Forza Motorsport 3 – im Klassik-Test (360)

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Auch so kann es funktionieren: Während Polyphony Digital seit über fünf Jahren an Gran Turismo 5 herumdoktert, geht in der gleichen Zeitspanne bereits das dritte Forza Motorsport an den Start. In Sachen Umfang übertrifft das PS-Epos seine Vorgänger klar: Mit über 400 Boliden nahezu aller namhaften Hersteller rast Ihr auf mehr als 100 Strecken – allerdings werden dabei sämtliche Teilabschnitte und Rückwärts-Kurse mitgezählt. Um alles nutzen bzw. befahren zu können, braucht Ihr allerdings knapp 2 Gigabyte freien Platz auf Eurer Festplatte: Ein Teil der Daten wird auf einer zweiten DVD mitgeliefert, die installiert werden muss. Damit ist für mehr Abwechslung gesorgt als bisher, denn erstmals gesellen sich u.a. das ruhmreiche LeMans, die ansehnlichen Küstenkurse von Amalfi und Positano sowie die kurvenreiche Fujimi-Kaido-Bergstrecke hinzu.

Grafisch zaubert Forza 3 blitzsaubere 60 Bilder pro Sekunde auf den Bildschirm und überzeugt mit detaillierten Automodellen, dafür wirken die Umgebungen häufig etwas leer und fehlende Kantenglättung macht sich bemerkbar. Sieht man von der Bildrate ab, vermitteln aktuelle PS-Konkurrenten wie Colin McRae DiRT 2 oder Need for Speed SHIFT einen lebendigeren und dynamischeren Eindruck. Das gilt auch für die erstmals vorhandene Cockpit-Perspektive: Die bringt einen überzeugenden Geschwindigkeitseindruck, wirkt jedoch ohne Schaltanimationen und Lichtreflexionen auf der Scheibe ­etwas steril. Auch Details wie die Platzierung der Rückspiegel außerhalb des unmittelbaren Sichtbereichs bei diversen Vehikeln mögen realistisch sein, sind aber nicht zum Vorteil des Spielers.

Forza 3 will Rennspieler aller ­Könnensstufen ansprechen, trotzdem wurde der Realismusaspekt nicht vernachlässigt: Egal, welche Motoren- und Antriebsart die Boliden haben – alle verhalten sich nachvollziehbar, der Spagat zwischen Anspruch und Zugänglichkeit gelingt. So ist es weniger problematisch als etwa bei SHIFT, selbst gewaltige PS-Monster auf dem Kurs zu halten, solange Ihr nicht ausdrücklich sämtliche Fahr­hilfen abschaltet – das sollten sich nur echte Profis vornehmen. Am anderen Ende des Spektrums dürfen Einsteiger sogar eine automatische Bremse aktivieren.

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