
Meinung
Kevin Hildebrand meint: Exoprimal ist in seinem aktuellen Zustand ein Härtefall. Das Setting des Spiels, so verrückt es auch sein mag, macht irgendwie Spaß. Und auch die zahlreichen Anzüge spielen sich herrlich unterschiedlich und sorgen theoretisch für Langzeitmotivation. Aber wenn ich ehrlich bin: Die Ähnlichkeiten des Capcom-Shooters zu Overwatch 2 sind nicht wegzudiskutieren. Wenn ich also einen Team-Shooter suche und auf den Dino-Part verzichten kann, bekomme ich Blizzards Shooter für 0 statt rund 60 Euro – mit mehr Helden, Maps und Spielmodi. Das soll keine Werbung für Overwatch sein, denn der Titel hat selbst genug Schwächen. Aber im aktuellen Zustand bietet mir Exoprimal einfach zu wenig fürs Geld. Stand jetzt ist es nur für riesige Fans der Urzeitechsen und Multiplayer-Freunde eine Empfehlung.
Steffen Heller meint: Ich empfinde das Spielgefühl zwar nicht mit Overwatch 2 vergleichbar, aber Exoprimal ist tatsächlich auch für mich ein schwieriger Fall. Die Story ist zum Wegklicken und das interessante Konzept trotz unterschiedlicher Herausforderungen schnell ausgelutscht, da es einfach an Inhalten fehlt. Das Wettrennen-Prinzip verliert außerdem durch die Paralleldimensionen an Reiz und lässt Potenzial liegen. Lieber hätte ich frühzeitig mehr Möglichkeiten, um dem gegnerischen Team in die Parade zu fahren. Trotz all der Kritik: Mit Freunden wurde ich mit genügend Abstand zwischen den Sessions passabel unterhalten. Doch ich sehe die Spielerzahlen rapide fallen, denn in der heutigen Zeit sind 60-Euro-Multiplayer-only-Titel, die sich insgesamt repetitiv anfühlen, eine riskante Angelegenheit.








