FAR: Lone Sails – im Test (Xbox One)

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Ein ”Atmospheric Vehicle Adventure Game” nennen die Schweizer Entwickler von Okomotive ihr Erstlingswerk. Und in der Spielebeschreibung im Xbox-Store steht: ”Eine zombie-
freie Postapokalypse: nur du und deine Maschine in der schier unendlichen Weite.” Klingt ungewöhnlich, klingt interessant – finden wir! Und wenn ein Spiel dann noch so hinreißend aussieht, kann ja fast nichts mehr schiefgehen…

FAR: Lone Sails nahm seinen Anfang als Diplomarbeit im Stu­diengang Game Design der Zürcher Hochschule der Künste. Wir stellten es Euch bereits in einem Indie-Games-Ausblick Anfang 2017 vor – bis zum Konsolen­release zogen aber doch noch etliche Monate ins Land. Ganz bugfrei konnte das junge Team sein Produkt trotzdem nicht ausliefern – wir stießen beim mehrfachen Durchspielen auf ein paar kleinere Kameramacken oder Probleme beim Ausklappen des Segels.

Euer rot gekleidetes Männeken ist nämlich der Kapitän einer seltsamen Fahrmaschine, die wie eine Mischung aus Traktor, Einrad und Segelschiff wirkt. Damit durchquert es einen ausgetrockneten Ozean, der in eleganter Schwarz-Weiß-Optik an Euch ­vorüberzieht. Ihr passiert trostlose Relikte verfallener Industrielandschaften, gelegentlich lenken rote Objekte Euer Interesse auf sich.

Während der Fahrt hält Euch Eure Maschine auf Trab: Ihr müsst Sprit nachfüllen, Gas geben, Dampf ablassen oder auch ­Brände löschen – Stress kommt aber keiner auf, im schlimmsten Fall rollt Ihr mal einen eben bewältigten Abhang wieder herab.

Das Spiel kommt ohne gesprochene Worte und Texte aus – mit der Zeit findet Ihr schon heraus, was zu tun ist. Die Geschichte, das Warum und das Wohin bleiben vage, die an Limbo oder Inside erinnernden Rätselabschnitte dienen der spielerischen Auflockerung, nicht als Story-Vehikel. Alle paar Minuten stoßt Ihr nämlich auf ein Hindernis, das Euer Vorankommen kurz stoppt – dann muss Rotjäckchen aussteigen, ein paar Schalter umlegen oder eine Reparatur vornehmen.

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1 Kommentatoren
NikeX Letzte Kommentartoren
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NikeX

Diese melancholische Atmosphäre ist, was ich suche.
Inside war dies noch mehr, und vor allem “anders”. Andersartigkeit ist wirklich selten.
Bin bei FAR jetzt beim Gondelfahren. mich überkommt ein Gefühl wie beim Durchblättern des Bildbands “The Electric State” von Simon Stalenhag.
Ich bin traurig, dass FAR so kurz sein wird, das ahne ich.
Kompliment nach Zürich. Bitte seid kein One Hit Wonder.