Bionic Commando – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Meinung

Matthias Schmid meint: Obwohl ich während der zwölf Stunden Spielzeit über einige frustige Stellen geflucht habe, hat mir das Abenteuer unterm Strich gefallen. Das Schwingen am langen Arm klappt gut und fühlt sich auch so an; das Kämpfen mit dem Greifer macht Laune – vor allem das schwache Fußvolk zerpflückt Ihr auf immer wieder andere Weise. Doch wieso gibt es nicht mehr Gegnertypen, weshalb so wenig echte Schwung- und Kletterabschnitte und warum tangiert mich die Geschichte nicht? Das Greifen und Schleudern von erledigten Gegnern ist eine feine Idee, klappt aber oft nicht optimal. Komisch finde ich an dieser Stelle die ’ab 18’-Freigabe, wo doch kein Blut fließt. ­Lobenswert ist das geschlossen-aggressive Vorgehen der feindlichen Soldaten und manche taktisch anspruchsvolle Stelle, die das ­Kombinieren Eurer Fähigkeiten erfordert.

Michael Herde meint: Im Gegensatz zu Matt­hias empfinde ich das Schwunggefühl als misslungen. Verglichen mit Spideys Schwindel erregenden Manövern in Web of Shadows macht der ­träge Spencer keinen Stich. Regelmäßig plumpse ich ins Wasser und muss quälend lange zusehen, wie mein Held ersäuft. ­Neben der schwer einzuschätzenden Schwingmechanik sorgen auch hektisch-­unpräzise Schusswechsel für Stirnrunzeln. Stets müsst Ihr sämtliche Gegner im Areal töten, ehe die Hack-­Terminals aktivierbar sind. Zugute halte ich dem Titel, dass er sich vom Gros der ­Action-Konkurrenz abgrenzt: Wer sich mühsam in die Mechanik einarbeitet, erlebt fordernde, ­unterhaltsame Stunden.
Ich hingegen sehe in permanent aufplop­penden Tipps für das Upgraden des Arms das Sahnehäubchen auf einem durchweg unrunden, unspektakulären ­Spiel.

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Max Snake
21. Juli 2025 15:38

Bei der ersten Preview und das Interview zur Bionic Commando, könnte wohl der nächsten Knaller im Capcom aus den Hausen Grin (bekannt für Ghost Recon Advanced Warfighter für den PC), aber irgendwie fehlt doch den letzten pfiff. Schade.