Überraschung: Amazon kauft Twitch für 970 Millionen Dollar

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Wie inzwischen mit längeren Statements beider Parteien (nachzulesen u.a. bei Deadline) offiziell bestätigt wurde, hat nun überraschend Amazon den Streamingdienst Twitch für 970 Millionen Dollar gekauft – zuvor hatte es stets Gerüchte bezüglich einer Übernahme durch Google gegeben.

Was Amazon mit dem Deal bezweckt, ist aktuell noch unklar. Es wird jedoch schon länger darüber spekuliert, dass der Unternehmen im größeren Stil in die Spieleentwicklung einsteigen will.

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ChrisKong
28. August 2014 13:35

Klar gibts Erfolgsstorys, da spreche ich gar nicht ab. Nur ist per se ein Kauf dieser Grössenordnung nicht einfach automatisch durchdacht. Gut gedacht und schlecht gemacht geben sich oft die Klinke in die Hand. Was besonders auffällt, das ist das künstliche Aufblasen von Unternehmungen, dies verursachen aber Spekulanten, siehe FB. Das Unternehmen hatte niemals den Wert, für den man zu Beginn Aktien rausgehauen hat. Fast eine Milliarde für Twitch zu bezahlen, weiss nicht, ob man für das Geld nicht selber hätte was aufbauen können. Leute abwerben fürs Knowhow, eigene Infrastruktur erweitern, etc. Wie und ob sich das rechnet, wird an sehen. Das Problem vieler Firmen ist, sie kaufen sich Innovation ein, sie entsteht nicht mehr in den Unternehmen selbst. Folglich wissen sie manchmal halt nicht mehr, wie damit umgehen. Dein Beispiel MS Rare veranschaulicht das nur allzu deutlich.

HajimenoIppo-09
28. August 2014 12:25

@ chriskongich kann deine meinung verstehen und teile sie aber nur zum teil. es gibt definitiv unternehmensakquisitionen, die mehr schaden anrichten als profit bringen. aber es gibt auch gegenbeispiele, indem unternehmen erst durch die akquisition erst ri

ChrisKong
27. August 2014 15:56

Das stimmt doch einfach mal null. Grosse Unternehmen hauen dauernd Kohle raus in irgendwelche Projekte und nix kommt dabei rum. Kann hier anders sein, muss aber nicht. Aber davon auszugehen, dass man bei solchen Summen besser kalkuliert ist Schwachsinn. Frag mal die ganzen Banken, die an den einstigen Bautycoon Jürg Schneider Milliardenkredite gegeben haben, obwohl der faktisch schon längst pleite war. Dagegen ist der Betrag da noch heilig.Unsere Fluglinie, die Swissair, hat sich mit dieser verfehlten Hunter Strategie ihr eigenes Grab geschaufelt und musste von der Lufthansa übernommen werden, dies obwohl das niemand für möglich gehalten hätte. Nein, grosse Firmen machen genauso Fehler wie die kleinen, nur dass sich deren Fehler auf sehr viel grössere Teile der Bevölkerung und der Wirtschaft auswirken.

HajimenoIppo-09
27. August 2014 11:28

durch die akquisition von twitch verspricht sich amazon größeren umsatz. twitch stellt für amazon nichts anderes als eine werbewirksame plattform für spiele da. da twitch ca. 55 mill. user mitverfolgen kann amazon die gezeigten games auf ihrer seite werben und so eine sehr große kundenschicht ansprechen und zum kauf locken. desweiteren kann ich mir gut vorstellen, dass premium user durch aktionen games zu rabattpreisen kaufen können. es ist doch immer das gleiche: kein unternehmen würd so eine große summe ausgeben, wenn er nicht wüßte, dass man hohen umsatz damit erzielen kann. ob es jetzt schlecht oder gut ist, wird erst langfristig sich zeigen.

Lofwyr
26. August 2014 20:28

Es sind schon ganz andere Firmen vor die Hunde gegangen. Amazon verzettelt sich zu sehr und das kann nicht gut gehen.

IceWilliams
26. August 2014 18:55

Die Frage ist halt auch, wie bezahlt amazon das. Oftmals werden da ja auch nur Aktien im entsprechenden Gegenwert verteilt, das merkt Amazon dann wirklich kaum….Und das was Lofwyr anspricht, stimmt. Bislang gehts amazon nur um Marktherrschaft. Irgendwann wollen die Aktionäre aber mal Gewinne sehen, und dann bin ich mal gespannt, was amazon aus ihrer Marktherrschaft macht. Wird für uns Kunden dann vielleicht nicht mehr so schön, und dann wünscht sich manch einer vielleicht das Amazon nicht so mächtig geworden wäre.

Lofwyr
26. August 2014 18:12

Ihr wisst schon das Amazon dauernd Verluste macht? Weil die expandieren wie blöde und tierisch subventionierte Hardware verkaufen.Was die jetzt mit Twitch wollen erschließt sich mir übrigens nicht.

ChrisKong
26. August 2014 17:40

Das mit dem Denken ist so eine Sache. Wie oft sind damit schon Firmen auf die Nase gefallen? Viel Geld für etwas raushauen, das erscheint mir mal per se nicht wirklich durchdacht, das wird dann erst die Zeit zeigen.

Whitebeard
26. August 2014 17:34

970 Millionen ist für die doch so viel, wie für uns 9,70 €…Ne Spaß beiseite.Ist´ne stolze Summe und die werden sich schon was dabei gedacht haben so viel zu investieren…

Ravingrabbid
26. August 2014 15:54

970 Millionen sind kein Pappenstiel. Hoffentlich erstickt der Konzern mit dem großen “”A”” (rsch) daran.

ChrisKong
26. August 2014 15:44

[quote=From Beyond]

Unabhängig von Twich, was ist denn so schlimm an Amazon? Ich bestelle dort häufig und gerne!

[/quote]Weil Wettbewerb nunmal förderlich ist. Amazon steuert auf Quasimonopolist zu, das kann niemals gut sein. In der Schweiz haben wir so einen Monopolisten bei den Onlinehändlern zum Glück nicht. Bezeichnend dafür ist doch schon das Beispiel, dass man für schnellere Lieferung extra blechen soll.Wär die Konkurrenz grösser, dann würde sich das automatisch so ergeben, dass jeder Shop bemüht sein müsste, den besten Service zu bieten. Monopole waren noch nie etwas gutes und werden es auch nie sein. Solche Firmen werden immer um den kleinsten gemeinsamen Nenner bemüht sein und den forcieren. Dabei bleibt dann alles andere auf der Strecke. Solche Entwicklungen sind schon deutlich zu beobachten. Dieses agressive Aufkaufen von Firmen, finde ich in höchstem Masse bedenklich und das sollte jeder einigermassen aufgeklärte Kunde so sehen.Heute haben wir bei Videospielen doch auch faktisch einen Markt, bei dessen Produktionsbudgets die Schere immer weiter auseinander geht. Indie oder Triple A Games. Da war die Spielelandschaft früher sicher vielfältiger, was das betrifft. Heute muss irgendwie alles zu einem Publisher gehören und der diktiert. In der Filmbranche ist es doch genauso, die grossen Studios suchen den kleinsten gemeinsamen Nenner und produzieren den. Wer anderes will schaut Independent Kram. Das, was dazwischen mal die Masse war, wurde vom System langsam aber sicher aussortiert. Darum haben auch immer mehr Entwickler ihre eigenen Studios gegründet oder Schauspieler ihre eigenen Produktionsfirmen, um genau diesem Trend entgegenzuwirken. Und sowas sollte immer mal vor Augen geführt werden, wenn man meint Riesen wie Amazon, Google und Facebook als harmlos betrachten zu müssen.

IceWilliams
26. August 2014 15:37

[quote=Barbarez82]

Der Sitz von Amazon ist in Luxemburg, ergo zahlen sie Steuern in Luxemburg. Ich bestelle gerne bei Amazon. In letzter Zeit sogar gerne bei Amazon.it. BluRays ungeschnitten und teilweise halb so teuer wie in DE. Der Witz ist, es wird trotzdem aus Bad Hersfeld verschickt. Solltet ihr mal ausprobieren. Die deutschen log in Daten reichen auch. Ach ja, die Versandkosten sind auch niedriger.

