Black – im Klassik-Test (Xbox)

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Bevor Ihr mit der Knarre in der Hand gen Feind stürmt, steht die Wahl des Schwierigkeitsgrades bevor. Eine Entscheidung mit Folgen, beeinflusst sie doch nicht nur Aggressivität der Gegner und Anzahl der Medikits, sondern auch, ob und wie viele Sekundärziele Ihr zusätzlich erfüllen sollt. Die Weichspüleinstellung beraubt Euch der kompletten Zusatzziele, auf der schwersten Stufe müsst Ihr alle geforderten Aufgaben meistern. Je nach Mission sind das zwischen zehn und 15 Herausforderungen unterschiedlicher Art. Eine versteckte Waffe finden, Safes und Laptops vernichten, den Feinden Dokumente abnehmen und bestimmte Objekte zerstören gehören ebenso zu Eurem Aufgabenbereich wie das Eliminieren von Feinden. Zeitraubende Suchaktionen bleiben glücklicherweise aus: Die Levels sind durchgängig linear gestaltet, was es einfach macht, die Gegenstände zu finden, denn sie ­liegen quasi auf Eurem Weg zum Missionsende. Doch weder Story, Schwierigkeitsgrad oder Sekundärziele sind von großer Bedeutung. Im Mittelpunkt des Shooter-Geschehens steht eindeutig das brachiale Waffenarsenal. Sturmgewehr, Uzi, Schrotflinte und MG sind von einer Gewalttätigkeit, die dem Titel zu Recht keine Jugendfreigabe eingehandelt haben.

Die Wirkung der Ballermänner wird klar, sobald Ihr zum ersten Mal den Abzug drückt: Dann reißt ein besonders starker Rückstoß die Waffe nach oben und bringt das Fadenkreuz wie wild zum Hüpfen. Mit jeder weiteren abgefeuerten Patrone habt Ihr die Bleispritze weniger im Griff. Am anderen Ende der Waffe geht es ähnlich heftig zur Sache. Sofern nicht mit ­einem Kopfschuss erledigt, schlucken die Gegner erstaunlich ­viele Kugeln, bevor sie in einer theatralischen Sterbeanimation zusammensinken. Zum Leidwesen aller Konsolenrambos hat Criterion bei der Zweitfeuerfunktion der Waffen ­gespart. Abgesehen von einem schmerzhaften Kolbenschlag im Nahkampf müsst Ihr mit den ­Vorgaben auskommen oder Hand­granaten zu Hile nehmen. Bestimmte Modelle verfügen dann aber doch über Zusatzelemente. Auf kleinere Kaliber dürft Ihr Schalldämpfer aufschrauben, bei Schnellfeuergewehren die Schussfrequenz von ‘einzel‘ zu ‘vollautomatisch‘ ändern. Die Wahl des Schießprügels hängt aber noch von einem anderen Faktor ab: Der begrenzte Inventarplatz erlaubt Euch lediglich das Mitführen von zwei Wummen. Die Standardlösung (eine Nahkampfwaffe, ein schweres Kaliber) lässt sich nur bedingt empfehlen weil Ihr nicht für jede Waffe gleich viel Munition findet. Abgesehen von Sniper-Rifle und Raketenwerfer leidet Ihr jedoch selten an Patronenknappheit.

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JACK POINT
14. August 2023 5:55

Muss mich heut noch wundern auf mehreren Schwierigkeitsgraden mich durchgebissen zu haben. Hab es auf der PS2.

@Max Snake
Ja das wo Gegner so seltsam bei Treffern hin und herzucken oder zurückgeworfen werden, wenn der Körper getroffen wird und Ubisoft-Kugelschwämme vorwegnahmen. Ätzend! Das war neben den manchmal etwas zu langen bzw. mit etwas zu wenigen Checkpoints ausgestatteten Leveln und manch übertriebenem Gegneraufkommen der größte Nervfaktor für mich. Hier hätte es gescheite Rag-Doll-Physik gebraucht.

Ein Black 2 mit Havok bzw. Euphoria-Physik ala Max Payne 3 und zerstörbareren Leveln und bestenfalls spannenderer Story und einem Arcade-Modus ala CoD4:MW und Horde-Modus wär der absolute Oberhammer.

Sanftmut
8. August 2023 16:13

“Black auf der Xbox mit Dolby Digital 5.1 Surround das gesamte Zimmer gerummst.”😃👍🏻

Genauso ging’s mir auch. Auf der PS2 gab’s “nur” Pro Logic 2, daher fand ich die Xbox Variante etwas geiler.
Das letzte Level war so verdammt lang, wenn ich da kurz vor Schluss ins Gras gebissen habe, musste man wieder von vorne ran – ätzend. Aber unterm Strich ein ziemliches spaßiges Geballer!

Max Snake
7. August 2023 20:24

Black auf der Xbox mit Dolby Digital 5.1 Surround das gesamte Zimmer gerummst. Etwas komisch das einige Gegner menge Kugel aufsaugt, auch einige Kämpfe war hart, das mich gefrustet hat. Und die Story war banal. Das Serious Sam, so macht ballern Spaß.