Abyssus – im Test (PS5)

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Pünktlich zum großen Inhaltsupdate 1.3 erscheint dieser kurzweilige Roguelite-Ego-Shooter, der das Upgrade-System von Hades mit dem Tempo von Doom verknüpft, für die Heimkonsolen.

Die Prämisse lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Ihr ­landet schiffbrüchig in einer Unterwasserwelt und müsst Euch nun durch aztekische Tempel-Biome mit Maschinen, ­Echsenpriestern und Göttern kämpfen, um zu entkommen. Im Gegensatz zu vielen Genre-Konkurrenten wie ­Roboquest oder Gunfire ­Reborn verzichtet Abyssus auf Ausrüstungs-Loot. Zu Beginn wählt Ihr Eure Cooldown-Fähigkeit, etwa eine Granate, Wachtürme oder einen riesigen Anker, sowie Eure für diesen Lauf einzige Waffe. Passend für einen Retro-Ego-­Shooter sind diese neun Schießeisen recht kreativ. Neben der Shotgun oder dem Automatikgewehr habt Ihr etwa die Wahl zwischen dem Scheibenwerfer, der Tesla-Gun und der Glibber­kanone ”Fischgottheit”. Diese bieten primäre und sekundäre Schussmodi, die mit etwas Glück und dem richtigen Upgrade zum Gamechanger eines Laufs werden können.

Jeder Versuch läuft so ab, dass Ihr Euch im Eiltempo durch vier der fünf Biome und deren Arenen kämpft. Meist zerstört Ihr dabei alle Feinde. Ab und an erfüllt Ihr jedoch auch kleine Spezial­aufträge wie die Zerstörung von Heilblumen oder das Halten einer bestimmten Position. Wie in ”Hades” erwartet Euch nach fast jeder Arena eine Belohnung. Besonders wichtig sind die Schmiede und Göttersegen. In der Schmiede modifiziert Ihr Eure Waffe oder Fähigkeit mit zufälligen Upgrades. Bei den Segen wählt Ihr im Verlauf drei der elf Elementarbuffs, etwa Feuer, Eis, Gold, Tentakel oder Geister, und erhaltet dann bis zu 15 weitere Modifikationen, die im besten Fall ein Schlachtfeld in Sekundenschnelle räumen und Bosse schmelzen lassen.

Nach einem Versuch levelt Ihr ein permanentes Brett, um Durchläufe zu erleichtern. Diese könnt Ihr im Verlauf durch Modifikatoren wie mehr Bossmanöver und eine neue finale Bossphase auch erschweren. Aufgelockert wird der Lauf durch die Suche nach Zielscheiben und Geheimnissen, die Ihr auch in der Lobby entdecken könnt. So schaltet Ihr neben Skins auch Ausrüstungsteile frei.

Im Koop-Modus macht der Ego-Shooter mehr Spaß, da Ihr Synergieeffekte der Segen nutzen und starke Buff-Relikte miteinander tauschen könnt. Außerdem ist hier eine Wiederbelebung möglich. Allgemein stört es, dass Ihr die Räume und Bosse schnell auswendig kennt und sich das Trefferfeedback trotz zahlreicher Effekte und sichtbarer Lebens­leiste recht schwach anfühlt.

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