Discworld II: Vermutlich vermisst – im Klassik-Test (SAT)

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Allerdings läßt der philosophierende Knochenmann seinen Job in den letzten Tagen ziemlich schleifen: Uni­ver­sitäts-Greis Windle Poons bekommt die nachlässige Arbeitsauffassung von Tod als Erster zu spüren – anstatt den klapprigen Magier zum verabredeten Stell­dichein im Jenseits abzuholen, läßt der Gevatter Windle beim Beerdigungs­schmaus einfach sitzen. Poons wird zum kreuzunglücklichen Zombie und wechselt von der Universität zu den Untoten-Rechtlern von Reg Schuh. Grund genug für den Erzkanzler, sich um die Repu­ta­tion der Uni zu sorgen und den (über)lebensfrohen Rincewind auf das untöd­liche Problem anzusetzen.

Bevor Euer vertrotteltes Magier-Sprite dem Tod neue Arbeitsmoral einhauchen kann, muß das Klappergestell erst beschworen werden: Die Zutaten für den Beschwörungs-Ritus von Ashk-Ente sind zwar reiner Special-Effect-Tant, offerieren aber hervorragende Rätselmaterie und zeigen dem gemeinen Bürger: ”Die­se Magier nehmen ihren Job ernst!” Auf der Suche nach Zutaten wie gequierltem Mäuseblut oder einem Cricket-Schlägern durchforstet Rincewind in klassischer Point’n’Click-Manier die Zeichentrick-Kulisse. Diese ist in Discworld 2 im Gegensatz zum Vorgän­ger nicht an den Originalillustrationen von Josh Kirby orientiert, sondern im TV-gerecht
animiertem Cartoon-Look gehalten.

Ihr klickt Euch mit Pfeil und Drei-Knopf-Belegung durch die Unsichtbare Uni­versität sowie eine Totale von Ankh Morpork: Ein Button-Druck, und Rince­wind schlendert durch das Ziel Eures Spaziergangs – während im Hintergrund über mehrere Bildschirme schräge Bauten und nebelverhangener Himmel vorbeiscrollen, schlägt sich Euer Magier im Vordergrund per Icon-Interface mit Zeichentrick-Akteuren herum. Die schrillen Comic-Figuren fordern Rincewinds Grips mit abstrusen Objekt-Puzzles oder unterhalten den Scheibenwelt-Leser mit deutsch untertiteltem Pratchett-Humor. Über eine Dialog-Leiste haltet Ihr mit den Ankh-Bürgern kurzweiligen Plausch oder quetscht aus Eurem Gegenüber gezielt Informationen über Objekte und Personen heraus: Ehe sich Rincewind versieht, hat sich der Hilfsbi­bliothekar in einem Dschungel aus traditioneller Rätselkost und obskuren Aufträgen verstrickt – neben den üblichen Rede-Antwort-Spielchen müßt Ihr Gegenstän-de eintauschen, verbinden oder mit einem Hot-Spot kombinieren.

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Saldek
27. Januar 2019 12:09

Damals im Sega Magazin habe ich mich sofort in die Grafiken verliebt… und wenn ich sie heute sehe, finde ich sie noch genauso toll wie damals. Allerdings habe ich Discworld nie gespielt.

MadMacs
24. Januar 2019 13:43

Ich habe beide Teile geliebt, aber ohne Spielehilfe war das für mich nicht zu lösen.
Eine deutsche Stimmer habe ich auch noch im Ohr. Ich hatte den ersten Teil auf der PS1, den zweiten auf dem Saturn.

Tokyo_shinjuu
24. Januar 2019 13:24

Würd ich gern auch mal nachholen. Der Humor im ersten war einmalig gut.
Dank zahlreicher online Guides dürften die Rätsel easy zu meistern sein wenn man mal hängen bleibt.
Würd die englische Synchro vorziehen, hab noch Rincewind seine geniale Stimme im Ohr.

Rudi Ratlos
24. Januar 2019 11:12

Das müsste ich auch mal spielen, sieht gut aus – wahrscheinlich sind die Rätsel aber wieder um vier Ecken gedacht.

Max Snake
23. Januar 2019 21:20

Nach geholt.

Die Saturn Fassung hat die englischen Sprachausgabe mit dt. Untertitel.
PSOne hat beides.

Beeberman
23. Januar 2019 17:11

habs geliebt 🙂

FoxMulder
23. Januar 2019 17:02

Also meine version hatte eine deutsche synchro!