Black – im Klassik-Test (Xbox)

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Hätte man Alex Ward gelassen, Criterions erster Nicht-Rennspiel-Titel wäre eine Lizenzversoftung geworden. Der Creative Director ist nämlich bekennender ”Alias”-Fan und hätte nur zu gerne ein Spiel für die TV-Serie entwickelt; Acclaim war leider schneller. Weil Alex aber ­Anhänger gleich mehrerer Themen, ­unter anderem von Konsolen-Ego-Shootern, ist, war eine Alternative schnell gefunden. Angetan hat es dem Macher von Burnout insbesondere Medal of Honor. Atmosphärisch und spielerisch von der Weltkriegs­action schwer beeindruckt, begann man bei Criterion mit der ­Planung einer modernen Fassung – die Historienthematik war schließlich ausreichend ausgeschlachtet. Nach fünf Jahren Entwicklung erinnert Black nur noch entfernt an die kriegerische Shooter-Inspiration. Herausgekommen ist stattdessen ein Burnout mit Waffen – schnell, laut und extrem destruktiv.

Alex Wards begeisterungsfähige ­Persönlichkeit spiegelt sich in vielen Punkten des Spiels wider. Auch die Story von Black entsprang einer Faszination des Criterion-Chefs: Mit einem Faible für verdeckte Operationen (engl. black operations) siedelte er die Geschichte in der Welt von ­Terror und Verschwörung an. Die Vorgänge dort mögen vielschichtig und komplex sein, die Rahmenhandlung von Black ist es jedoch nicht. Ohne viel Tamtam dient die dünne Story einzig der logischen Verknüpfung der Levels und der Einleitung fazinierender Actionszenen. Ein dunkler Raum, ein Verhörtisch und ein grimmig dreinschauender Bürokrat sind die einzigen Zutaten der minimalistisch präsentierten Realsequenzen. Dem gegenüber steht in Hand- und Fußfesseln Euer Alter Ego für die kommenden acht Missionen: Angeklagt für seine direkte und brutale Vor­gehensweise bei der Zersprengung des Waffenhändlerrings Seventh ­Wave muss Sergeant J. Kellar dem ­Anzugträger Rede und Antwort stehen. Ihr seid jedoch nicht auf Erzählungen angewiesen, sondern dürft in Rückblenden das bereits Geschehene aktiv durchleben.

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JACK POINT
14. August 2023 5:55

Muss mich heut noch wundern auf mehreren Schwierigkeitsgraden mich durchgebissen zu haben. Hab es auf der PS2.

@Max Snake
Ja das wo Gegner so seltsam bei Treffern hin und herzucken oder zurückgeworfen werden, wenn der Körper getroffen wird und Ubisoft-Kugelschwämme vorwegnahmen. Ätzend! Das war neben den manchmal etwas zu langen bzw. mit etwas zu wenigen Checkpoints ausgestatteten Leveln und manch übertriebenem Gegneraufkommen der größte Nervfaktor für mich. Hier hätte es gescheite Rag-Doll-Physik gebraucht.

Ein Black 2 mit Havok bzw. Euphoria-Physik ala Max Payne 3 und zerstörbareren Leveln und bestenfalls spannenderer Story und einem Arcade-Modus ala CoD4:MW und Horde-Modus wär der absolute Oberhammer.

Sanftmut
8. August 2023 16:13

“Black auf der Xbox mit Dolby Digital 5.1 Surround das gesamte Zimmer gerummst.”😃👍🏻

Genauso ging’s mir auch. Auf der PS2 gab’s “nur” Pro Logic 2, daher fand ich die Xbox Variante etwas geiler.
Das letzte Level war so verdammt lang, wenn ich da kurz vor Schluss ins Gras gebissen habe, musste man wieder von vorne ran – ätzend. Aber unterm Strich ein ziemliches spaßiges Geballer!

Max Snake
7. August 2023 20:24

Black auf der Xbox mit Dolby Digital 5.1 Surround das gesamte Zimmer gerummst. Etwas komisch das einige Gegner menge Kugel aufsaugt, auch einige Kämpfe war hart, das mich gefrustet hat. Und die Story war banal. Das Serious Sam, so macht ballern Spaß.