Brutal Legend – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Spieldesigner Tim Schafer ist ein Geschichtenerzähler, der sich meisterhaft auf die Erschaffung skurriler Charaktere versteht. Das beweist er seit 20 Jahren, und auch sein neuestes Werk Brütal Legend glänzt mit Protagonisten jenseits des Mainstreams. Als eine Hommage auf den Heavy Metal konzipiert, schlüpft Ihr in die Rolle des Roadies Eddie ­Riggs, der sich nach seinem plötzlichen Ableben in einer bizarren Zwischenwelt wiederfindet. Wahre Metal-Musik ist dort verpönt, der auftoupierte General Lionwhyte führt mit seinen Hair-Metal- beziehungsweise Glamrock-Vasallen ein übles Regiment und beweist obendrein einen miesen Musikgeschmack – im Hintergrund zieht jedoch sein Boss, der vierhörnige Teufel Doviculus, die Fäden.

Mit Streitaxt und E-Gitarre bewaffnet zieht Eddie aus, dem Land die echten metallischen Klänge zurückzugeben. Was folgt, ist eine durchgeknallte Mixtur aus Hack’n’Slay, Echtzeit-Strategie, Open-World-Adventure und Rennspiel.

Folgt Ihr strikt dem Hauptstrang der Story, durchquert Ihr zwar einmal die wie lebendig gewordene Platten­cover wirkende Welt, verpasst allerdings etwa die Hälfte aller Quests – und seht obendrein bereits nach etwa sechs Stunden den Abspann. Immerhin dürft Ihr nach dem Endkampf die restlichen Missionen angehen und die Landschaften (u.a. Sumpf, Eiswelt, Lava-Ödnis und Grassteppe) in aller Ruhe… pardon… untermalt von der passenden Metal-Mucke erkunden.

Die Quest-Aufgaben umfassen drei Grundtypen: In den Hack’n’Slay-Abschnitten metzelt Ihr Euch durch Wellen von Gegnern, die Ihr per Axt-Combo und Gitarren-Attacke zurück in die Hölle schickt. Eddies Flying-V-Klampfe erzeugt auf Knopfdruck zuckende Blitze und Fontänen aus Feuer. Einen Hauch Rennspiel hat Brütal Legend ebenfalls zu bieten: Ab und an fordert Euch ein Großmaul zum Duell heraus – dann steigt ­Eddie in seinen flammenbepinselten Hotrod und gibt ordentlich Gummi. An anderer Stelle muss er mit seinem ­’Teufel’ ge­tauften Fahrzeug aus einem einstürzenden Komplex flüchten. Drittes und neben den Hack’n’Slay-Einlagen bestimmendes Element sind ­Echtzeit-Strategie-Schlachten – meist gegen Zwischenbosse. Eine Konzertbühne dient Euch dabei als Basis und Truppengenerator. Via Tastenkommando erschafft Ihr etwa stiernackige Headbanger, mit Lasergewehren bewaffnete Amazonen, Trike fahrende Bassisten mit Heilkräften, Verstärkertürme tragende Roadies und die ultimative Waffe, den Riesenschwert schleudernden ’Felsbrecher’. Eure Helfer dirigiert Ihr mit vier einfachen Befehlen (Angriff, Stellung halten, in Eddies Nähe sammeln und zur Markierung vorrücken) übers Schlachtfeld. Jede Einheit verfügt zudem über einen Teammove: So klettert Eddie beispielsweise auf die Verstärker seiner Roadies und führt verheerende Schall­attacken aus oder er wirft eine Kampfblon­dine auf die verdutzten Feinde. Um in dem Getümmel einigermaßen den Überblick zu behalten, schwingt sich Eddie auf Wunsch wie ein Gar­goyle in die Lüfte und dirigiert die Truppen von oben.

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Steffen Heller
Redakteur

Hab es wegen dem Strategie-Part nie durchgespielt, aber mochte es trotzdem gerne.
Wie Amigajoker schon sagt: War seinerzeit einfach eine angenehme Abwechslung und hatte Persönlichkeit.

Amigajoker
I, MANIAC
Amigajoker

War ein spaßiger Titel seinerzeit. Mal was anderes als viel Einerlei

Max Snake
I, MANIAC
Max Snake

Konnte auf den Xbox Series X dank Game Pass Brütal Legends.

Anfang war ich von den coolen Inszenierung Begeistert, willst die Welt Metal entdecken, aber die Strategie Part hat mich in einigen Situation zur weiß Glut gebracht.

Selbst auf M! Cast denke ich auch, man könnten zur vielen Schabernack in den Metal Szenen machen.

Und die Grafik ist okay. Dafür die grandiosen Sprecher und die Charakteren, auch wenn die Gast Stars zu wenig kommt.

Hatte mit Brütal Legends mein Spaß. Nächsten mal auf Hack n´ Slay konzentrieren.