God of War II – im Klassik-Test (PS2)

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Kratos ist stinksauer: Ständig wird er von den Göttern des Olymps betrogen. Im ersten Teil war es Kriegsgott Ares, der den spartanischen Krieger durch eine List dazu gebracht hatte, seine Familie zu ­töten. Als ob das nicht genug wäre, musste sich der martialische Muskelprotz gegen ein paar schlampig designte Rätsel- und Geschicklichkeitseinlagen sowie bewahrpädagogische USK-Zickereien behaupten. Die hielten God of War nämlich für zu brutal und verweigerten prompt eine Alterskennzeichnung. Erst im zweiten Anlauf durfte Kratos auch in Deutschland versuchen, sich von seinen Sünden reinzuwaschen, indem er Ares das Handwerk legte.

Einigen Frustmomenten zum Trotz gelang es dem ’Geist von Sparta’ mit Hilfe der Götter, seinen Widersacher in einem furiosen Finale zu vernichten. Die Götter gewährten Kratos zwar die versprochene Absolution, die Erinnerungen an seine grausame Tat verfolgen den neuen God of War aber noch immer. Was liegt da näher, als eine Fortsetzung? Was die Frustmomente anbelangt: Für das zweite Abenteuer des blassen Wüterichs zeigte sich Produzent David Jaffe einsichtig und gelobte Besserung.

God of War II wirkt meist wie eine aufgebohrte Version des Erstlings. Statt üppiger Neuerungen finden wir zahlreiche Detailverbesserungen – so hangelt Ihr Euch jetzt an Seilen schneller voran, beim Wandklettern rammt Kratos auf Knopfdruck seine Klingen ins Gestein und gleitet flink nach unten. Während im Vorgänger der R1-Button – und damit Euer Zeigefinger – noch sehr strapaziert wurde, bearbeitet Ihr jetzt die Kreistaste, um Türen zu öffnen. Neuerdings ­kraxelt Kratos auch an der Decke ­entlang und fliegt mit dem Pferd Pegasus durch die Lüfte. In puncto Leveldesign haben sich die Entwickler um Director Cory Barlog ordentlich ins Zeug gelegt: Sonys Monstermetzelei strotzt vor Abwechslung und variiert gekonnt Geschicklichkeitseinlagen, Massenschlachten und Rätselein­lagen. Letztere gefallen durch einen angenehm anderen Lösungsansatz, denn der offensichtliche Weg ist nie der richtige.

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Thomas Nickel
28. April 2024 21:30

“Da gab es keine systemspezifische Zehnerskala, die höheren Werte waren ps3 und xbox360 vorbehalten.” – Rückblickend schon ironisch, wenn man bedenkt, wie brillant viele PS2-Spiele auf einem CRT aussehen und wie grauenhaft schlecht viele (natürlich nicht alle) der frühen HD-Spiele gealtert sind.

Nipponichi
26. April 2024 20:17

Bis heute mein liebstes God of War von den alten Teilen, aber auch überhaupt. Der erste Teil war schön, aber der Zweite hat eine ganze Latte draufgelegt.

Genau nach diesem Prinzip hätte ich gerne wieder ein neues God of War. So gut wie die beiden neuen Teile waren, aber die alten Varianten haben mir einfach immer noch am Besten gefallen.

Likewyse
26. April 2024 9:43

Vielen lieben Dank, ich erinnere mich dunkel an die Zeit😁. Da gab es keine systemspezifische Zehnerskala, die höheren Werte waren ps3 und xbox360 vorbehalten.

Walldorf
26. April 2024 8:15

Ich glaube das war dem damaligen Wertungssystem geschuldet. PS2-Spiele konnten maximal 6 Punkte bei der Grafik erhalten. Man möge mich korrigieren, wenn ich mich falsch erinnere.

Likewyse
25. April 2024 22:08

Super Spiel – warum hat die Grafik nur 6 von 10 Punkten? Auf PS2 ging es kaum besser…

Rudi Ratlos
25. April 2024 20:24

Hihi, dass gerade From-Enthusiast Oli sich über den Schwierigkeitsgrad echauffiert, ist schon ein wenig witzig 😉 hatte damals auf Normal kaum Probleme, das Spiel hat den Vorgänger dann noch einmal getoppt. Schade, dass der dritte Teil dann qualitativ ziemlich abgefallen ist, aber der aktuelle Neustart entschädigt dann wieder.

Nawigi81
25. April 2024 19:44

Das beste Spiel aller Zeiten für mich !

Lincoln_Hawk
25. April 2024 16:44

Ich liebe es