
Eine Projektgruppe an der Fachhochschule St. Pölten hat eine Software entwickelt, mit der die Wii-Fernbedienung zum Steuergerät für ein digitales Whiteboard mutiert.
Ein digitales Whiteboard ist eine große Arbeitsfläche zur Interaktion mit PC-Inhalten. Die Arbeitsfläche kann dabei jede beliebige Oberfläche sein, z.B. eine weiß gestrichene Wand oder eine Dia-/Filmleinwand. Für diese Technik werden oft spezielle Beamer genutzt, die je nach Ausstattung einige Tausend Euro kosten.
Mithilfe der Wii-Remote geht das nun deutlich günstiger. Benötigt werden ein normaler Beamer, die Wii-Fernbedienung, ein Infrarot-Stift und die von der Projektgruppe entwickelte Software. Im Gegensatz zur normalen Anwendung ist die Wii-Remote nicht das Eingabegerät in der Hand des Spielers, sondern wird als Infrarot-Empfänger geeignet im Raum platziert. Die Wii-Fernbedienung registriert die Bewegungen mit dem Infrarot-Stift und leitet die Daten via Bluetooth an den PC weiter. Die Software übernimmt anschließend die Verarbeitung.
Diese Art der Wii-Remote-Zweckentfremdung ist nicht neu, im Internet kursieren bereits diverse Bastelanleitungen für ein solches System. Was die von der FH St. Pölten entwickelte Software von anderen Lösungen unterscheiden soll, ist die Bedienfreundlichkeit. “Unser Ziel ist eine einfache One-Click-Lösung”, sagt Projektleiter Klaus Temper vom Institut für Medieninformatik der FH St. Pölten.
Ob dieses Ziel erreicht wird, stellt sich im nächsten halben Jahr heraus: Dann wird die fertige Software zusammen mit der Aufbauanleitung zum freien Download angeboten.








