80 Days – im Test (Switch)

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Eigentlich ist es doch ­erstaunlich, wie selten Werke von Jules Verne, dem französischen Mitbegründer der Science-Fiction-Literatur, als Vorlage für Videospiele dienen. Aber seine ”Reise um die Welt in 80 Tagen” wurde wenigstens zweimal gewürdigt: Über das C64-Spiel von Rainbow Arts wollen wir den Mantel des Schweigens legen und Eure Aufmerksamkeit lieber auf das nun auch für Switch erhältliche 80 Days lenken. Dort startet Phineas Fogg von London aus in sein großes Abenteuer, begleitet von seinem treuen Diener Passepartout, in dessen Rolle wir schlüpfen, um die Geschicke zu leiten.

80 Days ist im Kern eine virtuelle Variante der ”Mache dein eigenes Abenteuer”-Bücher, bei der Ihr laufend durch Eure Entscheidungen den Fortschritt der Geschichte beeinflusst. Zuvorderst kümmert Ihr Euch um die Routenplanung, beachtet aber noch mehr Aspekte: So verwaltet Ihr die Finanzen, müsst auf Euer Inventar achten, Gegenstände kaufen und verkaufen sowie die Gesundheit Eures Dienstherren im Blick behalten. Spielerisch wird das über klug strukturierte Menüs gelöst, in denen Ihr aber nicht nach Belieben grübeln könnt: Die Zeit steht in den meisten Situa­tionen nicht still, Ihr müsst Eure Entscheidungen also flott fällen oder teils unangenehme Konsequenzen in Kauf nehmen. Auch in Textform gehaltene Gespräche und Erkundungsbummel nehmen einen großen Teil des Spiel ein: Dort getroffene Entscheidungen können ebenso drastischen Einfluss auf die Reise haben wie vereinzelte Zufallsereignisse. Selbst wenn Ihr wider Erwarten schon bei den ersten Versuchen innerhalb des Zeitlimits nach London zurückkehren solltet, lohnen sich weitere Reisen: Von den fast 170 Städten und Hunderten Personen sowie einigen überraschend ausführlichen Nebenhandlungen bekommt Ihr jedes Mal nur einen Bruchteil zu Gesicht.

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