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| Spiel: | 3D Dot Game Heroes |
| Publisher: | Atlus |
| Developer: | Silicon Studios |
| Genre: | Action-Adventure |
| Getestet für: | PS3 |
| Erhältlich für: | PS3 |
| USK: | 6 |
| Erschienen in: | 6 / 2010 |
Wo endet eine Hommage und wo beginnt ein Plagiat? Wie nahe darf eine Parodie dem Original kommen? Schwierig zu beantworten, vor allem wenn das fragliche Produkt so rundum sympathisch aussieht wie Silicon Studios’ 3D Dot Game Heroes. Wer auch immer seine ersten Videospiel-Schritte im 8-Bit-Zeitalter tat, im Idealfall noch per NES, dem treten pixelförmige Tränen der Rührung in die Augen, sobald er auch nur einen Screenshot dieses stilistisch einzigartigen Action-Adventures zu Gesicht bekommt.
Das Grundkonzept ist dabei so einfach wie genial: Ein zweidimensionales 8-Bit-Action-Adventure wölbt sich in die dritte Dimension und reflektiert gleichzeitig über die eigene Seriengeschichte. Die benutzte Grafiktechnik ist dabei nichts Neues. Schon 1992 führte NovaLogics ”Comanche-Flugsimulator die sogenannten volumetrischen Pixel (kurz: Voxel) in die Videospiel-Szene ein, um einen dreidimensionalen Effekt zu erzielen. Was damals aber noch als realistische 3D-Grafik gemeint war, wird heute absichtlich zur Verfremdung eingesetzt. 3D Dot Game Heroes zeigt das Geschehen im Fantasy-Königreich Dotnia aus derselben isometrischen Perspektive wie sein Vorbild, das erste The Legend of Zelda. Im Gegensatz zum 2D-Abenteuer von 1986 besitzt jeder dargestellte Pixel nun auch ein Volumen und wird zum 3D-Würfel. Moderne optische Effekte wie reflektierende Wasseroberflächen, Lichtspielereien und vor allem eine extreme Tiefenunschärfe erwecken den Eindruck, als hätte jemand Shigeru Miyamotos Klassiker mit Legosteinen nachgebaut und mit den Modellen und Gebäuden einen Stop-Motion-Film gedreht. 3D Dot Game Heroes leiht sich sogar den Effekt bei den Spielen der Lego-Serie, dass Gegner, die Ihr per Schwertstreich besiegt, in ihre einzelnen Voxel-Bestandteile zerfallen, die physikalisch korrekt durch die Gegend purzeln.
Die Ähnlichkeiten zu Zelda sind an dieser Stelle aber noch lange nicht erschöpft. Hier wie dort wird ein einst idyllisches Märchenreich – im Fall von 3D Dot Game Heroes heißt es Dotnia – von einer archaischen bösen Macht bedroht. Ein einsamer Kämpfer mit Schwert, Schild und Magie tippelt los, um eine Oberwelt voller Hindernisse und labyrinthischer Tempel zu durchqueren und hilfreiche Items zu sammeln, um schließlich dem Bösewicht – hier dem dunklen Bischof Fuelle – im Duell entgegenzutreten. Euer Heldenmännlein, für das Ihr übrigens jedes Mal einen neuen Voxel-Avatar auswählen dürft, sobald Ihr Euren Spielstand geladen habt, besitzt am Anfang des Spiels nur je drei bzw. zwei Container für Lebens- und Zauberenergie.











Hätte 3D Dot Game Heroes wie Wildgrubers geschrieben hat mehr bietet als Zelda Hommage, hätte ich mir gegönnt.
Ich habe mir das Spiel damals zu Release gekauft und bin überrascht gewesen, wie fordernd es gegen Ende wurde (Kämpfe).
Sicherlich ein Titel, der aufgrund seines Looks als Neuauflage seine Käufer auch heute noch finden würde.
Das ist eins (wenn nicht das) PS3-Exclusive, welches ich nie auf der Konsole gezockt habe.
Allein aufgrund des einzigartigen Looks (seinerzeit) eigentlich ziemlich auffällig und komisch, dass es nicht den Weg in mein Regal gefunden hat