Enter the Matrix – im Klassik-Test (PS2 / Xbox / GC)

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Meinung

Thorsten Küchler meint: Grandioser Hype, aber nur ein ordentliches Ergebnis: Nach all den hochtrabenden Ankündigungen hatte ich mir deutlich mehr von Shinys vermeintlichem Lizenz-Knüller erwartet. In puncto Leveldesign müssen die Herren um Dave Perry jedenfalls drei Jahre gepennt haben: Einige Untermissionen habt Ihr nach wenigen Sekunden (!) geschafft, andere ziehen sich endlos hin und kranken an Abwechslungsarmut. Großes ­Unverständnis lösen auch die Fahrzeug-Einlagen aus: Seit Turok Evolution sind mir keine so nervigen bzw. öden Fliegereien mehr untergekommen. Dass Enter the Matrix dennoch gehörig Motivitationspotenzial birgt, liegt primär an der stilvollen Zeitlupenfunktion: So sehen nicht nur meine Bildschirm-Knüppeleien verdammt gekonnt aus, auch die ­furiosen Ballereien erfahren eine spielerische Aufwertung. Story wie Videosequenzen kommen ­hingegen zwiespältig daher: Während Fans ob der Informationsflut frohlocken, verstehen Neulinge nur esoterischen Bahnhof und meckern über den kleinen Bildausschnitt der Filmschnipsel. Immerhin gibt’s zwischen den drei Konsolen-Versionen nur marginale Unterschiede.

Oliver Schultes meint: Als glühender ”Matrix”-Fan hatte ich entsprechend hohe Erwartungen an die Videospielumsetzung, schließlich klappte es ja ­prima bei EAs ”Herr der Ringe”-Versoftung. Leider ging bei David Perrys SciFi-Machwerk vieles gründlich in die Hose: Zwar wird die ­Atmosphäre des Films ordentlich eingefangen (der Original-Musik und den FMVs sei Dank) und auch die stylischen Kampfszenen machen – ­zumindest kurzfristig – Laune. 3D-Optik wie Leveldesign bewegen sich dagegen mitunter auf Amateur-Niveau: Mal passiert zwischen den Ladepausen (in der Häufigkeit echte Stimmungskiller) nichts außer fadem Herumlaufen, mal müsst Ihr unter Dauerbeschuss verzweifelt nach dem nächsten Scripting-Punkt suchen, damit das Abenteuer überhaupt weiter geht.

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Lincoln_Hawk
18. Februar 2022 21:48

Steffen heller
Das stimmt allerdings
Sau oft so
????

Walldorf
18. Februar 2022 19:43

Hab die PS2-Version damals aus der Videothek ausgeliehen und an einem Wochenende durchgespielt. Die Realfilm-Szenen haben mir ganz gut gefallen und ich glaube der Abspann-Song war auch recht cool. 😉

Die Grafik sah leider nur in einem Level hübsch aus, ansonsten herrschte Tristesse vor. Für Matrix: Path of Neo haben sie technisch ein paar interessante Sachen ausprobiert, die eher unüblich auf der Konsole waren:
https://twitter.com/dark1x/status/1486039250730631168

18. Februar 2022 19:15

Was ne langweilige Lizenz Gurke.
Hab’s damals zum Glück nur beim Kumpel gespielt und mir das Geld gespart.
Die Xbox Fassung von Path of Neo fand ich später, trotz seiner Schwächen, gar nicht so verkehrt.

Steffen Heller
Redakteur
18. Februar 2022 18:46

War zwar echt nicht so geil, aber ich fands trotzdem sehr cool. Manchmal kann ich gut mit Style over Substance leben. 😀

Max Snake
18. Februar 2022 18:41

Was für ein Hype für ein 50 Millionen € Lizenz – Spiel. Über 6 Millionen mal wurde es verkauft. Höchste in der Schule über das Spiel. In der Fachpresse kam auf höchstem über den 70er Bereich. Der Jugendlichen Max war noch unsicher nur über die Parallel Geschichte von Matrix erfahren. Die Maniac hat mit dem Wertung 69 Nagel auf den Kopf getroffen. Eine unfertig Matrix Spiel, die ich nie bereue. Da sieht Matrix Awakend viel geiler aus.

Eydrian
18. Februar 2022 17:11

Wusste garnicht, dass es das damals auch für die Switch gab…

Lincoln_Hawk
18. Februar 2022 15:58

Ich bin noch bei so parallel
Hänge etwas an dem 2ten Helikopter fest und seit dem schon wieder keine Motivation es weiter zu spielen…durch will ich es aber auch schaffen nutzt alles nichts.
Aber die 69 ist schon gerechtfertigt auch für mich.
Von den earthworm Jim Machern hätte ich im gesamten aber mehr Qualität erwartet.
Trotzdem bleibt enter the matrix sowie path of neo selbstverständlich in meiner Sammlung ?✌️