Gnosia – im Test (Switch)

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Bei Gesellschaftsspielen sind sie etwa als ”Werwölfe” oder ”Mafia” schon länger bekannt und populär, im Videospielsektor hat es zuletzt Among Us zum Massenphänomen gebracht – die Rede ist von ”Social Deduction”-Spielen. Bei denen geht es darum, dass eine meist etwas größere Gruppe von Teilnehmern mittels logischer Schlussfolgerungen Lügen auf­decken und die gegnerischen Fraktionen ausschalten soll.

Dass dieses Konzept unter den richtigen Bedingungen aber auch für Solisten funktionieren kann, hatte schon die Visual Novel ­Raging Loop (85% in M! 11/19) bewiesen, allerdings wurde es dort längst nicht so zentral eingebunden wie nun bei Gnosia. Hier wird zwar letztlich auch eine ­Geschichte erzählt, aber Debatten, Beweisfindung und gegen­seitige Verdächtigungen stehen klar im Vordergrund.

Zusammen mit 15 anderen Menschen, denen überzeugend KI-Leben eingehaucht wird, findet Ihr Euch auf einem Raumschiff wieder und wisst nicht, warum – fest steht nur, dass eine oder mehrere Personen Gnosia (also von einer außerirdischen Lebensform besessen) sind und den Rest eliminieren wollen. Äußerlich sieht man ihnen das nicht an, also wird täglich mehrere Runden lang debattiert, wer in den Kälteschlaf geschickt wird, bis hoffentlich nur Menschen übrig bleiben – außer natürlich, Ihr seid Gnosia, dann dreht sich das Ziel um Dominanz. Der besondere Kniff ist, dass Ihr in einer Schleife steckt, also das Geschehen nach jedem Finale mit anderer Konstellation neu startet. So sammelt Ihr nebenbei stetig Erfahrung, gewinnt neue Debattierfähigkeiten hinzu, lernt Details über Eure Mitstreiter und schaltet Storyfortschritte frei – all das macht das Geschehen zunehmend spannender. Es kann aber auch stressen, weil Gnosia Euch nur sehr vage anleitet und gelegentliche Längen oder vermeintliche Sackgassen nicht ausbleiben.

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