
Meinung
Max Wildgruber meint: Das befürchtete Rollenspiel-Leichtgewicht ist Dragon Age II nicht geworden, allerdings steht unterm Strich auch ’nur’ ein sehr gutes, kein in jeder Hinsicht wegweisendes Rollenspiel. Genial dagegen die Erzählung, die sehr von Hawkes starker stimmlicher Präsenz profitiert. Der Entschlackungskur fiel nichts zum Opfer, was ich vermissen würde. In den Kämpfen drücke ich gerne mal ein paar mehr Tasten, statt in Standardgefechten nur unbeteiligt zuzusehen. Meine Kritik gilt zu einem Großteil der veralteten Grafik, an die ich mich nach einigen Stunden zwar gewöhnt hatte, die schön zu nennen mir mein bildungsbürgerlicher Hintergrund aber verbietet. Ich erkenne, was die Charaktere fühlen, und manchmal gefällt mir die Wolkenstimmung. Kinoreife Brillanz wie in Mass Effect ist hier aber nur Fantasy. Selbiges gilt für den fein komponierten, doch leider überraschend billig produzierten Soundtrack, bei dem offenbar an einem echten Orchester gespart wurde. Kirkwall und das mit ihr verbundene Spielkonzept begeisterten mich während der ersten 10 bis 15 Spielstunden restlos, später folgte leichte Ernüchterung, was teilweise an den doch nicht so gigantischen Ausmaßen, teils auch an der sparsamen Gestaltung der Stadt lag.
Tobias Hildesheim meint: Nachdem bereits der erste Teil mit seinen übertriebenen Blutspritzern für Diskussionen sorgte, setzt der Nachfolger noch einen drauf: Wenn ich in Dragon Age II durch Horden von Banditen, Dämonen und Spinnen pflüge, fließt eimerweise rote Farbe und meine Widersacher zerfallen unter meinen Hieben buchstäblich in ihre Einzelteile. Die übertriebene Gewaltdarstellung wirkt durch die simple Grafik allerdings nie anstößig, sie unterstützt stattdessen die betont actionlastige Neuausrichtung der Kämpfe. Als klassischer Nahkämpfer halte ich mich nun viel weniger in den Menüs auf, stattdessen haue ich in Echtzeit mit bis zu sechs Spezialattacken und einem Standardschlag auf alles ein, was sich mir in den Weg stellt. Für Schwert- und Axtschwinger ficht es sich so leichter und direkter, Standard-Gegnergruppen erledige ich schon fast in Dynasty Warriors-Manier. Bei stärkeren Bösewichten brauche ich aber noch immer Taktik und einen kühlen Kopf, um sie zu überleben.











Das Kampfsystem ist nicht wirklich actionreicher. Und war sowieso bis einschließlich Inquisition der Schwachpunkt. Weder richtige Action noch richtig taktisch.
Teil 2 war erzählerisch ziemlich gut, zieht sich zwischendurch aber ziemlich. Inquisition wirkte schon deutlich belangloser obwohl es episch sein will.
Ich bin ehrlich gesagt bis heute der Meinung, dass ME Andromeda trotz der Glitches und Bugs zum Release eigentlich das deutlich bessere Spiel ist als Inquisition.
obwohl man immer im selben gebiet rumgelatschi ist, war es doch irgendwie noch gut. sehr seltsames spiel. teil drei war dann mit der openworld genau das gegenteil, aber auch nicht besser.
“…aber das man immer in der Stadt Kirkwall unterwegs war, hat mich irgendwann genervt und gelangweilt…”
Deshalb habe ich es gar nicht erst gekauft.
Das actionreichere Kampfsystem musste ich auch nicht haben.
Jau man hat gemerkt dass es nicht mehr die Magie von teil 1 hatte.
Die Story und die Charaktere fand ich echt gut, aber das man immer in der Stadt Kirkwall unterwegs war, hat mich irgendwann genervt und gelangweilt.
Erst der vierte war wieder richtig gut.
Mir hat es irgendwie auch gefallen aber es war eine Verschlechterung in allen Aspekten.
Mir hat es gefallen.