Call of Cthulhu – im Test (PS4)

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Wertung

  • werkgetreue Rollenspielumsetzung
  • Wahnsinns-Atmosphäre
  • gruselig schlechte Präsentation
  • lineares Erkunden und Ermitteln
  • ”Trial & Error”-Passagen
  • 4 verschiedene Enden

Stimmungsvolle, spielerisch simple Hotspot-Jagd, die durch technische Mängel und zu starre Spielerführung ihr Potenzial nur bedingt nutzt.

Singleplayer72
Multiplayer
Grafik
Sound
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20. Dezember 2018 12:14

Mein lieber Geisterköter, da muss ich Dir doch mal wirklich danken. NAchdem ich das Spiel vorgestern durch hatte, hab ich mir heute – also eben, um genau zu sein – den Podcast reingezogen.
Nicht nur unheimlich unterhaltend und gut gemacht, sondern auch gleich noch nicht so verwaschen, wie viele Sachen, die einem heute so als Test kredenzt werden. Davon ab, selten hab ich mich sooooo verstanden gefühlt.
Gegen Ende habe ich nur noch mit mir gekämpft, um das Ding doch noch durchzuspielen. Das Ballern ist lächerlich, aber erträglich. Das Schleichen, Gott, wie sehr würd ich da gerne jemanden für erwürgen … also einen, der es verbrochen hat …

ghostdog83
17. Dezember 2018 23:41

Nicht viel.

17. Dezember 2018 21:34

Coole Sache, ghostdog! Wie sehr spoilern sie denn?
Ansonsten werd ich mir das morgen wohl bei der Hausarbeit anhören. ^_^

ghostdog83
17. Dezember 2018 19:12

Nightrain, Auf ein Bier hat einen hörenswerten Podcast zum Spiel herausgebracht, der dir inhaltlich munden dürfte:
https://www.gamespodcast.de/2018/11/18/runde-189-call-of-cthulhu/

17. Dezember 2018 19:01

Da ich gerade dran bin und gut über die Hälfte des Spiels hinter mir habe … und ich “Bin ein großer Lovecraft-Fan und auch Pen&Paper-Spielleiter. Und natürlich habe ich deswegen auch schon einige Cthulhu-Runden geleitet.” 😉

Mich hätte eine Wertung im 60er Bereich auch nicht verwundert. Da drückt der Tester schon mal ein Kopffüßleraugen zu.
Zudem habe ich auch gerade davor “The Council”, welches vom selben Publisher stammt, abgeschlossen. Da gibt es zwar auch eine lineare grundlegende Story, aber man kann verschiedene Enden erleben und die Fähigkeiten spielen eine deutlich wichtigere Rolle. Soweit sogar, dass bestimmte Abschnitte des Spiels und damit Informationen nicht verfügbar sind.

“The Call of Cthulhu” fühlt sich einfach irgendwie alt an. Nicht alt im Sinne von historisch epochal, eher mehr wie “Baguette von gestern”: Noch geniesbar, aber weit weg von Gaumenschmaus, das es mal war.
Die Optik und die Physik ist veraltet, mindestens um die Zeitspanne zu Beginn der letzten Generation. Auf einer Wii wäre das sicher als Brett angesehen worden … Warum man nicht ein eher augenfreundliches Format, wie Celshading, verwendet hat, bleibt mir unbegreiflich. Telltale hatte auch nie eine sonderlich hochwertige Optik, aber der Look hat wenigstens nicht so aus dem Spielgeschehen gerissen.
Das Gameplay ist auch eher ermüdend. Man klappert strikt nach Vorgabe die Schauplätze ab und sucht sich mitunter einen Wolf. Ein “Detektiv”-Modus, wie beim Witcher oder den Untersuchungsquests in AC Unity und Syndicate, der interagierbare Gegenstände hervorhebt, wäre hier gut gewesen. Aber dann würde man ja nicht die Spielzeit ordentlich strecken …
Die Rätsel hingegen sind zum Teil recht kniffelig, teilweise aber auch recht banal.
Die Geschichte ist, wie im Test erwähnt, ein ziemlicher Eintopf aus vielen Vorlagen, aber Szenenweise so schmerzhaft platt, dass es schon wehtut.

Für die Schleichpassagen – geballert hab ich noch nicht* – gehören die Entwickler steinigt. Frustriende “One-Hit-Death” Runden, die sich gefühlt ewig hinziehen und die mir das kalte Kotzen abgewinnen. Beinahe hätte ich deswegen nicht mehr weitergespielt.
*(Witzig auch, der Depp trägt scheinbar IMMER eine Knarre bei sich, benutzt sie aber bisher nur einmal – in einer Zwischensequenz! Ansonsten steht die “handefeste” Herangehensweise nicht zur Verfügung. Im Angesicht der Tatsachen vor Ort *hust* aggressive Schmuggler *hust* schon fast selbstmörderisch.)

Leider eine enttäuschende Erfahrung. Focus hat oft genug Nieschenthemen zur Umsetzung, aber ich weiß einfach nicht, ob es am Willen, der Fähigkeit, am Geld oder einer irgendwie gearteten Mischung der drei genannten mangelt.
Wer überlegt und Bock auf ein “prinzipiell kann man nicht sterben”-Mystery-Rollenspiel** hat, der sollte lieber zu “The Council”*** greifen. Das ist zwar auch nicht perfekt, aber deutlich interessanter und spannender.

**Rollensspiel, wie in ein Pen’N’Paper RPG, in dem man nicht von einem Schnarchkampf zum nächsten drangsaliert wird.
***Gibt es jetzt auch “komplett” auf Disk. Wobei ich mit “komplett” nur alle 5 Episoden meine. Wie viel Spiel tatsächlich auf der Diks ist oder ob es nur ein physischer Seasonpass ist, weiß ich nicht. Wer mehr weiß, bitte berichten!

Asaziel
17. Dezember 2018 16:26

Bin ein großer Lovecraft-Fan und auch Pen&Paper-Spielleiter. Und natürlich habe ich deswegen auch schon einige Cthulhu-Runden geleitet.
Ich kann mich der Meinung nur anschließen. Das Game hat zu wenige unterschiedliche Wege und der RPG-Aspekt kommt nur minimal zum Einsatz, aber eines kann man ihm wirklich nicht vorwerfen. Mangelnde Atmosphäre. Ganz im Gegenteil.