Batman: Arkham Asylum – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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So simpel ­gestrickt das Kampfsystem wirkt, so faszinierend ist es im Einsatz: Eine Taste für Angriffe und eine weitere zum Kontern bilden die Grundlage. Blitze über den Köpfen Eurer Gegner kündigen eine ­Attacke an. In konkurrenzloser Eleganz ­gehen die einzelnen Animationen ineinander über und schicken die Gegner reihenweise auf die Matte. Obwohl die Moves mit Greifhaken und Bata­rang kombiniert werden können, bleibt Batman seinem Grundsatz treu und tötet nicht. ­Erfolgt kein finaler Knock-out, stehen die Wider­sacher auf, brechen Eisenrohre aus der Wand oder bedienen sich an nahe­gelegenen Waffenschränken. Der letzte Gegner wird stets in Zeitlupe gezeigt, während Ihr ihm in Nahaufnahme den Garaus macht. Zu den Faustkämpfern gesellen sich Messerstecher. Die sind rot und mit dem Cape zu betäuben, Feinde mit Elektroschockern greift Ihr von ­hinten an.

Besondere Vorsicht ist bei Joker-Schergen mit Schusswaffen geboten. Immer wieder gelangt Ihr in große, verwinkelte Räume, in denen diese Kerle patrouillieren. Wahlweise zieht Ihr Euch per Greifhaken an einen der ringsum angeordneten Wasserspeier, baumelt kopfüber und schaltet vorbeischleichende Feinde lautlos aus. Oder Ihr haut sie von dort oben mit dem fernsteuerbaren Batarang von den Socken. Vielleicht doch lieber ein Gleittritt mit ausgebreitetem Cape, um anschließend per Greifhaken in Windeseile den herbeieilenden Komplizen zu entwischen? Das ist gefährlich, geht aber meist schnell, denn allzu helle sind die Jungs nicht. Zwei, drei schnelle Ortswechsel und schon haben sie Batman aus den Augen verloren. Dann geben sie sich gegenseitig Deckung und rufen sich Statusberichte zu. Diese passen stets zum Geschehen und sorgen für ein dickes Plus an Atmosphäre.

Im Kugelhagel ist Euer Held schnell Geschichte. Sollte Euch der Kampf von oben nicht liegen, taucht Ihr unter dem Fußboden ab oder verschwindet in Lüftungsschächten, um lautlos hinter ahnungslosen Gegnern hervorzukriechen. Alternativ besprüht Ihr speziell gekennzeichnete Wände mit Explosivschaum, den Ihr mit dem entsprechenden Upgrade einzeln zündet und so Eure Wider­sacher unter den Trümmern begrabt. Je mehr Panik Ihr durch schnelle Angriffe verur­sacht, desto nervöser verhalten sich Jokers Prügelknaben. Einer feuerte sogar vor Schreck auf einen zischenden Boiler. Damit sich derartige Schleich­abschnitte nicht zu sehr ähneln, sorgt der ­durchtriebene Joker für Variation: Mal müsst Ihr ­unentdeckt bleiben, an anderer Stelle wird Alarm ­geschlagen, wenn eine der Patrouillen ­bewusstlos wird. Zu ­keinem Zeitpunkt erreicht ­Batmans Schleicherei dabei die spielerische Tiefe eines Metal Gear Solid, ­stattdessen ­erinnert die ­überschaubare Zahl an Möglichkeiten an Riddicks Flucht aus Butcher Bay, spielt sich aber noch besser.

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Max Snake
5. September 2025 0:54

Batman: Arkham Asylum ist mein erstes Spiel des Fledermaus. Da verzeihe ich auch den nervigen Schlauch Luken und den ständigen Nachtmodus.

Arkham City war mein Marathon.

Arkham Knight ist und bleibt der besten Teil der Reihen. Charaktere, Wendung, Abwechslung, ja sogar das Batmobil erinnert an Full Auto.
Bin nur dankbar kein Let’s Play gesehen habt, sonst hätten die Überraschungen verdorben.

Eydrian
4. September 2025 22:19

In der Tat eines der denkwürdigsten Videospiele aller Zeiten! Wenn ich nur an die Scarecrow-Abschnitte denke…

Und ja, Teil 2 war auch eine Granate und danach nahm es natürlich ab. Alles mehrfach durchgespielt und während ich diese Zeilen schreibe, bekomme ich schon wieder Lust auf einen Durchgang. 🦇

Rudi Ratlos
4. September 2025 17:06

Famoses Spiel – zusammen mit Teil 2! Teil 3 war dann leider imo zu überladen, der Fokus auf das Batmobil hat genervt.