Der Herr der Ringe: Die Eroberung – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Meinung

Ulrich Steppberger meint: Ein Star Wars Battlefront im Fantasy-Kleid – was soll da schief gehen? Anscheinend einiges, denn an die Klasse des SciFi-­Verwandten kommen die Tolkien-Schlachten bei weitem nicht ran. Das Geschehen ist optisch ansprechend präsentiert, auch wenn für einige Massenszenen einfach die Massen fehlen. Aber das spielerische Korsett erweist sich ohne futuristische Gimmicks als dünn: keine wuchtigen Waffen und kaum Reittiere oder andere ’Vehikel’; zudem sind Magier wahlweise sehr mächtig oder wenig geschützt. So entsteht meist nur wildes Gekloppe. Die Solo-Kampagnen ignorieren viele guten Ansätze des Mehrspieler-Konzepts und ersetzen diese durch eintönige Aufträge. Kürzer als die drei Filme am Stück ist das Spiel obendrein. Wer online kämpft, hat länger Spaß – der Rest bekomt ’nur’ ­einen etwas tiefgründigeren und flotteren ­Dynasty Warriors-Verschnitt.

Matthias Schmid meint: Dieses Spiel kommt ein paar Jahre zu spät: Mein Herr der Ringe-Rausch ist vorrüber, der Blick hinter die Lizenz-Fassade der Eroberung fällt leicht. Was mir die Entwickler hier auftischen, ist von originell und eigenständig so weit weg wie ein plattfüßiger Hobbit von Conan dem Barbaren. Daueraction dank Buttongeklopfe und eintönige Missionsziele wirken wie ein Relikt aus der Zeit vor God of War. Ein kurze Runde Ork-Verkloppen ab und an ist spaßig, langfristig motiviert mich die Fantasydrescherei aber nicht. Technisch ist der Titel nie überragend aber durch die Bank gut gemacht; nervig finde ich hingegen die vielen Controller-­Layouts der verschiedenen Klassen, die mir das Spiel schon im Tutorial ­beibringen will.

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Max Snake
15. Mai 2025 15:18

Ob Der Herr der Ringe: Die Eroberung Pandemic in den Knie ging, weil sich schlecht verkauft hat?