Dragon Quest VI: Wandler zwischen den Welten – im Klassik-Test (DS)

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Na also, es geht doch – als wir den US-Import von ”Dragon Quest VI testeten, war ein Europa-Start noch nicht abzusehen. Nintendo nahm sich ein Herz und veröffentlicht den Rollenspiel-Oldie jetzt doch in einer liebevoll lokalisierten Fassung auch hierzulande. Wenn das mal nicht mit dem überraschenden Erfolg von Teil 9 zusammenhängt…

Auf den ersten Blick wirkt das sechste Dragon Quest wie ein gewöhnliches Japan-Rollenspiel: Euer Held mit blauem Stachelschopf nimmt sich vor, Obermotz Murdaw unschädlich zu machen, reist dafür zwischen zwei Welten hin und her und liest unterwegs eine Handvoll motivierter Mitstreiter auf. Doch nach zehn bis zwölf Stunden passiert Unerwartetes: Auf einmal steht Ihr Murdaw tatsächlich gegenüber und macht ihm in einem dramatischen Kampf den Garaus. Sollte es das schon gewesen sein? Natürlich nicht, jetzt beginnt das Abenteuer erst richtig: Der örtliche König schickt Euch auf eine Reise der Selbstfindung, bei der Ihr selbst bestimmt, wo es weiter geht. Bald öffnet sich die Welt und Ihr erlebt jede Menge kleiner Story-Fetzen. Die sind lustig, tragisch oder ergreifend und stets richtig gut geschrieben. Auch das Klassen-System kommt erst später ins Spiel: Nehmt einen Job an und erlernt nützliche Skills, die Ihr auch mitnehmt, wenn Ihr Euch später ­einer neuen Profession widmet.

Monster greifen zwar nach dem Zufallsprinzip an, doch dank eines flotten Kampfsystems stört das kein Stück: Während ein Final Fantasy noch mit langen Kameraschwenks die Gegnerfraktion ins Bild rückt, hat der Dragon Quest-Kämpfer seine Widersacher längst erledigt und streicht grinsend Geld und Erfahrungspunkte ein.

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