BlazBlue: Chrono Phantasma – im Test (PS3)

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Ragna the Bloodedge, Noel Vermillion, Taokaka und Litchi Faye Ling. Wer bei diesen Namen eher an böhmische Dörfer denn an Beat’em-Up-Charaktere denkt, kann diesen Test eigentlich überspringen. Denn der mittlerweile dritte BlazBlue-Teil nach Calamity Trigger sowie Continuum Shift (dessen Extend-Fassung zählt nicht mit) setzt neben den oben genannten Serienveteranen auch auf neue Gesichter, Spielmodi und ein verändertes Kampfsystem.Kommen wir zunächst zu den vier neuen Prügelhelden. Bullet greift ihre Gegner mit harten Nahkampf-Moves an, die elegante Izayoi traktiert Opponenten mit einem Schwert, Azrael setzt auf Kicks und Schläge und der tuntig angehauchte Amane Nishiki nutzt seine Tücher für den Angriff. Eine Serientradition wird dabei fortgesetzt: Jeder Kämpfer steuert sich anders. Die Move-Listen bleiben zwar übersichtlich, doch der richtige Einsatz der Manöver fordert Einsteigern eine Menge Training ab – mit wildem Tastendrücken klappt hier gar nichts.

BlazBlue-Veteranen freuen sich über insgesamt 23 spielbare Fighter – die bisher größte Auswahl der Seriengeschichte. Das Kampfsystem wurde leichten Veränderungen unterzogen. Special Moves nagen diesmal an einer vierstufigen Leiste. Das ”Overdrive”-System lässt Euren Charakter für etwa fünf Sekunden besonders hart zuschlagen. ”Crush Trigger” bezieht sich auf eine Leiste am oberen Bildrand: Opfert Ihr einen ”Heat”-Balken vom unteren Bildrand, könnt Ihr die Deckung Eures Gegners durchbrechen und ihn wehrlos machen. Weichen mussten dafür ”Gold Break Bursts” sowie ”Guard Primers” aus dem Vorgänger.

Weitere Neuerungen betreffen die Grafik: Sämtliche Sprites wurden für Chrono Phantasma neu gezeichnet, was auch veränderte Animationen mit sich bringt. Die visuelle Qualität bleibt aber auf unverändert hohem Niveau: Fantastisch aussehende Kämpfer duellieren sich vor detailverliebten Hintergründen. Ein besonderes Highlight stellen die fetten Super Moves dar, bei denen es manchmal sogar kurze Zwischensequenzen zu sehen gibt – zahlreiche Spielmodi bieten dafür viel Gelegenheit. Die Story gliedert sich in drei Erzählstränge, bietet jedoch ausschließlich japanische Sprache und Text. Wer nichts versteht, klickt sich durch unzählige Dialoge und kämpft relativ selten. Neben ”Arcade-Mode”, ”Versus” sowie Online-Matches fokussiert sich die Spielvariante ”Abyss” auf besonders knackige Herausforderungen: Im Survival-Stil tretet Ihr mit nur einer Energieleiste gegen immer stärkere Gegner an. Nach Siegen verstärkt Ihr Eure Attribute, indem Ihr aus einem Plus auf Defensive, Angriff oder Fokus wählt.

Sascha Göddenhoff meint: Verdammt, sieht das gut aus! BlazBlue: Chrono Phantasma verteidigt seine Spitzenposition im Sektor der 2D-Prügler mit Bravour. Die feinen Animationen der Kämpfer schaue ich immer wieder gerne an. Genau genommen muss ich das sogar, denn ohne reichlich Training entlocke ich den grundverschiedenen Charakteren nicht einen vernünftigen Angriff – die klassischen Viertelkreis-Drehungen eines Street Fighter bringen hier wenig. Selbst Serienkenner müssen sich neu orientieren, da die Sprites überarbeitet wurden und einige Moves bekannter Figuren nun anders aussehen. Der Umfang ist klasse, leider erschließt sich die ausufernde Story nur Leuten, die des Japanischen mächtig sind. Auch für die anderen Modi sind Sprachkenntnisse sinnvoll, ansonsten müsst Ihr viel herumklicken. Außerdem ist der ”Abyss”-Modus etwas heftig geraten: Schon bei vermeintlich leichten Gegnern muss ich mich richtig anstrengen, um nicht versohlt zu werden.

  • toller 2D-Look von Kämpfern und Stages
  • Japanisch-Kenntnisse sehr zu empfehlen
  • anspruchsvolles Kampfsystem
  • viele Spielmodi und Extras

”BlazBlue: Chrono Phantasma” richtet sich erneut an Prügel-Profis und Serien-Kenner. Spielbarkeit wie auch Optik sind dabei einmal mehr spitze.

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