Gintama Rumble – im Import-Test (PS4)

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Zusammen mit ”One ­Piece” und ”Naruto” gehört ”Gintama” zu den Urgesteinen von Shounen Jump – einer legendären Manga-Zeitschrift, der auch schon ”Dragon Ball” in den 1980ern entsprang. ”Gintama” hielt sich immer ­etwas im Hintergrund, sticht aber durch derben und überaus zeitgenössischen Humor hervor. Erzählt wird die Geschichte von Gin und seiner fröhlichen Truppe von Underdogs, die alle möglichen Aufträge erledigen, von Kätzchen retten bis in Alien-Lager einbrechen. Und von denen gibt es viele: Einige Jahre zuvor wurde Japan nämlich von Außerirdischen angegriffen und erobert. Nun müssen die ­Samurai sich irgendwie durchschlagen und gegen die Arbeits­losigkeit ankämpfen.

Etwas früh zum 15. Jubiläum der Serie erscheint der fröhliche Klopper in Warriors-Manier, der die actiongeladenen Storylines spielbar macht. Da fangen die Probleme schon an: Das Spiel orientiert sich in Sachen Stil am erfolgreichen Attack on Titan, allerdings hat das Budget wohl nicht gereicht, um diesen hohen Standard zu erreichen. Statt gerenderter 3D-Szenen sollen Standbilder mit Ton aus der Serie in 10 bis 15 Minuten versuchen, einen kompletten ­Handlungsbogen zu erklären. Jedes Kapitel besteht aus zwei oder mehr solcher Zusammenfassungen, die teils länger als die Schlachten dauern.

Das Spielgeschehen selbst ist schnell erklärt: Ihr hackt Euch durch Massen an Aliens oder Männern in Frauenkostümen, bis ein Anführer erscheint, den Ihr erledigt, um die Region zu ­erobern. Aufgelockert wird das durch ­Sidequests, die Statusboosts oder Equipment einbringen. Das System funktioniert ordentlich, nur fehlt eine vernünftige Ausweichmechanik. Zudem vermissen wir ein Checkpoint-System: Geht Ihr K.o., fangt Ihr die Schlacht komplett von vorne an. Besonders frustriert das bei den teils etwas ­unfairen Bosskämpfen: Dort ist nicht selten ein zweiter Versuch nötig, weil die Obermotze fast nie eine Reaktion auf Eure Angriffe zeigen.

Grafisch wirkt das Geschehen eher karg: Nur die 3D-Sequenzen sind gelungen, aber ausgesprochen selten, und die Musik ist meist direkt dem Anime entnommen. Die Wahrscheinlichkeit einer Lokalisation für den Westen ist quasi non-existent, da ­”Gintama” als Serie hierzulande immer noch ein Nischendasein fristet. Immerhin können deren Kenner mit dem Spiel durchaus kurzfristig Spaß haben: Die Geschichte ist 1:1 aus dem Anime übernommen und das Buttonhämmer-Kampfsystem schnell erlernt.

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