Duke Nukem Forever – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Optisch präsentiert sich Duke ­Nukem Forever in desolatem Zustand. Man merkt dem Spiel an allen Ecken und Enden an, dass viele Levels schon vor vielen Jahren fertig waren. Die Schauplätze sind durchsetzt von groben Texturen und eckigen Objekten, Schatten gibt es nur ab und zu. Umso verwunderlicher, dass das Spiel auf beiden Systemen ruckelt, zahlreiche Clipping-Fehler auftreten und in hektischen Szenen das Bild zerreißt. Manchmal laden Texturen sehr spät oder gar nicht nach und man spielt in einer grauen, verwaschenen Welt, bis der nächste Levelabschnitt beginnt. Das passiert vor allem dann, wenn Ihr nach einem der (schon auf normaler Schwierigkeitsstufe) zahlreichen Bildschirmtode am letzten Checkpoint startet – nach verdammt langer Ladezeit wohlgemerkt. Die Schwierigkeit könnt Ihr übrigens während der Kampagne nicht ändern. Einen Ausweg bietet hier die Möglichkeit, schon durchgespielte Levels im Menü zu wählen und von dort neu zu starten. Hier entscheidet Ihr nämlich erneut, auf welcher Schwierigkeitsstufe Ihr spielt. Die deutschen Sprecher rund um Manfred Lehmann, der normalerweise Bruce Willis seine Stimme leiht, machen einen ordentlichen Job, kommen aber nicht einmal ansatzweise an die Qualität der englischen Kollegen um Jon St. John und Co. heran. Wie gut, dass Ihr auch in der deutschen Fassung den Originalton aktivieren dürft. Die Waffen klingen voll, die untermalende Musik hält sich die meiste Zeit aber arg im Hintergrund.

Im Mehrspieler-Modus tretet Ihr auf zehn Karten gegen bis zu sieben Gegner in den klassischen Varianten Deathmatch, Team-Deathmatch, King of the Hill und Capture the Flag an. Allerdings sammelt Ihr keine Flaggen, sondern Frauen. Unterschiedliche Charaktermodelle gibt es nicht, lediglich die Shirtfarbe des Dukes verrät die Teamzugehörigkeit. Hier habt Ihr auch Zugriff auf das traditionelle Jetpack, das es in der Solokampagne nicht gibt. Angeblich befinden sich schon drei DLCs für den Online-Part in Entwicklung, den ers­ten erhalten Vorbesteller gratis. Die Kämpfe sind kurzweilig und schnell, allerdings scheint die Grafik hier noch einmal eine Stufe detailärmer zu werden. Durch gewonnene Erfahrungspunkte und Herausforderungen schaltet Ihr Extras wie Hüte und Brillen frei oder richtet Dukes Bude mit neuen Gegenständen ein. Das leichtbekleidete Zimmermädchen fehlt hier natürlich nicht.

Duke Nukem Forever ist am Ende das geworden, was viele erwartet haben. Ein technisch hoffnungslos veralteter Old-School-­Shooter für Fans, Nostalgiker und alle, die für eine kreative und lange Solo­kampagne über große technische Mängel hinwegsehen können. Wer den typischen Duke-Humor in zeitgemäßem Gewand erleben will, spielt Bulletstorm.

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Revan
1. Oktober 2026 17:51

Ein absolut großartiges Spiel, sowohl in der englischen Originalsynchro als auch mit dem deutschen Bruce-Willice Sprecher 😀

Vlt das witzigste Spiel seit Conkers Bad Fur Day🥰

Maverick
1. Oktober 2026 16:49

Ich hatte letztens mal duke nukem 3d world Tour nachgeholt und ich hatte einen mega spass damit.

Forever hätte ich auch gerne gespielt aber da gibt es ja keine ps4/5 version von.

Aber generell würde ich mich mal über einen neuen teil freuen, genau wie von quake.

Max Snake
1. Oktober 2026 15:37

Einmal ausgeliehen. Es hat Spaß gemacht Abseits von Kriegssetting mit den berühmten Duke, auch wenn es doch zu schwer war. Über die Sprüche muss man es mögen oder eher hassen.