
Meinung
Steffen Heller meint: Auch wenn sich mein Test sehr negativ lesen mag, habe ich mich 14 Stunden am Stück nicht gelangweilt und hatte meist meinen Spaß mit Basim, selbst wenn die Story nach den ersten zwei Stunden absackt. Ja, man kann wie ich eine Menge kritisieren, aber selbst wenn Mirage weit entfernt ist von den Höhepunkten alter Serien-Meilensteine wie der Saga um Ezio oder Black Flag, kommen Fans früherer Teile trotzdem auf ihre Kosten, wenn sie keinen Schauplatz erwarten, der sich vollkommen neu anfühlt. Einzig und allein das Questdesign mit der Suche nach klitzekleinen Zettelchen verzeihe ich Mirage nicht, da ich mich hier immer wieder künstlich ausgebremst fühle. Der Rest ist eine gefällige Zeitreise in alte Assassinen-Tage, die jedoch mit der Mischung aus traditionellen und modernen Elementen nicht immer ins Schwarze trifft.
Fabiola Günzl meint: ”Wir arbeiten im Dunkeln, um dem Licht zu dienen” – das trifft ziemlich gut auf Assassin’s Creed Mirage zu. Der kleinen Open World stehen die zahlreichen Details sowie die gelungenen Missionen gut zu Gesicht und der Fokus auf die Stealth-Mechanik macht ordentlich Spaß. Endlich hat es wieder Konsequenzen, wenn man wild herummeuchelt! Auch der Fertigkeitenbaum setzt auf Qualität statt Quantität, sodass jeder investierte Punkt spürbar ins Spielgeschehen eingreift. Was mich aber abgesehen davon, dass ich mit der seichten Story und Basim als Figur irgendwie nicht warm werde, wirklich Nerven kostet, ist die unpräzise, unangepasste Parkoursteuerung. Trotzdem kann mich das lebendige Bagdad gerade durch die überschaubare Spielzeit überzeugen, auch wenn Mirage nicht der stärkste Teil der Reihe ist.









Das sind gut und gerne noch zehn Prozent zu viel. Gerade das bockige Parkour-System ist ein krampf. Der Umfang geht klar. Die Story ist platt, einen Aladdin Spin hat man verpasst, wobei das super gepasst hätte. Bagdad und der historische Kontent – diesmal mit Bildquellen!!! – ist toll.
Kampfsystem ist meh und teilweise unfair, die Waffen sind lächerlicher 08/15-Fantasy-Scheiß,, die Gegner-KI dumm wie Brot und nur die wenigsten der Perks werden wirklich benötigt. Gerade die “Zauberkräfte” sind nicht nur langweilig, sondern noch mehr OP als die Rauchbomben.
Die deutsche Synchro war dieses mal echt mies.
Was mich echt angepisst hat:
1. Das das Spiel einem zwar immer wieder klar macht, dass man eben NICHT kämpfen soll, sondern schleichen, wirft es einen aber immer wieder in Szenen, in denen man kämpfen MUSS.
2. Es gibt sechs Rüstungs-Waffensets und ein paar Verkleidungen. Den Rest kann man gegen Echtgeld dazukaufen! Das stinkt doch sehr nach “cut-2-sell-content”.
65% – zu viele Dinge, die einfach nicht passen. Fans der alten Teile, als die ohne PRG-Schnickschnack, werden trodz der bockigen Steuerung Spaß haben. Wer damit in die AC-Reihe einsteigen will, sollte besser zu einem Remaster der alten Teile greifen.
Für Leute wie mich, die leider nicht mehr so viel Zeit zum Zocken haben, genau die richtige Länge.
Es spielt sich gut weg und ich möchte mich auch nicht mehr wie blöde in Spiele verbeißen wie noch bei Sekiro. Werd langsam alt 🙂