Meinung
Thomas Nickel meint: Doraemon besticht durch seine unglaublich warme Atmosphäre, insbesondere die liebevoll gestalteten Hintergründe geben dem Ganzen exakt die Note, die man schon länger bei japanischen Bauernhof-Simulationen schmerzlich vermisst hat. Ein sauber-flüssiges Spielgefühl und der Verzicht auf unnötige Extras, die das Erlebnis verzerren, untermauern den guten Eindruck. So kommt es näher ans erste Harvest Moon auf dem SNES heran als fast alle jüngeren Episoden der Reihe.






















Ich bin grad im Winter des 1. Jahres, hatte mir vor Kurzem meine erste Kuh gekauft, hab mir den Materialschuppen anfertigen lassen und bin dabei meine Werkzeuge weiter zu verbessern und die Felder zu umzäunen. Eigentlich mach ich nur sowas in dieser Richtung, das Voranschreiten der Geschichte oder das Anfreunden mit den Stadtbewohnern interessiert mich weniger. Was für mich zählt, is, dass meine Kuh mich mag. Die wird täglich gebürstet, gestreichelt und an die frische Luft gelassen ^^
Die 85% kann ich nach 50 Stunden Spielzeit nicht unterschreiben. Für mich blieb das Spiel, bis zum Ende hin, extrem zäh. Oftmals war es schwierig, herauszufinden, was getriggert werden muss, um die Geschichte voranzutreiben. Meistens ergaben sich neue Cutscenes durchs Anfreunden mit den (überwiegend gesichtslosen) Dorfbewohnern. Auch hierbei gab es Schwierigkeiten: Trotz Internet-Hilfe, um herauszufinden, was die Bewohner am Liebsten haben, hat es teilweise Ingame-Jahre gedauert, bis das „Freundschaftslevel“ hoch genug war. Diese Mechanik hat sich sehr stark nach gestreckter Spielzeit angefühlt. Schön waren Grafik, das typische Harvest Moon-Feeling und die kindgerechte, manchmal aber auch etwas verblödet-naive, Story. Ich würde dem Game 65 Punkte geben.
So traurig, dass die Serie hier nie lief. Da haben deutsche Kinder definitiv was verpasst.