Crimson Desert – im Test (PS5)

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Screenshot von Crimson Desert
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Bei der Erkundungslust hilft zudem, dass Ihr jedes Gebäude betreten und fast alle Objekte in der Spielwelt einsammeln und verhökern dürft. Mit Maske könnt Ihr auch Bewohner bedrohen, sie nach einem Rempler bestehlen und Häuser leer räumen, was jedoch das Kopfgeld auf Euch erhöht, wenn Ihr erwischt werdet. Ganz so konsequent ist das Dasein als Dieb nicht umgesetzt: Wenn Ihr zum Beispiel in der Nacht in abgeschlossene Häuser eindringt, stört das die Bewohner nicht.

Überall in der Spielwelt findet Ihr Straßenhändler, Schmiede und andere Dienste, um Handel zu treiben, Farben für Klamotten herzustellen, Waffen mit Zaubersprüchen zu belegen und, und, und. Wie in Crafting-Spielen oder Stardew Valley erhaltet Ihr Zugriff auf etliche Werkzeuge, um Bäume zu fällen, Metalle per Spitzhacke zu erbeuten oder mit einem Besen einen Schornstein zu fegen. Habt Ihr später Euer Graumähnenlager aufgebaut, legt Ihr Euch unter anderem sogar einen eigenen Bauernhof zu – mit Tieren, die Ihr in der Spielwelt fangen oder auch jagen könnt. Ebenso müsst Ihr wie Link mit Eurem magischen Enterhaken Objekte wie elektrisierte Würfel oder kaputte Bauten bewegen, um Puzzles zu lösen.

Natürlich gibt es auch zahlreiche Minispiele wie Bogenschießen, Faustkämpfe und eine Art Pokerspiel samt Schummelei. Ebenso existieren etliche Nebenbeschäftigungen wie Kopfgeldjagden, die Befreiung von Räuberlagern oder den optionalen Aufbau Eures Graumähnen-Camps.

Die Fülle an Nebenquests, die Ihr überall in der Spielwelt finden könnt, kommt mit Schwächen beim Questdesign. Manches kann man nicht mal als banale Fetchquest bezeichnen. Um zum Beispiel neue Graumähnen für Eurer Lager aufzutreiben, müsst Ihr meist nur zum Punkt auf der ­Karte reisen, wo Ihr sofort die ehemaligen Kollegen trefft.

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Während solche Aufgaben sehr simpel sind, haben es die Rätsel und Bosskämpfe in sich. Die versteckten Dungeons in der Spielwelt oder Physikpuzzles müsst Ihr selbst knacken. Manch merkwürdige Struktur lernt Ihr auch erst durch sehr späte Kampagnen-Tutorials zu entschlüsseln.

Die Kämpfe setzen auf ­flotte Third-Person-Gefechte, in ­denen Ihr mit Blocks, Paraden und Ausweichrollen agiert. Beim Waffen­einsatz könnt Ihr fast frei Bogen, Klingenwaffen und sogar Kampfsportmanöver wie Dropkicks kombinieren. Nur manche Waffen wie beispielsweise Pistolen und Gewehre sind den zwei anderen Helden vorbehalten – Ork Oongka und Rapier-Kämpferin Damiane –, die Ihr eigenes Moveset mitbringen, jedoch nicht immer zu jedem Zeitpunkt der Kampagne spielbar sind.

Die Bosskämpfe sind aufgrund hoher Geschwindigkeit, hektischer Bewegungen und präzise gefordertem Timing sehr knackig – ein Verfeinern der Ausrüstung hilft hier eine Menge. Da Ihr Euch jedoch ohne Einschränkungen mit Speisen über die ­Schnelltaste heilen könnt, müsst Ihr keinen Souls-Frust fürchten – ­solange eben die Vorräte im Inventar ­reichen, dessen Platz Ihr durch absolvierte Nebenquests weiter vergrößert.

Die Technik läuft größtenteils auf den gewünschten Grafikeinstellungen stabil mit nur selten spürbaren Einbrüchen der Bildrate bei NPC-Massen. Jedoch ploppen Objekte und Texturen von fern und nah immer wieder auffällig beim Reiten ins Bild und Lichteffekte oder Pflanzenbewegungen wirken schon mal wie ein nervöses Flackern, wenn Ihr Euch in einem Wald aufhaltet. Zudem stießen wir auf einige Bugs wie nicht mehr lesbare Kopfgeldzettel und hatten in knapp 80 Stunden Spielzeit trotz der Patches nach Veröffentlichung drei Abstürze. Notwendige Neustarts sind jedoch nicht dramatisch, da das Spiel automatisch zwischenspeichert. Ein Fortschrittsverlust blieb uns also erspart. Trotzdem lohnt es sich zu warten, da die Entwickler ­einige nützliche Updates nachliefern werden.

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