentlich Micropayments zusammen kommen. Wobei letzteres gerade bei der aktuellen Welle an FTP Angeboten anscheinend immer seltener der Fall ist.

tylerkenobi
3. August 2011 15:59

Die Industrie ist am besten damit beraten ihre zahlungswilligsten Kunden mit auf sie zugeschnittenen Produkten zu umwerben anstatt immer nach Wachstum und neuen Märkten zu streben. Die Konsolenauskopplung Civilization Revolution war mir viel zu primitiv. Warum diese Reduzierung der Spielmechanik, die bereits in Civ 5 erweiterungswürdig war.