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Auch die Schießereien sorgen durch Gegner mit Lebensbalken sowie der damit einhergehenden erhöhten Killtime für ein völlig anderes Spielgefühl, das uns an Titel wie Borderlands erinnert. Bei den zahlreichen Roboter-Einheiten wirkt das noch nachvollziehbar. Wenn Ihr jedoch auf menschliche Widersacher, zombieartige Halluzinationen sowie Spinnenmutanten trefft, dann ist das Verschießen ganzer Magazine in einzelne Feinde für die Serie doch sehr ungewohnt.
Die elf Missionen lassen sich grob in drei Typen einteilen, die sich abwechseln. Typ 1 besteht aus linearen Levels mit Daueraction. Abwechslungsreiches Missionsdesign oder spannende Schleicheinsätze wie im letzten Jahr solltet Ihr nicht erwarten.
Typ 2 schickt Euch in die Open-Hub-Karte Avalon, die Ihr Euch wie eine ”Warzone”-Map vorstellen könnt. Hier erledigt Ihr mit viel Bewegungsfreiheit diverse Aufträge wie die Jagd auf eine Scharfschützin oder Wellenkämpfe, um einen Stützpunkt zu halten. Das gibt Euch einen Vorgeschmack auf den PvE-Endgame-Inhalt nach der Kampagne (mehr dazu im Kasten unten).
Bei Typ 3 stellt sich Euer Team der verzerrten Vergangenheit eines der Mitglieder. In Nicaragua prasseln haushohe Macheten aus dem Himmel auf Euch herab. In Los Angeles klettert Ihr über verdrehte Highways und Euch erwarten riesige Bosse wie eine spuckende Pflanze oder Michael Rooker. Schaltet Ihr hier Euer Hirn aus und freut Euch einfach über das abwechslungsreiche Leveldesign, dann könnt Ihr viel Spaß haben und mit Freunden über den Unsinn lachen. Denkt Ihr jedoch zu sehr darüber nach, ob das alles Sinn ergibt und warum sich eine Spezialeinheit so selbstverständlich innerhalb von Sekunden auf ihre Fantasiegebilde einlässt, derer sie sich sogar auch noch bewusst ist (!), dann bekommt Ihr wohl eher Kopfschmerzen.
Nach der Kampagne, die Euch bereits mit reichlich Levelaufstiegen belohnt, könnt Ihr Euch in den gewohnten PvP-Multiplayer stürzen. Mit ”Raid”, ”Express” und ”Hijacked” kehren drei überarbeitete Black Ops II-Karten zurück und seit dem 20. November ist der Fan-Favorit ”Nuketown” unter den 19 Maps zu finden. Trotz Zukunftsszenario und Wandsprüngen bleibt das Spielgefühl dank bekannter Modi und dem üblichen Leveldesign fast identisch.
Der Zombie-Modus bietet jetzt mehr Abwechslung. Im Arcade-Rückkehrer ”Dead Ops” legt Ihr Euch in kleinen Arenen mit Horden von Untoten und einem Affen an. Das ist herrlich albern und bietet ”Contra”-artige Waffen. Auf Wunsch erneut als Twinstick-Shooter spielbar oder in der Ego-Perspektive. Neben diversen Zombierunden-Varianten gibt es
zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auch eine Open-Hub-Map mit mehreren Zonen, die im Grunde düstere Versionen von bekannten Black Ops II-Karten sind. Hier müsst Ihr mit dem Auto zwischen den Gebieten umherdüsen, um Aufträge zu erledigen. Da die Autofahrten ohnehin keine Stärke der Serie sind, sehen wir darin keinen Mehrwert zu den klassischen Modi.


















Ein Call of Duty Kampagne in Style Oversupstance wäre Interessant gewesen. Mit den Wertung von Black Ops 7 kann ich damit leben. Schließlich setzt das Multiplayer Paket einen guten Unterhaltung.
Einen kreativen Pause für das berühmte Ego – Shooter könnte gut Gebrauchen statt im Jahresrhytmus zu bringen.