007: Die Welt ist nicht genug – im Klassik-Test (PS)

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Meinung & Wertung

Colin Gäbel meint: Bond Ballert Wieder! Mit Die Welt ist nicht genug beweist Electronic Arts, dass sich aus einer hochkarätigen Filmlizenz auch ein erstklassiges Videospiel basteln lässt – zumindest auf dem N64. Statt wie in Der Morgen stirbt nie Versatzstücke aus unterschiedlichen Genres in einen Topf zu werfen, wurde Bonds neuester Einsatz als reinrassiger Ego-Shooter konzipiert, was dem Agenten-Thriller ausgesprochen gut tut. Die Mischung aus Offensiv-Aufträgen und stillen Infiltrations-Missionen fesselt nicht nur Anhänger des smarten Spions ans Pad. Technisch überzeugen sowohl N64- als auch PSone-Version mit toller Optik und knackigen Soundeffekten. Nur spielerisch kann die Sony-Fassung mit dem Nintendo-Pendant nicht ganz mithalten. Weniger Missionen, ein fehlender Multiplayer-Mo­dus (der auf dem N64 wirklich gelungen ist) und die mangelhafte Gegnerintelligenz lassen den PSone-Agenten als Verlierer dastehen. Während Nintendo-Spione nur mit der richtigen Taktik vorwärts kommen, ist auf der 32Bit-Konsole meist ‘Durchrennen & Ballern’ angesagt. Ein Prädikat bleibt dem Modul-Bond dennoch verwehrt, da weder Abwechslung noch Ideenreichtum die Klasse von Rares Egoshootern erreichen.

Ballern im Namen Ihrer Majestät: Zu kurzer Ego-Shooter, dank gelungenem Level-Design dennoch ordentlich.

Singleplayer69
Multiplayer
Grafik
Sound
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JACK POINT
18. Juli 2020 2:38

Also seitdem ich das Spiel damals gespielt hab, seh ich Texturen auf der PS1 irgendwie teils als primitiver an als sie ohnehin waren. Ich finde sogar, dass da viele Spiele grafisch fortgeschrittener wirken bzw. von der Illusion einer glaubwürdigen Welt, die sie mit Tricks darstellen wollen, die sogar lange vorher erschienen sind.

Aber das mag auch daran liegen, dass das Spiel sich wie ein Stuntman ohne Autos spielt. Wie wenn man in einem engen Script haufenweise extrem eng gesteckte Aufgaben erfüllen muss, ohne spielerisch atmen zu können.

Als wie wenn einem im Handbuch schon gesagt werden würde in welcher genauen Minute im Spiel man nun welches Gadget braucht.

Aus meiner Sicht ein Spiel zum abgewöhnen. Die N64-Version dagegen kenn ich nur aus Videos, aber was ich da gesehen hab ist da weniger kontextsensitiver Gadget-Einsatz-Quatsch enthalten und mehr Ego-Shooter und es sicher damit um Längen besser.

Für mich definitiv eines der schlechtesten Bond-Spiele überhaupt. Kann da Colins Fazit nicht so ganz nachvollziehen.

Belächelt mich, weil ich sogar mit Quantum Trost auf der 360 Spaß hatte, aber das ist noch um Welten besser, weil sogar das einen weniger einengte, so was ich mich erinnern kann und das hab ich gern durchgespielt, “Die Welt ist nicht genug” hab ich irgendwann aufgehört- war einfach zu stupide nach Skript.