Spielende Studenten, forschende Spieler

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In der Reihe “Game Studies“ veröffentlicht der Verlag Werner Hülsbusch Abschlussarbeiten junger Medien- und Kommunikationswissenschaftler und gibt damit einen Querschnitt durch den Stand der deutschen Computerspiel-Forschung. 

Die Titel der vier Neuerscheinungen sind respekteinflößend: Der Soziologe Alexander Stoll untersucht mit “”Killerspiele’ oder E-Sport“ die “Funktionalität von Gewalt und die Rolle des Körpers in Multiplayer-Ego-Shootern“ (28,90 Euro).

Roman Sedas “Interactive Storytelling im Computerspiel: Adventure Games im Spiegel polymedialer Einflüsse“ (35,90 Euro) beschreibt westliche Abenteuerspiele.
Ebenfalls als LucasArts-Fan outet sich Berhard Rapp mit “Selbstreflexivität im Computerspiel: Theoretische, analytische und funktionale Zugänge zum Phänomen autothematischer Strategien in Games“ (32,90), während Michael Mosel mit “Gefangen im Flow? Ästhetik und dispositive Strukturen von Computerspielen“ (29,90) acht Beiträge von Forschern der Jahrgänge 1979 bis 1983 sammelt, die sich mit Musik, interaktiven Dramen und Ideleogievermittlung beschäftigen. 
 

Wer sich an Formulierungen wie „als Selbstthematisierungsakt gerieren“ (Rapp) und „zeitliche Immersion (…) durch Integration prozessorientierter Echtzeitelemente befördert“ (Seda) nicht stört und wissen möchte, was „körperferne Systemtheorie“ und aristotelischen Strukturen mit Videospiel zu tun haben, erhält auf jeweils 160 bis 300 zum Teil farbig bebilderten Seiten Einblick ins Denken jungen Theoretiker.

Einige der Ansätze sind scharf, andere originell. Der schwer lesbar Kauderwelsch aus Medien- und Computer-Englisch, geisteswissenschaftlichem Fachjargon, Einschüben, Abkürzungen und Klammern ist vielen Aussagen jedoch hinderlich und bremst das Lesevergnügen. 

 

 

3 Kommentare
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captain carot
14. Mai 2009 8:47

LOL

captain carot
13. Mai 2009 19:20

Wird man das denn lesen können? Bei vielen solcher Arbeiten verdächtige ich die Autoren nämlich das Tatbestandes, sich so auszudrücken, dass Laien das ganze auf keinen Fall lesen wollen und nach Möglichkeit nicht verstehen. Dabei ist das Grundthema meist durchaus interessant.