God of War II – im Klassik-Test (PS2)

8
6989
Zurück
Nächste

Seite 2

Ein Beispiel: In einem Raum befindet sich ein Bodenschalter und ein Zughebel. Kratos zieht den Hebel zu sich und bleibt auf dem Schalter stehen – zwei Tore öffnen sich. Statt nun schnell durch die Pforten flitzen zu können, müsst Ihr eine Leiche auftreiben und auf den Bodenschalter legen. Das war eine der leichtesten Knobeleien, die meisten sind deutlich kniffliger. Zwei Rätsel haben uns MAN!ACs sogar zur ­Verzweiflung getrieben – eines ­wegen fehlender Hinweise, das andere ­aufgrund schlampiger Programmierung, weshalb das korrekte Vorgehen erst nach mehreren Versuchen erfolgreich war.

So wie wir beim Spielen an manchen Stellen gezürnt haben, so wütend ist auch Kratos: Der verliert nämlich gleich zu Beginn seinen Götterstatus. Nach einer bombastischen Ouvertüre, in der sich der Klingenschwinger gegen den Koloss von Rhodos behaupten muss, wird er auch noch seiner Kampfeskünste beraubt und getötet. Endgültig angepisst mordet sich der unbeugsame Spartaner durch den Hades und kehrt zurück in die Welt der Lebenden. Dort richtet sich sein Zorn gegen die ehemaligen Kollegen des Olymps.

Diese Aggression zieht sich durch das komplette Spiel. Mit jedem Schlag spürt Ihr die Wut, die Kratos auf seinem Streifzug durch die griechische Mythologie antreibt. Ob im Kampf gegen klapprige Skelette, axtschwingende Minotauren oder baumhohe Zyklopen – Euer Antiheld geht dermaßen brutal zur Sache, dass man Mitleid mit den Fabelviechern bekommen könnte. Schon der Einsatz der Chaosklingen, die durch Ketten fest mit Kratos’ ­Unterarmen verbunden sind, ist durch etliche Combo-Möglichkeiten sehr abwechslungsreich geraten. Mehr Tiefgang erhält das Kampfsystem durch zwei weitere Waffen, die Ihr auf Eurer ­Reise durch kolossale Tempelan­lagen und detaillierte Wälder von besiegten Zwischenbossen bekommt. Auf Knopfdruck bearbeitet Ihr Eure Gegner mit dem brachialen Barbarenhammer oder haltet Euch die garstigen Kreaturen mit einem Speer vom Leib.

Zurück
Nächste
8 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Thomas Nickel
28. April 2024 21:30

“Da gab es keine systemspezifische Zehnerskala, die höheren Werte waren ps3 und xbox360 vorbehalten.” – Rückblickend schon ironisch, wenn man bedenkt, wie brillant viele PS2-Spiele auf einem CRT aussehen und wie grauenhaft schlecht viele (natürlich nicht alle) der frühen HD-Spiele gealtert sind.

Nipponichi
26. April 2024 20:17

Bis heute mein liebstes God of War von den alten Teilen, aber auch überhaupt. Der erste Teil war schön, aber der Zweite hat eine ganze Latte draufgelegt.

Genau nach diesem Prinzip hätte ich gerne wieder ein neues God of War. So gut wie die beiden neuen Teile waren, aber die alten Varianten haben mir einfach immer noch am Besten gefallen.

Likewyse
26. April 2024 9:43

Vielen lieben Dank, ich erinnere mich dunkel an die Zeit😁. Da gab es keine systemspezifische Zehnerskala, die höheren Werte waren ps3 und xbox360 vorbehalten.

Walldorf
26. April 2024 8:15

Ich glaube das war dem damaligen Wertungssystem geschuldet. PS2-Spiele konnten maximal 6 Punkte bei der Grafik erhalten. Man möge mich korrigieren, wenn ich mich falsch erinnere.

Likewyse
25. April 2024 22:08

Super Spiel – warum hat die Grafik nur 6 von 10 Punkten? Auf PS2 ging es kaum besser…

Rudi Ratlos
25. April 2024 20:24

Hihi, dass gerade From-Enthusiast Oli sich über den Schwierigkeitsgrad echauffiert, ist schon ein wenig witzig 😉 hatte damals auf Normal kaum Probleme, das Spiel hat den Vorgänger dann noch einmal getoppt. Schade, dass der dritte Teil dann qualitativ ziemlich abgefallen ist, aber der aktuelle Neustart entschädigt dann wieder.

Nawigi81
25. April 2024 19:44

Das beste Spiel aller Zeiten für mich !

Lincoln_Hawk
25. April 2024 16:44

Ich liebe es