[/quote]Nö, so einfach ist das nicht.http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/ableger-in-luxemburg-wie-amazon-sich-ums-steuerzahlen-drueckt/7492820.html

APT
APT
26. August 2014 14:32

Ich bezahle schon für Twitch (turbo) und unterstütze den ein oder anderen streamer (sub). Solange alles beim alten bleibt bin ich gern bereit weiter für Twitch zu zahlen. ^^

Barbarez82
26. August 2014 14:32

Der Sitz von Amazon ist in Luxemburg, ergo zahlen sie Steuern in Luxemburg. Ich bestelle gerne bei Amazon. In letzter Zeit sogar gerne bei Amazon.it. BluRays ungeschnitten und teilweise halb so teuer wie in DE. Der Witz ist, es wird trotzdem aus Bad Hersfeld verschickt. Solltet ihr mal ausprobieren. Die deutschen log in Daten reichen auch. Ach ja, die Versandkosten sind auch niedriger.

IceWilliams
26. August 2014 14:03

Das kommt drauf an, was amazon mit Twitch vorhat…. Die kaufen es jedenfalls nicht, ohne irgendwie damit Gewinn erzielen zu wollen. Werbung ? Gebühren ? Keine Ahnung, mal abwarten was die Zukunft bringt…

APT
APT
26. August 2014 13:41

Steuersünder hin oder her, auf lange sicht gesehen ist eine partnerschaft mit Amazon für UNS warscheinlich weitaus angenehmer. Ich denke über Google’s absolut übertriebene Copyright schikane wurde schon genug gesagt. Google hätte Twitch warscheinlich ruiniert.

Fenikkusu Hato
26. August 2014 13:35

Die frage ist, ob nachdem Amazone ihre “”Konsole”” dann doch nur zum Player degradierte, wirklich ein Twitch braucht, denn da gibt’s eigentlich ausser Let’s Plays doch gar nichts.

IceWilliams
26. August 2014 13:28

@Frombeyond: Naja das würde wohl eine recht lange Liste werden. U.a. zahlt amazon in Deutschland nur einen winzigen Bruchteil der eigentlichen Steuern, den Rest versteuert man in Luxemburg. Und zahlt auch dort kaum Steuern…Also jeder der sich über Uli H

NEROtheDEVIL
26. August 2014 13:25

Naja wenigstens wird so Google nicht langsam zur Allmacht. :

From Beyond
26. August 2014 13:09

Unabhängig von Twich, was ist denn so schlimm an Amazon? Ich bestelle dort häufig und gerne!

Prometheus
26. August 2014 12:22

Schon ulkig, hab ich noch nie benutzt. Bedenklich stimmt es trotzdem. Oculus durch Facebook, Twitch durch Amazon, YouTube durch google. Alles wird monopolisiert. Yay.

Tomatenmann MofD
26. August 2014 12:20

tschüss twich..das wars ^^

ChrisKong
26. August 2014 12:20

Hoffentlich übernimmt sich Amazon und geht irgendwann pleite. Neue Player im Markt würde ich begrüssen, aber jede Firma, die zu gross ist, ist einfach eine Bedrohung. Amazon must die.

IceWilliams
26. August 2014 11:53

Da wäre ich mir gar nicht so sicher. Amazon kann somit wahrscheinlich noch mehr druck auf die Spiele bzw Konsolenhersteller ausüben. Mir ist Amazon seit langem viel zu mächtig….aber da ist wohl ein anderes Thema 🙂

Kakyo
26. August 2014 11:52

Amazon gehört für mich (und das sag ich als kunde) eigentlich auch zu den “”großen Bösen”” aber auch ich denke das es im Gegensatz zu Google noch die bessere lösung ist ;P

AkiraTheMessiah
26. August 2014 11:52

Google der schlechtere Deal? Ich glaube, da nehmen sich die beiden Firmen nichts ..

APT
APT
26. August 2014 11:34

Mal schauen was das im endeffekt für die user bedeutet. Ich wage aber mal zu behaupten das google der schlechtere deal für uns gewesen wär.