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Im Kampf greift Ihr in Echtzeit zum Katana und reagiert auf feindliche Attacken vor allem mit gut getimten Paraden – eine Mechanik, auf die mittlerweile kaum noch ein Actionspiel verzichtet. Sich hier schlicht anzuschließen? Daraus kann man Game Freak wirklich keinen Strick drehen. Die Umsetzung der Mechanik ist jedoch diskussionswürdig, denn sowohl die Animationen als auch die audiovisuellen Effekte sind nahezu 1:1 an FromSoftwares Sekiro angelehnt. Unabhängig davon gilt: Ganz nach dem Sprichwort ”Besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht” ist diese ”Verbeugung” eine der am besten umgesetzten Parade-Mechaniken der letzten Zeit.
Wir führen diesen Punkt nur deshalb so ausführlich aus, weil das Parieren keine optionale Spielerei, sondern fest im Spielkonzept verankert ist. Erfolgreiche Paraden füllen Eure Anzeige für Spezialmanöver, ermöglichen das Auslösen einer Zeitlupe und aktivieren die vielseitigen Boni Eurer Schwerter. Auch Euer tatkräftiger Begleiter – die anmutige Fellnase Kuu – profitiert von Eurem Können mit der Klinge. Jede erfolgreiche Parade versorgt den Vierbeiner mit Punkten, die in die Ausführung von ”magischen” Blütenkünsten investiert werden. Im Kampf friert Ihr das Geschehen ein, um aus einer im Verlauf wachsenden Zahl an Fähigkeiten zu wählen – das erinnert an das hybride Kampfsystem der ”Final Fantasy VII Remake”-Trilogie.
Kuu kann Feinde mit feurigen Geschossen bombardieren, sie durch Rankenwuchs festsetzen oder sogar vergiften. Im Zusammenspiel mit Emmas direkter Schwertkampf-Action entstehen so regelmäßig dynamische Keilereien, die mit einem durchaus fordernden, aber nie frustrierenden Schwierigkeitsgrad für großen Spielspaß sorgen. Keine Bange: Eine Kompromisslosigkeit wie bei Sekiro müsst Ihr nicht befürchten, dennoch solltet Ihr eine Affinität für rhythmische Kämpfe mitbringen.








