Cobalt – im Test (XOne)

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Als kybernetische Lebensform in Gestalt eines kompakten Roboters mit eingepflanztem Bewusstsein sollt Ihr auf einer Kolonie nach dem Rechten schauen, denn deren Einwohner sind abhanden gekommen – besonders originell ist die Story von Cobalt nicht. Generell wirkt die Solo-Kampagne mehr wie ein Pflicht-Anhängsel, obwohl man sich über den Umfang nicht einmal beschweren kann. Eher gibt es teilweise schon zu viel davon: Das gilt etwa für die Levels, die mit stark verwinkelter Struktur die Erkundungsfreude bremsen und trotz fairer Rücksetzpunkte mit grenzwertig unfairen Stellen aufgrund fieser Gegnerkonstellationen nerven. Zudem gibt es visuell dank gedämpfter Farben und eher einfallsloser Szenarien nicht allzu viel zu bewundern.

Cobalt versteht sich aber ohnehin mehr als Mehrspieler-Rabatz: Standard-Modi wie Deathmatch &amp Co. mit allerlei einstellbaren Konstellationen lassen das kluge, aber nicht gerade intuitive und dafür etwas mühsam zu erlernende ”Kampfsystem” erst richtig zur Geltung kommen. Euer Roboheld kann nicht nur Samus-Aran-artig als Kugel herumrollen, sondern beherrscht auch verschiedene Tricksprünge, wechselt blitzartig zwischen drei Angriffsarten (Nahkampf, Wumme, Wurfgeschoss) und wehrt als besonderen Kniff heransausende Projektile ab – dabei wird das Geschehen automatisch verlangsamt, was das Timing etwas erleichtert. Allerdings solltet Ihr Muße haben, Euch stundenlang einzuarbeiten – sonst verliert Ihr die Lust, bevor es richtig geklickt hat.

Ulrich Steppberger meint: Sieht man von der drögen Optik ab, gibt es vieles, was die 2D-Action-Hatz interessant macht: Die Story ist zwar nicht gerade einfalls-, dafür jedoch ausreichend umfangreich, das Aktivitätenrepertoire des Helden fällt reichhaltig aus und für Multiplayer-Runden sind die üblichen Zutaten ebenfalls an Bord. Aber irgendwie geht mir eine gewisse Leichtigkeit ab: Die Handhabung Eures runden Stars fühlt sich überladen an und geht erst nach (zu) langer Gewöhnungszeit vernünftig von der Hand, trotzdem ereilt Euch selbst dann hin und wieder ein jäher Tod, weil Euch eine kaum zu bewältigende Situation überrascht. In Cobalt steckt viel Unterhaltungspotenzial, aber das muss mühsam erarbeitet werden.

Flotte Roboteraction, die stellenweise überladen und sperrig wirkt.

Singleplayer6
Multiplayer
Grafik
Sound
SxyxS
I, MANIAC
SxyxS

da scheinen die 2.5 milliarden die man für majong bezahlt hat ja erste Früchte zu tragen 🙂