
Meinung & Wertung
Steffen Heller meint: Bei The Beast gibt es viele Kleinigkeiten, die mich stören. Beispielsweise die länger herumliegenden Leichen, wodurch das Looten langatmiger wird. Trotzdem habe ich jede Minute in Castor Woods genossen, da ich die Grundformel liebe. Gleichzeitig hätte ich mir mehr Mut zur Veränderung gewünscht. Die Starterklärung von Begleiterin Olivia ließ mich naiven Träumer sogar kurz ein Sandbox-Abenteuer erhoffen, bei dem ich selbst entscheiden kann, welche Chimären ich töte, um gewisse Fähigkeiten oder Attribute zu steigern. Doch The Beast bleibt den linearen Vorgängern treu und belässt es bei Detailveränderungen der Spielmechaniken. Es tröstet, dass die Bossduelle sehr coole Ideen im Gepäck haben, obwohl sich die Fights aufgrund des simplen Kampfsystems meist ähneln. Solltet Ihr damit zufrieden sein, dass Kyles Rückkehr größtenteils eine Mixtur bekannter Serienzutaten ist, dann werdet Ihr sicherlich Eure Freude haben. Erwartet nur spielerisch keinen Fortschritt oder ein Story-Highlight. Stören mich die Schnitte? Ja. Haben sie meinen Spielspaß gemindert? Kaum. Auch in der deutschen PS5-Fassung wollte ich den Controller nicht aus der Hand legen. Der Unterschied an Splatter – beziehungsweise fehlendem Splatter – zwischen menschlichen Gegnern und Infizierten ist krass, aber ich muss immerhin nicht wie bei Dead Island 2 mit spielerischen Einschränkungen leben. Die Wahrheit ist aber auch: Gerade die monotonen Nahkämpfe gegen Söldner gehören ohnehin zu den größten Schwächen der Reihe und verlieren durch die Schnitte zusätzlich an Reiz. Xbox- und Steam-Spieler sind hier also erneut im Vorteil.
Fabiola Günzl meint: The Beast vereint das Beste aus den Vorgängern und macht das Spiel zugänglicher als zuvor. Das Parkour-System geht butterweich von der Hand, die Kämpfe sind fordernd und auch die von mir geschätzten Ausflüge per Fahrzeug haben ihren Weg in die Zombie-Schnetzelei gefunden. Der massive Gore-Anteil dürfte die USK zwar ordentlich ins Schwitzen gebracht haben, aber wir sprechen hier immerhin von handgemachter Erwachsenenunterhaltung aus Polen. Auch wenn ich etwas überrascht war von der ungewöhnlich hohen Dichte an Loot und Schusswaffen, bleibt mein Highlight der Biest-Modus, in dem mein Held Kyle Crane, der zunächst an Stärke gewinnen muss, mal so richtig die Sau rauslassen kann. In Kombination mit dem Soundtrack, der für mich zum Besten zählt, was seit Jahren in einem Videospiel zu hören war, und der tollen audiovisuellen Inszenierung liefert Techland hier ein rundum gelungenes, atmosphärisches Spektakel ab, das zwar das Rad nicht neu erfindet, aber richtig Laune macht.
Kleinere Bugs und Schnitte trüben das Bild eines ansonsten wieder spaßigen Parkour-Schnetzlers.
| Singleplayer | ![]() | 83 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |










