Forza Motorsport 3 – im Klassik-Test (360)

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Mit dabei ist wieder die einblendbare Ideallinie, neu dazu gesellt sich die Rückspul­funktion: Anders als bei den ­Codemasters-Rennspielen ist sie nicht so flexibel (Ihr kehrt bei Aktivierung nur zu festgelegten ­Streckenpunkten zurück), kann aber nahezu unbegrenzt oft eingesetzt werden. Auch ohne diese Hilfe hängen halbwegs geübte Fahrer die CPU-Gegner auf der mittleren Schwierigkeitsstufe ­locker ab, bei der höchsten Einstellung wird es dagegen mächtig fordernd.

Mittelpunkt von Forza 3 ist die ­Karriere. Die groß angepriesene Anpassung des Rennkalenders an Eure Vorlieben entpuppt sich als simpel: Vor jeder Woche habt Ihr die Wahl aus drei Wettbewerben, die sich in ­’Fahre neue Strecken‘, ’Fahre das gleiche Auto wieder‘ und ’Fahre ein neues Auto‘ einteilen lassen. Dann absolviert Ihr mehrere Rundenläufe, duelliert Euch mit einem direkten Gegner auf Etappenkursen oder versucht Euch bei Dragsterrennen – Letztere werden schnell öde. Alternativ könnt Ihr jede der 220 Meisterschaften direkt anwählen, sofern Ihr passende Vehikel dafür besitzt. Die kauft Ihr vom Preisgeld, außerdem bekommt Ihr Autos geschenkt, wenn Ihr genug Rennerfahrung sammelt, um einen Level aufzusteigen. Natürlich tretet Ihr auch gegen menschliche Gegner an: Online-Rennen mit bis zu acht Teilnehmern funktionieren wieder tadellos. Löblich: Ein Splitscreen-Modus für zwei Fahrer inklusive zwei CPU-Rivalen ist ebenfalls verfügbar.

Zwei wichtige Aspekte der ­Forza-Serie bauten die Entwickler konsequent aus – Tuning und Community. Wie gehabt dürft Ihr dutzende Bauteile kaufen und modifizieren, weniger technisch begabte Fahrer nutzen das praktische Automatik-Update. Auch kosmetische Verschönerungen kommen nicht zu kurz, die leistungsfähigen Editoren zum Basteln von ­Vinyl-Kunstwerken wurden optimiert. Zudem habt Ihr viel mehr Möglichkeiten, Eure Künste der Welt zu präsentieren: Im Online-Laden verkauft Ihr Autos, ­Tuning-Einstellungen sowie Lackierungs­muster und bietet Fotos und Rennwieder­holungen zum Betrachten an.

Letztlich erfüllt Forza 3 die Erwartungen: Die konsequente Weiter­entwicklung des Vorgängers, die je nach Aspekt mehr oder weniger große Fortschritte zeigt, überzeugt als realistische PS-Simulation, ohne wirklich spektakulär zu sein. In Sachen Inszenierung und Allround-Appeal hat die Konkurrenz deshalb teilweise die Nase vorn.

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